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Automatische Börsengeschäfte: Finanzaufsicht soll Turbo-Händler überwachen

APBinnen Sekunden verschieben sie Milliarden: Hochfrequenzhändler können mit ihren automatisch ablaufenden Programmen das Geschehen an der Börse bestimmen. Jetzt will Finanzminister Schäuble die umstrittenen Geschäfte strenger regulieren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...841380,00.html
  1. #20

    Zitat von weißbrot Beitrag anzeigen
    Fertig? So einfach?

    Es darf nur mit dem gehandelt werden, was man besitzt? Eigentum an der Sache nicht notwendig, oder doch?

    Ihnen ist schon klar, dass Sie so einen Neuwagenkauf mit selbst ausgesuchter Ausstattung unmöglich machen!?
    Es wird etwas gekauft, was noch nicht existiert, sondern vielleicht erst in 6 Monaten existieren wird.

    Es ist nicht so einfach.
    Bisher werden Neuwagen nicht im Millisekundentakt gehandelt, oder sollte mir da etwas entgangen sein ?
    Ihr Beispiel wird daher auch in 6 Monaten noch nichts mit dem Artikel zu tun haben.
  2. #21

    Zitat von SPON
    Automatische Börsengeschäfte: Finanzaufsicht soll Turbo-Händler überwachen - Binnen Sekunden verschieben sie Milliarden
    Warum nicht gleich Billiarden? Hier wird mal wieder maßlos übertrieben, aber bei dem Thema kennen wir das ja von SPON schon länger. Hat man denn keine Angst, dass die Seriösität der Print-Ausgabe darunter leidet?
  3. #22

    Hochfrequenzhandel regulieren gut, Transaktionssteuer schlecht

    Das ist ja sehr milde was Herrn Schäuble da so vorschwebt.

    Positionen müssen nicht nur für einen Mindestdauer gehalten werden (wobei man hier Zeitspanne noch diskutieren müsste), vor allem müssen Orders, d.h. Angebote für eine Mindestzeit aufrecht erhalten werden. Derzeit kann der Markt von Hochfrequenzhändlern manipuliert und ausgenutzt werden ohne dass sie einen Umsatz tätigen, dadurch entsteht ein unfairer Nachteil gegenüber dem regulären Markt. Zudem müssen die USA dass für ihre Marktplätze auch realisieren.

    Die Transaktionssteuer an sich ist wenig sinnvoll - die zahlen nämliche wir, die Bürger. Sie ist schlicht eine zusätzliche Steuer. Alle Finanzprodukte, auch Lebensversicherung und was weiß ich sind mit der Börse gekoppelt. Die Kosten für die Transaktionen werden schlicht weiter gereicht. Handelt ein Fond also munter vor sich hin kommt da schön was zusammen.

    Zudem: Spekulaten dürfen nur mit ihrem vorhanden Kapital spekulieren dürfen, einen Kapital-Hebel wie er Banken zur Kreditvergabe (die für wirtschaftliche Tätigkeiten gedacht ist) zusteht muss ihnen verwehrt werden.

    Herr Schäuble sollte die Thematik noch mal eingehender untersuchen lassen. Die Mindesthaltedauer einer Position von 0,5 Sekunden ist Kosmetik.
  4. #23

    Nonsens!

    Zitat von weißbrot Beitrag anzeigen
    Fertig? So einfach?

    Es darf nur mit dem gehandelt werden, was man besitzt? Eigentum an der Sache nicht notwendig, oder doch?

    Ihnen ist schon klar, dass Sie so einen Neuwagenkauf mit selbst ausgesuchter Ausstattung unmöglich machen!?
    Es wird etwas gekauft, was noch nicht existiert, sondern vielleicht erst in 6 Monaten existieren wird.

    Es ist nicht so einfach.
    Erstens reden wir hier von den Börsen und zweitens handelt es sich bei einem Auto ja immer noch um eine reale, anfassbare Ware, die in Einzelteilen doch schon existiert.

    Dann könnten sie auch mit der Pizza kommen, die der Pizzabäcker auch noch zusammenbasteln muß...

    Aber lassen sie uns hier keine Haare spalten, denn sie wissen was ich meine...
  5. #24

    Eiserner Besen

    Sowohl eine stärkere Regulierung des Hochfrequenzhandels als auch die geplante Steuer auf Transaktionen wären nur Augenwischerei – sie ändern nichts an dem pervertierten Börsengeschehen. Die Geschäfte selbst gehören in den Fokus, zuvorderst alle derivativen Finanzprodukte und in diesem Zusammenhang die Frage eines beschränkteren Betätigungsumfanges der Banken. Die Regierungen müssen für den Wertpapiermarkt, aber besonders für die daraus abgeleiteten Märkte neue Rahmenbedingungen schaffen – das ist die große Aufgabe, nur so lässt sich die Finanzkrake unter Kontrolle bringen.

    Unternehmen wie die EUWAX in Stuttgart oder Scoach in Frankfurt gehören auf den Prüfstand, nicht in Bezug auf ihr Weiterbestehen, doch hinsichtlich der Geschäfte, die sie betreiben – hier muss mit dem eisernen Besen gefegt werden, alle Geschäfte müssen auf ihre Zulässigkeit und auf ihre Existenzberechtigung hin untersucht werden, zum Beispiel muss das Optionsschein-Unwesen zumindest reglementiert und endlich auf eine solide rechtliche Grundlage gestellt werden. EUWAX und Scoach sind im Grunde nichts anderes als große Wettbüros – die Politik muss sich mit dem Problem auseinandersetzen, inwieweit solche Gebilde zu dem chaotischen internationalen Finanzmarkt beitragen, und die Politik muss zu Verboten kommen.

    Die Kreditfinanzierung von Staaten muss neu geordnet werden. Es hat sich schmerzlich erwiesen, dass viele Staaten ihren Rollen als Marktteilnehmer, das heißt als Begeber von Anleihen, nicht beherrschen, es fehlt die Disziplin – das hohe Überschuldungsrisiko bleibt, wenn nicht energisch dagegengesteuert wird. Es ist ungesund und auf Dauer nicht tragbar, dass der internationale Finanzmarkt im Anleihe-Bereich praktisch über die Bonität von Ländern entscheidet, indem er mit deren Schuldverschreibungen handelt wie mit einem x-beliebigen Finanzprodukt. Die gesamte Staatsfinanzierung muss in diesem Bereich neu überdacht werden – das würde im Effekt viel mehr zur Haushaltsdisziplin beitragen als irgendwelche Sparbeschlüsse, die nur auf dem Papier stehen.
  6. #25

    das Internet kennt er wohl nicht

    .... dann werden solche Transaktionen eben in London oder New York oder Singapur oder Dubai getätigt. Ist doch egal, wo der Computer steht.
    Sich über so etwas gedanken zu machen, ist reine Zeitverschwendung. Stattdessen sollte er sich mal gedanken darüber machen, wie man vernünftig mit diesen Gegenheiten umgeht.
  7. #26

    Wirtschaft?

    Zitat von psger65 Beitrag anzeigen
    So wie Menschen Preisunterschiede bei Aldi und Plus ausnutzen, so werden minimale Preisunterschiede zwischen zB. London und New York ausgenutzt, auch wenn nur eine Preisdifferenz hinter dem Komma besteht. Das ist freie Wirtschaft!!!
    Wo ist das Wirtschaft?
    Das ist Schmarotzertum auf dem Rücken derjenigen die die Realwirtschaft am laufen halten.
    Und der Vergleich mit Aldi und Plus hinkt gewaltig..
  8. #27

    Warum noch eine Regulierung ?

    Dann wird das dt. Finanzsystem wie das dt. Steuersystem: Undurchschaubar. Zumindest für die Beamten :-)
    Eine Finanztransktionssteuer würde das Problem ganz einfach lösen. Und noch etwas Geld ins Staatssäckel bringen, an Statt Geld für die "Regulierungsaufsicht" zu kosten. Gleichzeitig "Naked Shorts" verbieten, und "Covered Shorts" nur mit vorherigem Ausleihen der Papiere, mit ausdrücklicher Erlaubnis des Ausleihenden.
    Das macht es dann unmöglich, daß der Depotverwalter (die DB, z.B.) Aktien der kleinen Investoren an Shorts verleiht. Gegen Gebühr, natürlich. Und die Shorts diese Papiere dann verkaufen, um den gleichen kleinen Aktionär zu schädigen. Perverses Spiel.
    Einfache Lösungen sind immer die besten.
  9. #28

    Zitat von SpieFo Beitrag anzeigen
    ... und der automatisierte Handel läuft bestens,
    und auch nur gehebelt.

    Hahaha, hier funktinoniert der Hebel, und nicht wie bei den
    Rettungsmaßnahmen für "den Euro", wie Schäuble dazumals propagierte.

    Das Investmentbanking der DeuBa läuft doch eh schon in London, und nicht in Dtl.

    Der EURCHF bietet gute Trading-Chancen,
    sozusagen eine Gelddruckmaschine,
    und für Geld, was ich nicht habe, kriege ich sogar noch Zinsen
    (LONG-Positionen).
    Auch bei USDJPY und EURJPY!

    Hahahaha

    Kredit aufnehmen und sogar Zinsen dafür kassieren.
    Tja, Schäuble, Du hast nicht viel Ahnung.
    Schade, warst mal richtig gut.

    Happy Trading
    Schaeuble hat keine Ahnung....

    Automatisierter Handel funktioniert nur gehebelt?
    Zonk Nr 1, versteh den zusammenhang nicht. Hebelprodukte sind nur ein teil des automatisierten handels

    Die DB betreibt Investment Banking nicht in Dtl?
    Zonk Nr 2, es gibt staedte wie Frankfurt,

    Long-Positions heisst geld dass ich nicht habe bringt zinsen?
    Das ist so falsch, dass du dafuer nichtmal einen Zonk verdienst.



    Ich finde den Ansatz von Schaeuble gut, aber ich bezweifle die Erfolgschancen wenn ganz Europa nicht zusammenarbeitet. Strengere Regulierung ist notwendig, aber schon auf dem weg ( BaselIII etc).

    Wir werden sehen ob es genug ist.
  10. #29

    Zitat von littlejon Beitrag anzeigen
    Warum regulieren? Besser wäre doch ein einfaches Verbot, oder?
    Nein, erstens wäre das unmöglich zu kontrollieren (SPAM-Emails lassen sich z.B. auch nicht kontrollieren).

    Außerdem haben die Händler ja auch was Gutes, die Liquidität an den Märkten steigt - ich kann mir eine ausländische Aktie zu einem vernünftigen Preis in Deutschland kaufen und spare extreme Brokergebühren für Börsengeschäfte im Ausland. Es würde ja auch niemand Gebrauchtwagenhändler oder Immobilien-Makler verbieten wollen.


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