dapdAugen auf bei der Berufswahl: Wie weit die Löhne für deutsche Azubis auseinanderklaffen, zeigt eine neue Studie. Bauhandwerker können auf über 1300 Euro kommen, manch anderer Lehrling geht mit kaum mehr als 200 Euro nach Hause. Beim Verdienst spielt auch die Region eine Rolle.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...829500,00.html
Interessant, wie hier mal wieder eine Ausbildung zum Anspruch einer "fulltime-Job-Vergütung" hochgeredet wird. Unterschiede gabs doch schon immer, und eine Ausbildung ist eben kein regulärer Arbeitsplatz.
Insbesondere steht niergendwo, wielange die Auszubildenten in der Berufsschule sind.
Man sollte vielleicht mal hinterfragen wieviel ein Auszubildenter eine Firma kostet.
Und wie schaut es nach 40 Jahren im Berufsleben aus?
Mit dem Mehrverdienst kann man sich leider keinen neuen Körper kaufen.
zwischen Anspruch und Möglichkeiten.
Klar, der Spruch "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" mag zutreffen,
aber wenn ein Zahntechniker-Azubi im 1.Jahr 360 € brutto (270 € netto) verdient und der Chef vorausssetzt, daß dieser Azubi mit dem eigenen Auto die Zahnpraxen anfährt dann passt das doch nicht.
Oder soll der Azubi gleich mit Hartz4 aufstocken ?
na klar, genau diese Leute beschweren sich dann doch ständig über das Lohndumping in Deutschland. Wer in solche Berufen anfängt, ist doch selbst schuld. Würde die Arbeitsnachfrage in diesen Berufen rapide sinken, würde die Löhne auch automatisch wieder steigen.
Solche ökonomischen Basics überfordern die meisten aber schon...
Nun, eine Ausbildung ist ein "fulltime-job". Irgendwo muss das Geld ja herkommen, damit die Auszubildenenen Essen, trinken und Wohnung finanzieren können. Bei knapp 300€ monatlich kann ich mir vorstellen wo das benötigte Geld herkommt: Nämlich von der Agentur für Arbeit.
Ich finde es etwas fragwürdig auf diese Art und Weise neues Personal auszubilden.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre, aber zum überleben sollte es meiner Meinung nach schon reichen.
Da kaum mehr azubis ihre rechte kennen - geschweige denn das sie gewerkschaftlich organisiert sind oder bereit ihren arbeitgeber zur not mit allen mitteln in die Tarife zu zwingen.. geht halt alles den bach runter. Die Arbeiterklasse stirbt - an sich selbst. Das ist so unglaublich traurig. Denn es beweist einml mehr das der Mensch sich in der heutigen Welt immer mehr zu einem Sklaven wird.
Moment mal, seit wann besteht denn der Anspruch auf eigene Wohnung schon während der Lehre? In meiner Jugendzeit haben die Lehrlinge alle noch zu Hause gewohnt, ausser die Banklehrlinge, die konnten sich vielleicht eine kleine 1-Zimmerwonung oder ein WG-Zimmer leisten, alle anderen wurden von Mutti mitbekocht, haben dafür vielleicht einen kleinen Obulus gegeben und hatten den Rest als Taschengeld fürs Moped, Feierabendbier und Klamotten zur Verfügung.
Lehrjahre sind wirklich keine Herrenjahre.
Ich mag mich irren, glaube aber das zu Zeiten, in denen meine Eltern in die Lehre gingen keine Vergütungen gezahlt wurden. Man war quasi froh, einen Ausbildungsplatz zu haben.
Das die Azubigehälter auf dem Bau entsprechend hoch, muss man nicht weiter hinterleuchten - Stichwort "Billiglöhner".