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Azubi-Gehälter: Topverdiener und Niedriglöhner

dapdAugen auf bei der Berufswahl: Wie weit die Löhne für deutsche Azubis auseinanderklaffen, zeigt eine neue Studie. Bauhandwerker können auf über 1300 Euro kommen, manch anderer Lehrling geht mit kaum mehr als 200 Euro nach Hause. Beim Verdienst spielt auch die Region eine Rolle.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...829500,00.html
  1. #30

    Zitat von Dr. Fuzzi Beitrag anzeigen
    Jetzt sind wir schon bei 2 Wohnungen, die ein Jugendlicher angeblich finanzieren muß. Auf welchem Mond leben Sie eigentlich?
    Auch ich habe Abitur und eine "gehobene" Ausbildung, mit Berufsschulblöcken ein paar 100 km von meiner Heimat entfernt, absolviert. Die Unterkunft im dortigen Wohnheim, zahlte der Arbeitgeber. Das ist auch heute noch oft so. "Zuhause" habe ich halt weiter bei meinen Eltern gewohnt. Wo ist da das Problem?
    Es dreht sich nicht darum, was einer "gerne möchte", sondern zunächst erst mal darum, was einer zu leisten bereit ist! Der Verdienst muß eher nebensächlich sein. Wer nur nach Verdienst seine Ausbildungsstelle sucht, darf sich über seine Zukunft nicht beschweren.
    Und wo haben Sie ihr Abitur gemacht?
    Wer heutzutage denkt, der Arbeitgeber zahle "oft" die Unterkunft in einem Wohnheim oder wo auch immer, dem ist wirklich nicht zu helfen.

    Der Großteil der Arbeitgeber verfolgt weiterhin das Ziel, günstige Arbeitskräfte einzusetzen und da bieten sich Auszubildende mitunter ideal an. Denken Sie wirklich, Auszubildende werden in den kleinen wie auch großen Unternehmen anders behandelt, als vollwertige Arbeitskräfte? Mitnichten!
    Auszubildende verrichten die gleichen Arbeiten, mit dem kleinen Unterschied, keine Verträge unterzeichnen zu dürfen, oder Entscheidungen alleine zu treffen.

    Mich wundert, dass hier viele der Meinung sind, das Ausbildungsgehalt solle an hinterster Stelle stehen.
    Auszubildende werden in den meisten Fällen wie oben genannt, als normale Arbeitskraft eingesetzt. Sie arbeiten meistens die gleiche Stundenanzahl und verrichten die gleichen Arbeiten. Wenn es um das Gehalt geht, soll dann aber plötzlich so stark differenziert werden?
    Ein Unterschied muss gegeben sein, völlig richtig. Aber derartig niedrige Gehälter wie im Bericht genannt, dürften, sofern man an gesellschaftlicher Weiterentwicklung interessiert ist, nicht mehr existieren.
  2. #31

    Zitat von aggroberliner36 Beitrag anzeigen
    ...so wie ich nebenbei noch ein bisschen Jobben und man braucht nicht mal bei Mama die Hand aufhalten ;)
    Ok, Respekt...allerdings ist das mit dem "nebenbei ein bisschen jobben" für die meisten Azubis nicht drin (Einzelhandelarbeitszeiten für Azubis: Mo-Sa. - bisweilen täglich wechselnde 8h-Schicht + Pause im Fenster von7.30 Uhr bis 22.00 Uhr) und wird vom Arbeitgeber auch nicht gewünscht. Eigene Erfahrung...und von 611 Euro im Monat kann ein Großteil der Azubis im 2. Jahr netto auch nur träumen... :)
  3. #32

    -viele jugendliche haben keinen Bock auf Ausbildung und Arbeit

    - viele betriebsinhaber haben keinen bock auf ausbildung und arbeit mit den jugendlichen

    daher kommt der fachkräftemangel....


    dazu kommt, dass zumindest das handwerk zu wenig finanzielle perspektive bietet. aber ausbildungsplätze gibt es inzwischen auf grund der demographischen entwicklung genug. aber welcher jugendliche will sich schon die hände dreckig machen, bei der arbeit schwitzen und sich vielleicht noch anbrüllen lassen?

    da ist es bei vw doch einfacher
  4. #33

    Das ist eben NICHT so...

    Zitat von Hotzenplotz_ Beitrag anzeigen
    Und wo haben Sie ihr Abitur gemacht?
    Wer heutzutage denkt, der Arbeitgeber zahle "oft" die Unterkunft in einem Wohnheim oder wo auch immer, dem ist wirklich nicht zu helfen.

    Der Großteil der Arbeitgeber verfolgt weiterhin das Ziel, günstige Arbeitskräfte einzusetzen und da bieten sich Auszubildende mitunter ideal an. Denken Sie wirklich, Auszubildende werden in den kleinen wie auch großen Unternehmen anders behandelt, als vollwertige Arbeitskräfte? Mitnichten!
    Auszubildende verrichten die gleichen Arbeiten, mit dem kleinen Unterschied, keine Verträge unterzeichnen zu dürfen, oder Entscheidungen alleine zu treffen.

    Mich wundert, dass hier viele der Meinung sind, das Ausbildungsgehalt solle an hinterster Stelle stehen.
    Auszubildende werden in den meisten Fällen wie oben genannt, als normale Arbeitskraft eingesetzt. Sie arbeiten meistens die gleiche Stundenanzahl und verrichten die gleichen Arbeiten. Wenn es um das Gehalt geht, soll dann aber plötzlich so stark differenziert werden?
    Ein Unterschied muss gegeben sein, völlig richtig. Aber derartig niedrige Gehälter wie im Bericht genannt, dürften, sofern man an gesellschaftlicher Weiterentwicklung interessiert ist, nicht mehr existieren.
    Die Azubis arbeiten NICHT die gleiche Stundenzahl. Denn da gibt es noch die Berufsschule. Da sind sie bei Blockunterricht mehrere Wochen weg aus dem Betrieb. Darüber hinaus gab es bei mir in der Bank noch innerbetriebliche Kurse. Z.B. Sprachunterricht. Da gingen auch etliche Nachmittage bei drauf.

    Gleiche Arbeit verrichten sie auch nicht. Wenn jemand nach paar Wochen schon die gleiche Arbeit verrichten könnte wie ein langjähriger, erfahrener Mitarbeiter, dann bräuchte man ja keine Ausbildung. Da könnte man jeden x-beliebigen Menschen mal kurze Zeit "anlernen" und der macht dann den Job.

    Ich habe zwei Szenarien kennengelernt: Einzelhandel (bin gelernte Drogistin) und Bank. Da bin ich über zweiten Bildungsweg /Abitur/Studium) hingekommen.

    Im Einzelhandel durfte man "niedere" Arbeiten verrichten. Z.B. Straße kehren usw. In der Bank ist die Tätigkeit so anspruchsvoll, daß die Azubis meistens auch nur sowas wie Ablage machen oder leichte, administrative Arbeiten. Näheres Einarbeiten hat sich kaum gelohnt, weil sie nach paar Wochen schon wieder die Abteilung gewechselt haben.

    In welcher Welt leben Sie eigentlich ?
  5. #34

    inhaltlich ist der beitrag nur abgestandener , kalter kaffee...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Augen auf bei der Berufswahl: Wie weit die Löhne für deutsche Azubis auseinanderklaffen, zeigt eine neue Studie. Bauhandwerker können auf über 1300 Euro kommen, manch anderer Lehrling geht mit kaum mehr als 200 Euro nach Hause. Beim Verdienst spielt auch die Region eine Rolle.

    Azubi-Gehälter: Top-Verdiener und Niedriglöhner - SPIEGEL ONLINE
    im ersten lehrjahr bekam ich weniger als 100 DM im monat, da fing der betonbauer mit mindestens 375 DM an. von den vergütungen der banklehrlinge ganz zu schweigen.
    also was soll das gejammer um lehrlingsvergütungen, es ist heute so wie schon vor 40 jahren. es gab schon immer brangen die gut und andere die schlecht zahlten und daran wird sich auch nichts ändern, genauso wenig wie sich gehälter regional unterscheiden.
  6. #35

    .

    Zitat von spargel_tarzan Beitrag anzeigen
    im ersten lehrjahr bekam ich weniger als 100 DM im monat, da fing der betonbauer mit mindestens 375 DM an. von den vergütungen der banklehrlinge ganz zu schweigen.
    also was soll das gejammer um lehrlingsvergütungen, es ist heute so wie schon vor 40 jahren. es gab schon immer brangen die gut und andere die schlecht zahlten und daran wird sich auch nichts ändern, genauso wenig wie sich gehälter regional unterscheiden.
    Während Azubis sich um die Höhe ihrer Gehälter streiten, dürfen Studenten Studiengebühren zahlen und sich auch noch auf eine ungewisse Zukunft einstellen. Schon mal dran gedacht! Die Azubis sollen froh sein, dass sie überhaupt etwas verdienen!
  7. #36

    es ist wieder soweit

    Zitat von .sagittarius. Beitrag anzeigen
    Während Azubis sich um die Höhe ihrer Gehälter streiten, dürfen Studenten Studiengebühren zahlen und sich auch noch auf eine ungewisse Zukunft einstellen. Schon mal dran gedacht! Die Azubis sollen froh sein, dass sie überhaupt etwas verdienen!
    Scherzle gmacht?
    Der durchschnittliche Azubi fängt mit 16 an zu lernen, wo der zukünftige Abiturient noch drei Jahre bis zu seinem Abschluss hat. Ist der angehende Student mit seiner Ausbildung fertig, der ehemalige Azubi hat vielleicht schon seinen Meister gemacht und bis zu der Zeit schon einiges geleistet. Wo der ehemalige Student grade mal auf die Idee kommt irgendwas ganz langsam von geldwerter Leistung zu bringen.
    Hätte der Student was gescheites gelernt, er müsste sich nicht in einer wackligen Zukunft sehen. Den Spruch andersrum hauen die Besserverdiendenden denen ohne Studium wahnsinnig gerne um die Ohren. Ich möchte das hiermit an Sie zurückgeben.
  8. #37

    Komisch...

    Zitat von xdz Beitrag anzeigen
    Nein, das ist nicht "oft so". Schon vor 15 Jahren, als ich gelernt habe, musste ich doppelt Miete zahlen. In meinem Wohnort habe ich keinen Ausbildungsplatz gefunden (ja, ich hatte einen bestimmten Wunsch und habe nicht auf die "ältere Generation" gehört..."gehste halt aufn Bau"). So musste ich in eine größere Stadt ca. 100km weg von zu Hause in ein WG-Zimmer. Die Berufsschule war dann in der Landeshauptstadt turnusmäßig 1-2 Wochen pro Monat mit Internatskosten verbunden. Die hat der AG leider nicht übernommen. Trotzdem ging das mit 600-800 DM Lehrlingsgeld problemlos und es blieb mehr als nur für ein Feierabendbier übrig ;) Irgendwie sogar mehr als jetzt... studiert, Job, 2 Kinder...
    Ich bin nach dem Abi werktags 200 km (hin-und-zurück) an die LMU gependelt und das war billiger als ein WG-Zimmer in München. Ging auch. Und als Student bekommt man keinen Lohn fürs Lernen (und ich auch kein Bafög).
  9. #38

    Alles soooooo schlimm...

    Zitat von ditor Beitrag anzeigen
    Leider wird bei "Auszubildenden" immer noch automatisch von Jugendlichen Berufseinsteigern ausgegangen. Wir leben bekanntermaßen in Zeit in denen Neuorientierung auch während des Berufslebens nötig sein kann und nicht nur am Anfang. Dementsprechend sollten auch Ausbildungsbedingungen angepasst werden.
    Sprüche wie "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" und "Wir damals..." halten uns dabei nur in der Entwicklung auf und schaden der gesellschaftlichen Weiterentwicklung.
    Und was wollen Sie damit sagen? Dass Sie zur 'gesellschaftlichen Weiterentwicklung' (mein Gott, was für eine hohle Phrase!) ein Mindestgehalt von 1500 € für alle Auszubildenden fordern, damit jeder 45jährige noch einmal neu anfangen und eine Ausbildung zum Florist machen kann?

    Lebenslanges Lernen heisst doch nicht, dass Sie Ihr Leben als Permanentazubi verbringen sollen, sondern dass Sie später, wenn Sie in Ihrem Beruf arbeiten, bereit sein müssen, sich mit geänderten technischen, organisatorischen oder sonstigen Anforderungen auseinander zu setzen.
    Und was das mit der Situation eines 18jährigen Azubis zu tun haben soll, kann ich mir nun beim besten Willen nicht erklären.

    Davon ganz abgesehen: die meisten Azubis, die ich kenne - beruflich und privat (mein Sohn ist gerade in der Ausbildung) -, kommen prima mit ihrer beruflichen, geografischen und finanziellen Situation klar.

    Insofern kann ich das ganze Wehklagen in diesem Thread nicht so ganz nachvollziehen. Sieht mir eher nach dem typisch deutschen Dauerwehklagen aus, da die Welt ja sooooo schlecht ist...
  10. #39

    .

    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Scherzle gmacht?
    Der durchschnittliche Azubi fängt mit 16 an zu lernen, wo der zukünftige Abiturient noch drei Jahre bis zu seinem Abschluss hat. Ist der angehende Student mit seiner Ausbildung fertig, der ehemalige Azubi hat vielleicht schon seinen Meister gemacht und bis zu der Zeit schon einiges geleistet. Wo der ehemalige Student grade mal auf die Idee kommt irgendwas ganz langsam von geldwerter Leistung zu bringen.
    Hätte der Student was gescheites gelernt, er müsste sich nicht in einer wackligen Zukunft sehen. Den Spruch andersrum hauen die Besserverdiendenden denen ohne Studium wahnsinnig gerne um die Ohren. Ich möchte das hiermit an Sie zurückgeben.
    Komisch, mir kommt es nur so vor, dass ein Studium anstrengender ist als eine Ausbildung oder der Job selbst. Aber als berufstätiger, ehemaliger Student kann ich da aber gemäß Ihrer Meinung ohnehin nicht mitreden. Schließlich kann ich ja schlecht beurteilen, welche Anforderungen ein Studium und eine Arbeitstätigkeit mit sich bringen.
    Wenn alle Azubis so leistungsbereit wären, wie sie hier darstellen, hätten sie bestimmt ein paar Jahre mehr in ihre Ausbildung gesteckt, um den dummen Besserverdienenden mit Studium Paroli bieten zu können. Dann könnte man auch hier im Forum - auch wenn man eine Hochschule nie von innen gesehen hat - mit besseren Argumenten aufwarten. Sie können ja auch mal ein paar Azubis beauftragen eine wissenschaftliche Arbeit zu erstellen. Mal sehen wer dann mehr leisten kann: Der dumme, faule Student oder der intelligente, leistungsbereite Azubi...








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