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Azubi-Gehälter: Topverdiener und Niedriglöhner

dapdAugen auf bei der Berufswahl: Wie weit die Löhne für deutsche Azubis auseinanderklaffen, zeigt eine neue Studie. Bauhandwerker können auf über 1300 Euro kommen, manch anderer Lehrling geht mit kaum mehr als 200 Euro nach Hause. Beim Verdienst spielt auch die Region eine Rolle.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...829500,00.html
  1. #10

    ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Augen auf bei der Berufswahl: Wie weit die Löhne für deutsche Azubis auseinanderklaffen, zeigt eine neue Studie. Bauhandwerker können auf über 1300 Euro kommen, manch anderer Lehrling geht mit kaum mehr als 200 Euro nach Hause. Beim Verdienst spielt auch die Region eine Rolle.

    Azubi-Gehälter: Top-Verdiener und Niedriglöhner - SPIEGEL ONLINE
    Ach was? Was nutzt einem Azubi ein "hohes" Ausbildungsgeld, wenn sich nach dieser Ausbildung das Gehalt im unteren Mittelfeld wiederfindet?
    Hier wird wieder einmal suggeriert, dass die bestbezahlten Berufe da liegen, wo auch ein hohes Ausbildungsgehalt gezahlt wird. Das ist aber nicht zwingend so!
    Was also, soll das?
  2. #11

    Zitat von CommonSense2006 Beitrag anzeigen
    Moment mal, seit wann besteht denn der Anspruch auf eigene Wohnung schon während der Lehre? In meiner Jugendzeit haben die Lehrlinge alle noch zu Hause gewohnt, ausser die Banklehrlinge, die konnten sich vielleicht eine kleine 1-Zimmerwonung oder ein WG-Zimmer leisten, alle anderen wurden von Mutti mitbekocht, haben dafür vielleicht einen kleinen Obulus gegeben und hatten den Rest als Taschengeld fürs Moped, Feierabendbier und Klamotten zur Verfügung.

    Lehrjahre sind wirklich keine Herrenjahre.
    Oh mann. Zuhause wohnen geht ja nur, wenn der Ausbilsungsplatz in der Nähe ist....
  3. #12

    Zitat von CommonSense2006 Beitrag anzeigen
    Moment mal, seit wann besteht denn der Anspruch auf eigene Wohnung schon während der Lehre? In meiner Jugendzeit haben die Lehrlinge alle noch zu Hause gewohnt, ausser die Banklehrlinge, die konnten sich vielleicht eine kleine 1-Zimmerwonung oder ein WG-Zimmer leisten, alle anderen wurden von Mutti mitbekocht, haben dafür vielleicht einen kleinen Obulus gegeben und hatten den Rest als Taschengeld fürs Moped, Feierabendbier und Klamotten zur Verfügung.

    Lehrjahre sind wirklich keine Herrenjahre.
    Ah in ihrer Jugendzeit, verstehe, wissen Sie, nicht jeder möchte Kloaken reinigen oder in der Küche stehen. Wir haben weit über 800 Ausbildungsberufe, für ein Großteil der Berufe benötigt man zwei Wohnungen. Es fängt damit an das es a) eins bis zwei Schulen Deutschlandweit gibt und b) die Industrie sich Hauptsächlich auf den Land konzentriert (chemische Industrie, alleine in Sachsen bildet über 2000 Azubis aus). Für gehobene Ausbildungen benötigt man in der Regel schon lange ein Abitur, ob man da immer noch gerne zuhause Leben möchte während man Vollzeit arbeitet? Geschweige davon dass das duale Studium schon lange auf den Vormarsch ist, ebenfalls das gleiche Problem Uni hier und Firma da.
  4. #13

    Lebenslanges Lernen

    Leider wird bei "Auszubildenden" immer noch automatisch von Jugendlichen Berufseinsteigern ausgegangen. Wir leben bekanntermaßen in Zeit in denen Neuorientierung auch während des Berufslebens nötig sein kann und nicht nur am Anfang. Dementsprechend sollten auch Ausbildungsbedingungen angepasst werden.
    Sprüche wie "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" und "Wir damals..." halten uns dabei nur in der Entwicklung auf und schaden der gesellschaftlichen Weiterentwicklung.
  5. #14

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Augen auf bei der Berufswahl: Wie weit die Löhne für deutsche Azubis auseinanderklaffen, zeigt eine neue Studie. Bauhandwerker können auf über 1300 Euro kommen, manch anderer Lehrling geht mit kaum mehr als 200 Euro nach Hause. Beim Verdienst spielt auch die Region eine Rolle.

    Azubi-Gehälter: Top-Verdiener und Niedriglöhner - SPIEGEL ONLINE
    Warum wird nicht erwähnt, dass bei den Bauhandwerkern nach der Lehre nicht mehr viel hinzukommt?
    Wieder ein Versuch des Spiegel Neid zu schüren?
  6. #15

    ..............

    Zitat von dorpf Beitrag anzeigen
    Oh mann. Zuhause wohnen geht ja nur, wenn der Ausbilsungsplatz in der Nähe ist....
    was wäre denn in der Nähe, ums Eck??
  7. #16

    Och Joh!

    Zitat von Mathe-Freak Beitrag anzeigen
    Ah in ihrer Jugendzeit, verstehe, wissen Sie, nicht jeder möchte Kloaken reinigen oder in der Küche stehen. Wir haben weit über 800 Ausbildungsberufe, für ein Großteil der Berufe benötigt man zwei Wohnungen. Es fängt damit an das es a) eins bis zwei Schulen Deutschlandweit gibt und b) die Industrie sich Hauptsächlich auf den Land konzentriert (chemische Industrie, alleine in Sachsen bildet über 2000 Azubis aus). Für gehobene Ausbildungen benötigt man in der Regel schon lange ein Abitur, ob man da immer noch gerne zuhause Leben möchte während man Vollzeit arbeitet? Geschweige davon dass das duale Studium schon lange auf den Vormarsch ist, ebenfalls das gleiche Problem Uni hier und Firma da.
    Jetzt sind wir schon bei 2 Wohnungen, die ein Jugendlicher angeblich finanzieren muß. Auf welchem Mond leben Sie eigentlich?
    Auch ich habe Abitur und eine "gehobene" Ausbildung, mit Berufsschulblöcken ein paar 100 km von meiner Heimat entfernt, absolviert. Die Unterkunft im dortigen Wohnheim, zahlte der Arbeitgeber. Das ist auch heute noch oft so. "Zuhause" habe ich halt weiter bei meinen Eltern gewohnt. Wo ist da das Problem?
    Es dreht sich nicht darum, was einer "gerne möchte", sondern zunächst erst mal darum, was einer zu leisten bereit ist! Der Verdienst muß eher nebensächlich sein. Wer nur nach Verdienst seine Ausbildungsstelle sucht, darf sich über seine Zukunft nicht beschweren.
  8. #17

    Zitat von CommonSense2006 Beitrag anzeigen
    Moment mal, seit wann besteht denn der Anspruch auf eigene Wohnung schon während der Lehre? In meiner Jugendzeit haben die Lehrlinge alle noch zu Hause gewohnt, ausser die Banklehrlinge, die konnten sich vielleicht eine kleine 1-Zimmerwonung oder ein WG-Zimmer leisten, alle anderen wurden von Mutti mitbekocht, haben dafür vielleicht einen kleinen Obulus gegeben und hatten den Rest als Taschengeld fürs Moped, Feierabendbier und Klamotten zur Verfügung.

    Lehrjahre sind wirklich keine Herrenjahre.
    Ja, Anno Tobak suchte ich der Meister die Lehrlinge auch noch von der Schulbank aus. Heute müssen Jugendliche allerdings Bundesweit mobil sein um einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Besonders wenn man nunmal nicht "nur" als Maurer oder Frisör um die Ecke lernen möchte.
  9. #18

    Zitat von Dr. Fuzzi Beitrag anzeigen
    Jetzt sind wir schon bei 2 Wohnungen, die ein Jugendlicher angeblich finanzieren muß. Auf welchem Mond leben Sie eigentlich?
    Auch ich habe Abitur und eine "gehobene" Ausbildung, mit Berufsschulblöcken ein paar 100 km von meiner Heimat entfernt, absolviert. Die Unterkunft im dortigen Wohnheim, zahlte der Arbeitgeber. Das ist auch heute noch oft so. "Zuhause" habe ich halt weiter bei meinen Eltern gewohnt. Wo ist da das Problem?
    Nein, das ist nicht "oft so". Schon vor 15 Jahren, als ich gelernt habe, musste ich doppelt Miete zahlen. In meinem Wohnort habe ich keinen Ausbildungsplatz gefunden (ja, ich hatte einen bestimmten Wunsch und habe nicht auf die "ältere Generation" gehört..."gehste halt aufn Bau"). So musste ich in eine größere Stadt ca. 100km weg von zu Hause in ein WG-Zimmer. Die Berufsschule war dann in der Landeshauptstadt turnusmäßig 1-2 Wochen pro Monat mit Internatskosten verbunden. Die hat der AG leider nicht übernommen. Trotzdem ging das mit 600-800 DM Lehrlingsgeld problemlos und es blieb mehr als nur für ein Feierabendbier übrig ;) Irgendwie sogar mehr als jetzt... studiert, Job, 2 Kinder...
  10. #19

    Och Joh!

    Zitat von chramb Beitrag anzeigen
    Ja, Anno Tobak suchte ich der Meister die Lehrlinge auch noch von der Schulbank aus. Heute müssen Jugendliche allerdings Bundesweit mobil sein um einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Besonders wenn man nunmal nicht "nur" als Maurer oder Frisör um die Ecke lernen möchte.
    Ich habe niemals einen Meister gesehen, der derartig seine Lehrlinge aussuchte. Im Gegenteil, ich kenne z.B. viele sehr renommierte Metzgereien, die jahrzehntelang nicht einen einzigen Lehrling finden konnten, obwohl diese permanent beim Arbeitsamt gemeldet waren. Die machen jetzt alle, mangels Nachfolger, nach und nach dicht, denn es ist ja angenehmer in einer festen 40-Stundenwoche in der Fleischfabrik zu arbeiten.

    Auch anno dazumal mussten Jugendliche Bundesweit mobil sein, wenn sie einen modernen und innovativen Berufszweig erlernen wollten. So war seinerzeit (1978) noch nicht mal das Berufsbild des IT-Kaufmanns durch die IHK fix definiert, als ich dieses Lehre begann. Sicherheitshalber parallel mit dem genauso neuen Fernstudium.

    In dieser Beziehung hat sich rein gar nichts geändert. Eher im Gegenteil, denn im Gegensatz zu heute, gab es anno dazumal einen Ausbildungsplatzmangel!








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