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Awá-Stamm in Brasilien: Verdrängt, bedroht, ermordet

Survival International/ Domenico PuglieseWenn Rinderzüchter, Holzfäller und Goldsucher in den Regenwald ziehen, sind die Ureinwohner die Leidtragenden. Für die Awá in Brasilien ist die Lage besonders dramatisch: Menschenrechtler berichten von Mord-Anschlägen, den Kampf um ihr Land drohen sie zu verlieren.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...829406,00.html
  1. #50

    Zitat von Dumme Fragen Beitrag anzeigen
    Ist es liberal, indigene Völker auszurotten? Sicherlich nicht! Also erwarte ich von den verantwortlichen Ministern, dass sie in Brasilien anrufen und Dampf machen!
    Genau wie bei uns machen nicht die Politiker Politik, sondern letztendlich Konzerne, Mächtige, Lobbyisten etc. die wiederum die im Zweifel Politiker stellen.
    Dort wo viel Geld zu verdienen ist umso mehr und umso Gnadenloser.

    Mal als Bsp. diese Vita :

    Blairo Maggi

    und dadurch erklärt sich auch das Ende dieses Lebenslaufes:

    Dorothy Stang
    Geändert von ( um Uhr)
    Mit schönen Grüssen aus Hamburg/Barmbek
    falls diese Nachricht ins Forum gelangt
  2. #51

    Die Menschheit passt auf Malle

    Zitat von MrStoneStupid Beitrag anzeigen
    7 Milliarden Menschen müssten überhaupt kein Problem sein, die könnten in nur ein paar Tausend Städten leben mit sehr viel Platz für die Natur. Die Konzentration ist Städten ist verkehrspolitisch klug, spart viel Geld und Infrastruktur. Mit mehr Qualität, Nachhaltigkeit, weniger Konsumwahn und Ökoenergienutzung können 7 Milliarden Menschen problemlos in Wohlstand leben. Das Problem ist also nicht so sehr die Anzahl der Menschen, sondern dass zu viele schlechte Menschen in Machtpositionen sind (Kriege und Ausbeutung anstatt gemeinsame Verbesserung der Erde). (imho)
    trotzdem schließe ich mich eher dem anderen Foristen an. Ihre Ballungsgebiete bieten unbestreitbar diverse Vorteile.

    Aber ganz ehrlich, ab einer gewissen Menschenmenge kriege ich Plaque. Millionenstädte sind mir heute schon, zumindest auf Dauer, ein Graus. "Ihre " vorgeschlagenen Städte hätten dann also Minimum 5 mio Einwohner, vielleicht aber auch 10 mio aufwärts.
    Ich glaub ich würde Amok laufen und wäre nicht der Einzige.

    Weniger Konsumwahn? Da bin ich bei Ihnen, allerdings bleibt das eine Utopie die, wenn überhaupt, erst nach einem großen Knall Realität werden könnte.
  3. #52

    Wenn der Kapitalismus zuschlägt, muß...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn Rinderzüchter, Holzfäller und Goldsucher in den Regenwald ziehen, sind die Ureinwohner die Leidtragenden. Für die Awá in Brasilien ist die Lage besonders dramatisch: Menschenrechtler berichten von Mord-Anschlägen, den Kampf um ihr Land drohen sie zu verlieren.

    Awá-Stamm*in Brasilien: Verdrängt, bedroht, ermordet - SPIEGEL ONLINE
    ..selbst die Natur und deren Bewohner weichen ! In unsere heutigen Gesellschaft, wo Menschen sich nach Größe ihres Autos, ihrer Wohnung, ihrem Einkommen und ihrem Sozialen Status bewerten, hat die Natur und deren Bewohner nichts mehr zu suchen. Und so lange irgendjemand eine Marktvorteil darin sieht, einem Stamm seine Umwelt zu rauben, wird es andere geben, die für Geld dafür sorgen, das dies geschieht.

    Und irgendwann hat die Gier nach mehr Geld uns unsere Umwelt zerstört. Aber wie sagte Albert Einstein so gut:"Es gibt zwei Konstante iin unserem Leben. Die Dummheit und das Universum. Wobei ich mir bei zweitem nicht sicher bin !"

    Und solange es Leute gibt, die ihr Leben nach ihrem Geld bewerten, das sie haben, statt darauf zu achten, das sie eine lebenswerte Welt um sich haben, gebe ich Einstein hiermit Recht.
  4. #53

    Vor allem wenn der Spiegelartikel zugigt dass die Mehrheit der Awa durchaus die Vorzüge der westlichen Zivilisation (Jeans und mp3 Spieler) geniesst und nur eine Minderheit gemäß den Fotos naturromantisch (sprich: neolithisch) lebt.
    Hier in den USA ist es noch schlimmer. Es gibt nicht einmal naturromantische/neolithische Stämme mehr, und dennoch genießen sie allerlei Sonderrechte - steuerfreiheit, kostenlose Gesundheitspflege, einige Drogengesetze gelten für sie nicht, sie sind die einzigen die in meisten Bundesstaaten Kasinos betreiben dürfen etc. Sie haben auch angeblich "traditionelle" Jagd- und Angelsonderrechte aber freilich schiessen sie die Tiere mit Gewehren und fahren die Kadaver mit Pickups rum statt zu Fuß und mit Pfeil und Bogen zu jagen.
    Letzendlich hat sich diese Sonderbenandlung nicht als sehr positiv für die Indianer erwiesen, aber die US-Demokraten sehen nur mehr Sonderrechte als Abhilfe. Ich denke das Gegenteil: jegliche Sonderbehandlung abschaffen und Indaner wie jeden anderen Staatsbürger ansehen - nicht mehr und nicht weniger.
    Dasselbe sollte in Brasil auch passieren. Jäger/Sammlerlebensweise ist nicht mit dem 21. Jhd. vereinbar und diese Stämme küstlich in der Steinzeit zu halten, als ob sie wilde Tiere wären, ist auch unethisch. Also jegliche Sonderbehandlung soll langfristig abgeschafft werden. Die Awa und andere die schon teilweise modern leben sind kein Problem, aber die noch steinzeitlich lebenden Indaner soll Zeit gegeben werden sich anzupassen.
  5. #54

    Tierbestände sehr stark dezimiert

    Zitat von Citizen of Dis Beitrag anzeigen
    ... Sie haben auch angeblich "traditionelle" Jagd- und Angelsonderrechte aber freilich schiessen sie die Tiere mit Gewehren und fahren die Kadaver mit Pickups rum statt zu Fuß und mit Pfeil und Bogen zu jagen.
    .
    Schon mal daran gedacht, dass das schon deshalb notwendig ist, weil
    die Weißen durch ihren widerlich verschwenderischen Lebensstil die Tierbestände sehr stark dezimiert haben.

    Es scheint mir zynisch zu fordern, dass die US-Indianer mit Pfeil und Bogen und "zu Fuß" jagen sollen. Dadurch würden sie noch mehr geschwächt. Sie sind bereits in dieser schlechten Lage, weil die gewaltberweiten Weißen sich um Tier- und Pflanzenwelt und deren Freunde nie scherten und auch heute nicht scheren.
  6. #55

    Die Städte der Zukunft

    Zitat von nebenjobber Beitrag anzeigen
    Aber ganz ehrlich, ab einer gewissen Menschenmenge kriege ich Plaque. Millionenstädte sind mir heute schon, zumindest auf Dauer, ein Graus. "Ihre " vorgeschlagenen Städte hätten dann also Minimum 5 mio Einwohner, vielleicht aber auch 10 mio aufwärts.
    7 Milliarden Menschen kann man in z.B. 7000 Städten mit durchschnittlich je einer Million Einwohner unterbringen und weil es sicher auch größere Städte geben wird, wird es dann auch kleinere geben. Die Städte der Zukunft sind viel schöner als heute, mit mehr Grünzeugs, Parks und vielen Tieren. Dank Elektroautos und Ökoenergie Ruhe und frische Luft. Sicher wird es auch Genehmigungen zum Wohnen außerhalb der Städte geben aber die Mehrheit wird freiwillig in den Städten leben wollen. Die Städte können zum Rand hin lockerer sein und viele Einfamilienhäuser haben - in etliche Dörfern wohnt man heutzutage enger. (imho)
  7. #56

    Zitat von cosmicspirit Beitrag anzeigen
    Schon mal daran gedacht, dass das schon deshalb notwendig ist, weil
    die Weißen durch ihren widerlich verschwenderischen Lebensstil die Tierbestände sehr stark dezimiert haben.
    Nicht schon wieder das Märchen von bösen Weissen die Tiere ausrotten und braven Indianern die im Einklang mit der Natur leben. Was meinst du wer fast alle große Säugetiere in Nordamerika ausgerottet hat, Jahrhunderte und Jahrtausende vor Kolumbus?
    Es scheint mir zynisch zu fordern, dass die US-Indianer mit Pfeil und Bogen und "zu Fuß" jagen sollen.
    Wieso denn? Еs scheint mit heuchlerish zu sagen die Indianer sollen die einzigen sein die in Gebiet X jagen und fischen dürfen weil das angeblich ihre traditionellen Jagdgründe sind und auch notwendig sind weil sie traditionell leben usw. und dann ihnen erlauben mit modernsten, statt traditionellen, Mitteln zu jagen.
    Dadurch würden sie noch mehr geschwächt.
    Man soll von dieser Ideologie der Sonderrechte und Sonderbehandlung abkommen. Man hat das so "white guilt" wegen seit über 40 Jahren so gemacht und es hat sich als nicht erfolgreich erwiesen, ausser ein Paar Stämme die erfolgreiche Monopolkasinos betreiben und sehr reich geworden sind. Das heißt, die Sonderbehandlung der Indianer ergibt sehr reiche Kasinoindianer und sehr arme Nichtkasinoindianer. Meine Lösung ist jegliche Sonderbehandlung abshcaffen und Indianer wie jeden anderen Amerikaner behandeln - nicht mehr und nicht weniger. Leider ist das zur Zeit nicht sehr politisch korrekt weil "white guilt" immer noch viel Anklang findet.

    Sie sind bereits in dieser schlechten Lage, weil die gewaltberweiten Weißen sich um Tier- und Pflanzenwelt und deren Freunde nie scherten und auch heute nicht scheren.
    Unsinn. Die US-Indianer sind seit Jahrhunderten schon keine Jäger-Sammler mehr (einige betrieben schon vor Kolumbus neolithische Landwirtschaft). Die Jagdprivilegien brauchen sie also nicht zum überleben.
    Die meisten Stämme sind in so einer schlechten Lage weil sie legal anders behandelt werden wie andere Amerikaner. Die meisten Indianer selber wollen es zwar so, aber es ist eine wirklich schlechte
  8. #57

    politische Strategie.

    Um zurück zu den Awa zu kommen, die traditinelle Jäger/Sammler Lebensweise ist nicht dauerhaft zu halten und wenn man sie künstlich auf Leben erhalten will verkommen die Reservate zu Menschenzoos.
    Und auf "traditionellen" Sonderrechten zu beharren wenn die Menschen nicht traditionell leben ist auch nicht gut wie die Erfahrung mit US-Indianern zeigt.








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