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Autounfälle im Bild: "Das hat mit Kunst nichts zu tun"

Thomas Gaulke / GeraMond VerlagGeschieht ein Unglück, drückt er ab: Thomas Gaulke fotografiert seit über 30 Jahren Unfälle. Seine Fotos zeigt er nun in einem Bildband. Im Interview spricht er über den Vorwurf der Geschmacklosigkeit - und erklärt, wie man einen Elefanten rettet.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...827393,00.html
  1. #1

    Haken

    Auch wenn man sich gerne über Pannen amüsiert, aber Pressefotografie an Unfallorten finde ich ziemlich daneben. Was hier gezeigt wird, sind ein paar relativ harmlose entgleisungen.
    Tatsächlich fallen solche Fotografen gerne damit auf, dass sie sich zwischen Einsatzkräfte drängen und auch kein Problem damit haben, verstümmelte Opfer abzulichten - ja gar sich in solch ein Unfallwrack einfach hineinzusetzen. Als Einsatzkraft erlebt man dies täglich mit und ist einfach nur angewidert, von einer derartiken Sensationsgeilheit.

    Fotos braucht man von solchen Schadensereignissen nicht zu machen. Das erledigt die Polizei schon selbst. Und diese benutzen diese dann wenigstens noch zur Aufklärung und Ermittlung.

    Ziemlich daneben sowas!
  2. #2

    Schrott - Autos wie Fotos!

    Die Fotos sind wirklich absolut unterirdisch. Neben der perfiden Sensationsgeilheit noch nicht mal anständig in Szene gesetzt. Daher kaum betrachtenswert. Aber diskutiert wird drüber - daher wohl Ziel erreicht...
  3. #3

    Kunst im Alltag

    Die gezeigten Fotos haben für meinen Geschmack nichts besonderes an sich.

    Vor einigen Jahre hat man in einem schweizer Polizeiarchiv zahlreiche Unfallfotos gefunden, denen man tatsächlich eine gewisse Ästhetik nicht absprechen kann. Sie waren das Resultat eines schweizer Polizisten, der jeweils für die Polizeiarbeit in den 50er-Jahren die Unfallorte fotografierte. Dabei entwickelte der Polizist (sein Name ist mir leider entfallen) einen Sinn für gute Bildkompositionen. Nach Jahrzehnten entdeckte man diese Bilder wieder und sie wurden in der Zwischenzeit auch veröffentlicht. Für mich scheint es, als ob der interwiete Fotograf diesem Polizisten nacheifert, allerings erreicht er dessen Niveau bei weitem nicht.
  4. #4

    ein schweizer polizist hat es vorgemacht..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Geschieht ein Unglück, drückt er ab: Thomas Gaulke fotografiert seit über 30 Jahren Unfälle. Seine Fotos zeigt er nun in einem Bildband. Im Interview spricht er über den Vorwurf der Geschmacklosigkeit - und erklärt, wie man einen Elefanten rettet.

    Autounfälle im Bild: "Das hat mit Kunst nichts zu tun" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto
    und schon vor einigen jahren bilder aus seinem reichhaltigen fundus gezeigt. die haben sogar fotografischen wert, was man von diesen buntbildern nicht gerade behaupten kann.
  5. #5

    Der Schweizer Polizeifotograf heißt Arnold Odermatt

    Vor einigen Jahre hat man in einem schweizer Polizeiarchiv zahlreiche Unfallfotos gefunden, denen man tatsächlich eine gewisse Ästhetik nicht absprechen kann. Sie waren das Resultat eines schweizer Polizisten, der jeweils für die Polizeiarbeit in den 50er-Jahren die Unfallorte fotografierte. Dabei entwickelte der Polizist (sein Name ist mir leider entfallen) einen Sinn für gute Bildkompositionen.

    Sie haben recht, der Mann heißt Arnold Odermatt. Sein fotografisches Werk wurde quasi von seinem Sohn entdeckt. Mittlerweile sind mehrere Bücher mit seinen Bildern erschienen. Es gab Ausstellungen u.a. in Winterthur und Chikago. Außerdem war er Teilnehmer bei der 49. Biennale von Venedig. Der Mann ist ein echter Künstler. Das hat ein ganz anderes Niveau.
  6. #6

    Zitat von dr_mainhattan Beitrag anzeigen
    ... noch nicht mal anständig in Szene gesetzt. ...
    Das haben aber die Fahrer und nicht der Fotograf verbockt ;-)
  7. #7

    Arnold Odermatt war 1948 einer der ersten Polizeifotografen überhaupt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Odermatt
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Geschieht ein Unglück, drückt er ab: Thomas Gaulke fotografiert seit über 30 Jahren Unfälle. Seine Fotos zeigt er nun in einem Bildband.
    Naja ich bin da ein bischen hin und hergerissen.
    Ich glaube schon das ein ehemaliger Kollege in der Lage ist solche Situationen zu bewerten und entsprechend weiß wann er im Weg stehen könnte und ob man eine gewisse Sache jetzt ablichten sollte oder nicht.
    Gute Fotografie sieht zwar anderes aus, nur komplett geschmacklos würde ich seine Arbeit nicht nennen.
    So ein Bildband könnte vieleicht ein falsches Signal senden, da er das Fotografieren von Unfallorten irgendwie als normal erscheinen lässt.
    Seine Fotos könnte man auch zur Prävention oder zur Schulung von Rettungskräften nutzen.

    Allerdings bemerke ich immer häufiger, wie Gaffer immer dreister werden, sich mitten in die Einsatzstelle begeben, sich selbst und andere noch in Gefahr bringen und Fotos sowie Videos von Dingen machen, die eigentlich keiner sehen sollte.
    Manche Zeitgenossen haben nicht mal ein Problem damit, jemanden abzulichten der gerade elendig verreckt.
    Mir fallen dabei hauptsächlich junge Menschen auf, meist mit dem Smartphone im Anschlag.
    Da werden Sichtschutzplanen entfern oder zerstört, Leute bleiben mitten auf der Straße stehen oder stapfen auch mal in den Notarztkoffer wenn man dadurch bessere Sicht hat.
    Als Helfer ist man oftmals zu beschäftigt um sich dann noch um die Störenfriede zu kümmern.


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