in anderen Laendern muss man fuer seine Ausbildung zahlen. Und das nicht zu knapp. In Deutschland gibts fuer die Azubis Gehaelter.
dapdAugen auf bei der Berufswahl: Wie weit die Löhne für deutsche Azubis auseinanderklaffen, zeigt eine neue Studie. Bauhandwerker können auf über 1300 Euro kommen, manch anderer Lehrling geht mit kaum mehr als 200 Euro nach Hause. Beim Verdienst spielt auch die Region eine Rolle.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...829500,00.html
in anderen Laendern muss man fuer seine Ausbildung zahlen. Und das nicht zu knapp. In Deutschland gibts fuer die Azubis Gehaelter.
Weil sie das so kennen wird es vermutlich so stimmen, sowas nennt sich Stammtisch und ist eines Erwachsenen nicht würdig. Aber okay aus der Erwachsenenpädagogik weiß ich über die ähh individuellen Unterschiede bescheid, besonders für die Kunden von der Arge...
Davon abgesehen eine berufliche Umorientierung hat nicht viel mit Dauerazubi zu tun sondern eher damit das einige Berufe aussterben oder aus gesundheitlichen Gründen nicht fortgeführt werden können. Für dieses Klientel gibt es viel weniger Leistungen von Staat.
Auch hat das nicht viel mit Wehklagen zu tun sondern mit einer realistischen Einschätzung der Situation.
Selten polemischer Kommentar....*kopfschüttel*...zurück zum Frondienst im Mittelalter, oder wie darf ich das verstehen?
Für die meisten Handwerks- und klassischen Ausbildungsberufen wird zumindest in den rechtsstaatlichen, europäischen Ländern eine Ausbildungsvergütung gezahlt...und wir reden nicht über universitäre Studiengänge(...die meiner Meinung auch für alle Gesellschaftsschichten ohne hohe Gebühren zugänglich sein sollten, also ohne, dass sich Studierende wie in den Staaten mit einer fünfstelligen Minus-Summe am Ende des letzten Semesters wiederfinden).
Es geht sogar noch billiger als bei den Friseurlehrlingen: nämlich vollkommen ohne einen einzigen Cent! Wenn man - wie mein Sohn - eine schulische Ausbildung zum medizinisch-technischen Laborassistenten absolviert. Schülerbafög? Fehlanzeige! Er hat davor begonnen zu studieren, wurde dann aber sehr schwer krank. Nach zwei Jahren war er dann soweit, diese Ausbildung anfangen zu können. Unterstützung bekommt er nicht, weil er laut Amt aus "Neigungsgründen" die Ausbildung gewechselt hat. Wenn er sich ordentlich hätte etwas zu schulden kommen lassen, wäre er gepampert worden - mit Einzelunterricht, sozialpädagogischer Begleitung, Wiedereingliederungshilfe, Finanzspritzen etc. Deutschland braucht sich überhaupt nicht wundern, wenn ihm seine Jugend davon läuft - vor allem die, die Potential hat und viel leisten könnte (wenn man sie denn ließe).
Es ist ja richtig das Lehrjahre keine Herrenjahre sind, aber wenn man als Rechtsanwaltsfachangestellte wie ich nur 520 EUR brutto, sprich 412 EUR netto hat und ebenfalls seine knapp 36 Std in der Woche hat und die gleich arbeiten macht wie eine Angstellte finde ich doch sehr ungerecht. Es ist richtig das auch noch Schule ist, bei mir ist es an einem Tag an dem die Kanzlei schon um 12.30 zu macht und ich bis 14 uhr in der Schule sitze.
Nur in der heutigen Zeit kann man sich ohne Hilfe in der Familie oder vom Staat nichts davon leisten, da die Lebenshaltungskosten heute einfach nicht mehr in relation zum Einkommen stehen. Und der größte Nachteil noch ist das es manche Branchen gibt in denen es nicht mal anstandshalber einen Tarifvertrag gibt wie bei mir.
Werter Forist,
der gewöhnliche Azubi hat irgendwann einmal ausgelernt und kann dann glänzen. Mit der Zeit, so er dann kann und darf. Auch ein gut dotierter Lehrberuf endet im Normalfall beim Meistertitel und/oder der Selbständigkeit. Mehr geht nicht.
Was Ihre wissenschaftliche Arbeit betrifft, Sie dürfen gerne mit Ihresgleichen eine solche erstellen und darin dann erläutern, warum Sie mit Ihrer Truppe im Regen sitzen und nass werden, wo die Maurer schon lange das Haus fertig haben und Ihnen da draussen eine lange Nase drehen.
Einen schönen Abend noch.
ich habe damals in der Ausbildung auch mehr verdient als der Referendar, der mich unterrichtete (nach 5 Jahren Studium sowie 2 J. Pflichtppraktikum). Und das ist ja immernoch so. Lach.
Wobei man natürlich niemandem raten könnte, danach eine Ausbildung zu wählen.
Es geht nicht nur den Lehrlingen so. Als Pharmaziepraktikant hatte ich in meinem Apothekenhalbjahr 490 Euro netto, und das mit vier Jahren Hochschulstudium und zwei Staatsexamina. Nach zwei Monaten Einarbeitungszeit kann man einen Pharmaziepraktikanten fast wie eine PTA einsetzen - das Fachwissen ist da, die Praxis kommt schnell, immerhin haben die Leute schon bewiesen, daß sie schnell viel lernen können. Trotzdem bekommen sie, tariflich gebilligt, weniger als der Zivi im Krankenhaus, frisch von der Schule (zu meiner Zeit gab es sowas noch ;-) ). Das mag man ungerecht finden oder auch nicht, jdenfalls ist es derzeit (und schon lange) normal und glücklicherweise ein vorübergehender Zustand. Inzwischen arbeite ich an der Uni und bekomme nicht viel, aber genug zum leben.
Na, nun meckern Sie mal nicht....ich zitiere hier mal meinen Berufsschullehrer: "Und wenn Sie sich über die miesen Gehälter beschweren wollen, dann gehen Sie erst mal eine Tür weiter, da sitzen die Friseure, die bekommen noch weniger."
Das war 1987, ich bekam im ersten Ausbildungsjahr 275 DM, im Zweiten 325 DM und im Dritten- da gabs dann zwischenzeitlich mal eine Erhöhung- 400 DM. Sie sehen- auch bei den Anwaltsfachangestellten ist das Lohnniveau gestiegen. Aber es stimmt schon- Anwälte sind in diesem Punkt Geizhälse. Das hört auch nach der Ausbildung nicht wirklich auf. Sie haben dann zwei Möglichkeiten- machen Sie das Abitur nach, wenn Sie es noch nicht haben, und studieren Sie Jura- ich hab meine Ausbildung zwar noch nach der alten Ausbildungsordnung gemacht, aber zumindest in den ersten 1,5 Jahren des Studiums war vieles für mich "kalter Kaffee"- alles schon mal gehabt- oder Sie wechseln die Branche. Wenn Sie vielleicht gleich nach der Ausbildung in einen Betrieb im Bereich Großhandel wechseln, können Sie auch praktische Kenntnisse im Bereich Buchführung nachweisen- die fehlt den Anwaltsgehilfen nämlich, es gibt ja keine zu verkaufenden Waren- und anschließend nehmen Immoblienfirmen, Banken, Inkassobüros, Versicherungen Sie mit Kußhand.Da spreche ich aus Erfahrung! Die Abschlußprüfung sollte aber schon 2 oder besser sein. Sonst ziehen Sie den Kürzeren beim Wettbewerb mit frisch von der Uni oder FH gekommenen BWLern...
Oder- Sie bleiben im Beruf, dann könnte es allerdings wirklich passieren, daß Ihr Einkommen für eine Familie ohne staatliche Unterstützung nicht reicht.
ReNo-Fachangestellte ist kein Beruf - obwohl ich diesen Beruf gerne und mit viel Spaß erlernt habe!- in dem man viel verdient. Und man bekommt zwar leicht einen Ausbildungsplatz- weil drei Azubis das Gleiche schaffen wie eine Angestellte, aber immer noch billiger sind- aber wenn der Ausbilder einen nicht übernimmt, sind die Chancen eher nicht so gut ( zumindest hier im Bereich (Norddeutschland) ). Als Grundlage für andere Tätigkeiten ja, als lebenslange Tätigkeit- eher nicht.
Übrigens- zu meiner Zeit fanden sogar die Abschlußprüfungen sowie die Seminare zur Prüfungsvorbereitung an Samstagen stattt. Damit nicht soviel Arbeitszeit verlustig geht.