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Autonomie-Referendum 2014: Cameron lässt den Schotten die Qual der Wahl

REUTERSDer Weg für das Referendum über Schottlands Unabhängigkeit ist frei: Im Herbst 2014 können die Schotten ihre Union mit England beenden. Die Mehrheit der Schotten muss jedoch erst noch überzeugt werden. Sie wollen zwar mehr regionale Kompetenzen - aber keinen Bruch mit dem Süden.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-861410.html
  1. #1

    Hurra EU

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Weg für das Referendum über Schottlands Unabhängigkeit ist frei: Im Herbst 2014 können die Schotten ihre Union mit England beenden. Die Mehrheit der Schotten muss jedoch erst noch überzeugt werden. Sie wollen zwar mehr regionale Kompetenzen - aber keinen Bruch mit dem Süden.

    Autonomie-Referendum: Cameron lässt Schottland die Qual der Wahl - SPIEGEL ONLINE
    Das ist ein Zeichen wie gut es in Europa mit der Zusammenarbeit wirklich funktioniert.
    Einige sehr arme Länder wollen in die EU aufgnommen werden und andere übermütige Teilländer haben die Bestrebungen ihr Land den Rücken zu kehren.
    Solche Bestrebungen gab und gibt es in Frankreich, Spanien GB und selbst in Deutschland wollen Bayern lieber ihr eigenes Königreich wieder neubeleben.
    Was läuft da wohl alles falsch, kann es die Eigensinnigkeit einzelner Landespolitiker sein, oder werden viele Regionen nicht mehr so richtig im Land gesamt erkannt und einbezogen, oder was sind die Gründe?
    Sind wir nun Europäer fühlen uns so und darum hat man uns auch den Friedensnobelpreis zuerkannt, oder sind wir nur ein zwangweise aufgrund der finanziellen Situation eine sogenannte Zwangsgemeinschaft?
    Politiker aller Länder sollten sich mal darüber ihre Gedanken machen, was haben sie versäumt und warum werden nicht alle Völker und Gruppen intensive mit einbezogen?
    HR
  2. #2

    Phrasendrescherei

    Eine Absage an einen EU-Mitgliedsstaat bedeutet noch lange keine Absage an die EU als solche. Das ist anhand des Beispiels Schottland, aber noch mehr in Katalonien ersichtlich. Und das Argument von "neuen Grenzen aufziehen" ist eine reine Worthülse. Denn unbeachtet der neuen Striche, die auf der Landkarte eingezeichnet werden, gibt es seit vielen Jahren geistige Grenzen, die nicht zuletzt durch zentralistische Machtbestrebungen gezogen wurden, in denen kulturelles und sprachliches Anderssein keinen Platz hat. Insofern ist Camerons Demokratieverständnis lobenswert und Lichtjahre weiter als die nationale Einigelung der spanischen Regierung.
  3. #3

    Schottland und die Unabhängigkeit...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Weg für das Referendum über Schottlands Unabhängigkeit ist frei: Im Herbst 2014 können die Schotten ihre Union mit England beenden. Die Mehrheit der Schotten muss jedoch erst noch überzeugt werden. Sie wollen zwar mehr regionale Kompetenzen - aber keinen Bruch mit dem Süden.

    Autonomie-Referendum: Cameron lässt Schottland die Qual der Wahl - SPIEGEL ONLINE
    Stellt er sich nicht dumm an so hat Cameron eigentlich recht gute Karten; die Autonomielösung die am Ende des Artikels anklingt, könnte er am Ende des Wahlkampfes noch als Trumpfkarte bringen. Die Schotten verfügen bereist über eine relativ große Autonomie(auch in sportlichen Dingen und die sind für den Nationalstolz ganz besonders wichtig) und die ökonomischen&finanziellen Argumente Salmonds stechen nicht wirklich. Unterm Strich hätten die Schotten mit der Unabhängigkeit wenig zu gewinnen. Die politischen Argumente(strategische Sicherheit Schottlands, Probleme mit der EU ecc.) sind eher Argumente für die Better Together: The patriotic all-party and non-party campaign for Scotland in the UK | Better Together Fraktion. Im Artikel werden auch Katalonien und Norditalien(Südtirol hat ebenfalls 30% Separatisten) erwähnt; dazu ein paar Anmerkungen...
    Man sollte bedenken daß die Verfassungen Englands und bsw. Spaniens(und auch Italiens) unterschiedlich sind. Defacto verbietet die 'ungeschriebene' Verfassung des United Kingdom keine Loslösung Schottlands; die Spaniens (und Italiens) tun das sehr wohl(siehe auch Link unten).
    Zitate:
    "The U.K.’s unwritten constitution, for all its merits, is no brake to Scottish independence. The Spanish constitution, verbose as it is, includes specific provisions against the independence of any of the country’s regions. These provisions would also block a vote for such a move—unless it is held in the whole of Spain, as the constitution establishes all Spaniards are holders of indivisible sovereignty."
    Catalonia Is Not Scotland - The Euro Crisis - WSJ
    Im Falle Italiens liegt die Sache also anders zumal laut Verfassung der Ministerpräsident nicht mit einer Region(oder einem LH) über die Abhaltung eines Referendums verhandeln könnte, das die Loslösung eines Teils des Landes vorsieht. Die Verfassung Italiens ist ja in dieser Sache eindeutig, "Die Republik ist unteilbar" ; Art. 5:
    "La Repubblica, una e indivisibile, riconosce e promuove le autonomie locali; attua nei servizi che dipendono dallo Stato il più ampio decentramento amministrativo; adegua i principi ed i metodi della sua legislazione alle esigenze dell'autonomia e del decentramento."
    Governo Italiano - La costituzione...
  4. #4

    Fragen über Fragen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Weg für das Referendum über Schottlands Unabhängigkeit ist frei: Im Herbst 2014 können die Schotten ihre Union mit England beenden. Die Mehrheit der Schotten muss jedoch erst noch überzeugt werden. Sie wollen zwar mehr regionale Kompetenzen - aber keinen Bruch mit dem Süden.

    Autonomie-Referendum: Cameron lässt Schottland die Qual der Wahl - SPIEGEL ONLINE
    Belgien, Katalonien, Norditalien, Südtirol, Schottland; jeder Fall ist und 'liegt' anders. Die Verfassung Italiens hat dabei mehr Ähnlichkeiten mit der Spaniens und beide unterscheiden sich grundlegend von der Englands(oder besser des United Kingdom). Und wie verhält sich die EU? Bei Konsens denke ich ist es kein großes Problem; aber bei Dissens und einem innerstaatlichen Konflikt mit einseitiger Abspaltung? Greift §4.2 Lissabon Vertrag?
    Zitat:
    "Sie achtet die grundlegenden Funktionen des Staates, insbesondere die Wahrung der territorialen Unversehrtheit, die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und den Schutz der nationalen Sicherheit. Insbesondere die nationale Sicherheit fällt weiterhin in die alleinige Verantwortung der einzelnen Mitgliedstaaten."
    Art. 4 EU - dejure.org

    Schian Gruaß...
  5. #5

    Die welt ist noch nicht reif genug

    In einer Welt von machthungrigen Politikern können die Interessen der Geselschaft einfach nicht vertreten werden.
    Solange Politiker sich nur um ihren egenen A.. sorgen machen, wird dies auch nicht möglich sein, Eine Welt zu schaffen wo jeder einzelne noch an Bedeutung hat, wird erst möglich sein wenn wir mal Vertreter haben die sich um uns wirklich kümmern, und zwar nur um uns und nicht ihren A.
    Zudem sollte man auch Staatsgründungen Willkommen heißen. Anderswo sterben Kulturen aufgrund von der Idee das ein EUROPA eine Zentralregierung braucht. Allein Aufgrund einer gemeinsamen Währung vermisse ich das Ausländische Kleingelt, was mich dann an die kleine Gemeinde in Italien oder Frankreich erinnert. Da haben uns die Gebühren fürs umtauschen auch nicht Gestört, und Billiger sind die waren auch nicht danach gewesen.
  6. #6

    Wie schön wäre es doch...

    ...wenn die Mazedonier in Griechenland, die Basken in Spanien und die Ungarn in Rumänien auch so eine Wahlmöglickeit hätten!
  7. #7

    So sieht echte Demokratie aus, Deutschland!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Weg für das Referendum über Schottlands Unabhängigkeit ist frei: Im Herbst 2014 können die Schotten ihre Union mit England beenden. Die Mehrheit der Schotten muss jedoch erst noch überzeugt werden. Sie wollen zwar mehr regionale Kompetenzen - aber keinen Bruch mit dem Süden.

    Autonomie-Referendum: Cameron lässt Schottland die Qual der Wahl - SPIEGEL ONLINE
    Die meisten Demokratien zeichnen sich dadurch aus, dass die Volksvertreter gelegentlich ihre Wähler überzeugen müssen, oder sich deren Wünschen unterordnen müssen.

    Nur die „Stupid Germans“ lassen sich von einer politischen Klasse bevormunden, die für die Ausübung der Volksvormundschaft sogar noch das Recht auf straffreie Korrumpierbarkeit durchgesetzt haben.
  8. #8

    Also meiner Meinung nach wären die Schotten tatsächlich alleine besser dran. Das Pro-Kopf-GDP von Schottland ist höher, als das vom gemeinsamen Vereinigten Königreich. Sie haben ähnlich viele Einwohner wie Norwegen und besitzen Öl, sowie einen starken Finanzplatz. Die Ölvorkommen sind zwar nur etwa halb so groß, wie derjenigen Norwegens, aber dafür schwimmen die letzteren ja auch förmlich im Geld. Eine gute Basis war das für Schottland allemal!

    Wer schon mal in Schottland war, der weiß, dass die Infrastruktur dort schlechter ist, als in England. Das gilt auch für Wales. Die abhängigen Staaten wurden über lange Zeit zweitrangig behandelt, was Investitionen angeht.
  9. #9

    Schotten-Autonomie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Weg für das Referendum über Schottlands Unabhängigkeit ist frei: Im Herbst 2014 können die Schotten ihre Union mit England beenden. Die Mehrheit der Schotten muss jedoch erst noch überzeugt werden. Sie wollen zwar mehr regionale Kompetenzen - aber keinen Bruch mit dem Süden.

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    Prinzipiell ist mir egal wie die Schotten entscheiden. Aber bedenken sollten sie, dass sie mom. EU Buerger sind. Ist Schottland unabhaengig braucht es eine eigene Waehrung und muss saemltliche Handelsbeziehungen neu aushandeln, da ein unabhaengiges Schottland zunaechst kein EU Mitglied ist.
    Also ersmal keine Freizuegigkeit fuer Schotten und kein Freihandel. Auch hat Schottland keine Landgrenze zu einem anderen Land als Rest UK.
    Physisch verlegen koennen sie Schottland ja nicht, Autonomie hin oder her. D. h. ein grosser Teil der Schottischen im- und Exporte laeuft ueber UK Territorium.
    Alles kein Problem, muss aber entsprechend verhandelt werden... Und Schottland sitzt da nicht unbedingt am laengeren Hebel.








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