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Autohersteller in der Krise: GM erwägt nun doch Verkauf von Opel
Neuer Wirbel um Opel: Nach Informationen von SPIEGEL und "Auto Bild" ist der US-Mutterkonzern GM offenbar doch bereit, seine deutsche Tochter zu verkaufen. Als mögliche Interessenten gelten chinesische Autohersteller - und der VW-Konzern.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...767489,00.html
- #130 09.06.2011 12:47 von
Es nutzt leider nichts.
"Produktivität" und "Kosten" hin oder her, dem Automobil geht es nicht anders als dem Kühlschrank, der Waschmaschine, dem Radio- und Fernsehgerät, der Fotokamera u.a. technischen Produkten. Was einmal "high tech" war und teuer verkauft werden konnte wird zum Massenprodukt mit Standardisierung, wenig technischen Neuerungen (außer Schnickschnack), Überkapazitäten und Preiskampf.
In den 1950er Jahren kostete ein Kühlschrank 700 DM, das war mehr als das Bruttomonatsgehalt eines mittleren Beamten. In den 60ern traten auf einmal Billiganbieter wie die italienische Zanussi auf, die ihre Produkte über Versandhäuser vertrieben. Da dauerte es nicht lange, und Anbieter wie Bauknecht verschwanden vom Markt.
Bei den Autos ist es heute nicht anders, es gibt Billigmarken wie Daewoo und Dacia, lediglich die Hersteller von Luxuswagen wie BMW, Audi usw können sich aus dieser Entwicklung heraushalten.
Das alles liegt sozusagen in der Natur der technischen Massenprodukte. Ein Land wie die USA, die sich auf standardisierte Massenproduktion verließen und glaubten, es werde ewig so weitergehen, ist heute de-industrialisiert. In China wird es in 50 Jahren auch so aussehen. - #131 09.06.2011 12:48 von
- #132 09.06.2011 12:49 von
...
Sarrazin hat ne Menge Mist gesagt, aber bei wenigstens einer Sache hat er Recht: "Wer braucht schon einen Opel?"
Nun mal ehrlich, es gibt wesentlich bessere deutsche Autos, auch in den gleichen Preisklassen.
Um die Arbeitsplaetze tut es mir leid, aber wir koennen einfach nicht ein Fass ohne Boden finanzieren. So sieht die Wirklichkeit aus. Siehe auch Griechendland. Also bitte keine weitere Unterstuetzung mehr fuer Opel.
Und wenn die Chinesen Opel kaufen, dann wuerde ich erst recht keinen Opel kaufen. Ich kaufe auch keine Lenovo (ehemals IBM) Computer. - #133 09.06.2011 12:51 von
Es reden mal wieder alle!
Ein Sache die mich hier gewaltig stört ist das mal wieder alle Audi, VW, BMW und Benz Fahrer sich hier versammeln um gegen Opel zu feuern. Ich hab mir vor 3 Wochen einen Insignia Jahreswagen gekauft und das im Vorfeld mit immenser Opel Skepsis. Nach ausführlichen vergleich von 3er BMW, Audi A4 und eben Opel Insignia. VW würde ich mir niemals mehr antun. Hatte jetzt 5 Jahre einen und 1000 Euro pro Jahr für Werkstatt kosten musste ich immer einkalkulieren. Wenn hier die Qualität von Opel immer so schlecht geredet wird dann spricht das einfach nur für Ignoranz geblendet von Statusgeilheit. Ich habe alle 3 Modelle probe gefahren und kann nur sagen das die 8000 Euro, bei gleicher Ausstattung, die ein Audi jetzt mehr kosten würde sich schlicht und ergreifend nicht in der so viel besser Qualität wiederspiegelt. Wenn hier schon so auf Opel rumgehakt wird dann sollte die Leute wenigstens soviel anstand besitzen auch mal einen aktuellen Opel wenigstens von Innen gesehen zuhaben. Ich empfehle hier einfach mal die Erfahrungsberichte von Audi A4 Fahrern und Insignia Fahrern auf Autoscout24 zu lesen um sich ein Bild über die Qualität zu machen und nicht die wohl aus den 90ern stammende Meinung hier als aktuellen Status Quo zu verkaufen.
- #134 09.06.2011 12:51 von
Genau, was mir durch den Kopf geht.
Da hat sich der Michel wieder eine schöne Dolchstoßlegende gestrickt. Amüsant finde ich auch den Versuch, einen Hype um den ach so innovativen Insignia zu kreieren. Ich glaube, davon habe ich in diesem Jahr schon 3 Stück auf Hamburgs Straßen gesehen...
Generell reicht mein Patriotismus nicht aus, um über die hoffnungslose Ideenlosigkeit und Innovationsarmut der deutschen Automobolindustrie hinwegzusehen. Beispiele? Man muss sich nur mal anschauen, wie sie das Niedrigpreissegment kampflos den Asiaten überlassen hat. In 20 Jahren hat sie es nicht geschafft, den MX-5 zu kontern. Usw. Ich habe mittlerweile überhaupt kein schlechtes Gewissen mehr, nicht-deutsche Autos zu besitzen. - #135 09.06.2011 12:52 von
Um in Ihrem Jargon zu bleiben...
...die Frage an "Meister @fort-perfect" wer hat während der Finanzkrise KEIN Kurzarbeitergeld erhalten ? Von BMW bis VW ?
Außerdem ist "Kurzarbeitergeld" in den Abgaben der Arbeitslosenversicherung enthalten, also nichts mit reinrassiger Subvention.
Kein Pöbeln, nur ein weiteres, nachprüfbares Argument für meinen Diskussionsbeitrag.
Dumm gelaufen.
;-) - #136 09.06.2011 12:53 von
.
Komischerweise wurden sämtliche Daewoo, Chevrolets und Buicks zu mindestens 90% in Rüsselsheim, Kaiserslautern bzw. Mainz-Kastell entwickelt. Auch einige Holden.
Zu der Aktualität der Motortechnologie sei kurz gesagt,dass diese durchaus mit denen von VW und Co mithalten können, es sei nur daran erinnert, dass Opel zusammen mit FIAT der erste Hersteller war, der moderne Commonrail-Diesel in alle Fahrzeuge einbaute, während VW teils bis 2010 noch auf die veralteten Pumpedüse-Motoren setzte. Die Verbrauchswerte der aktuellen Modelle sind absolutmit der Konkurrenz vergleichbar, und kein anderer Hersteller bietet etwas ähnliches wie die 160.000-Kilometer-Garantie. Und nebenbei bemerkt, die aktuellen PKW und Minivans sind sehr hübsch geworden. Die Lopez-Ära ist langelange vorbei, wer darauf noch rumreitet, lebt hinter dem Mond.
Wenn GM Opel verkauft, dann womöglich nur die Marke und die Fabriken. Ob die Marke für VW interessant ist, weis ich nicht, da Opel und VW überwiegend die selben Fahrzeugsegmente bedienen (VW dazu noch ein paar mehr), die Produktionskapazitäten wird VW sicher nicht brauchen. VW könnte Opel-Autos mit VW-Technik sicher preiswerter in den freien Kapazitäten in den chinesischen Werken mitproduzieren.
Das Entwicklungszentrum kann GM nicht verkaufen, denn das Knowhow ist in den Köpfen der Mitarbeiter, das was in den Computern gespeichert ist, ist ohne die Mitarbeiter nichts wert. GN wird auch sicher nicht erreichen, dass eine Mehrheit der Entwickler in Rüsselsheim an andere Standorte in den USA, Brasilien, Japan, Korea, Australien usw. umzieht.
Eigentlich wäre es dringend nötig, dass Autokäufer ab sofort die konzerninternen Konkurrenzmodelle von Chevrolet und Co in Europa sofort ignorieren und nur noch Opel kaufen. Nur macht das leider nicht so viel aus, die Marktdurchdringung von Chevrolet ist nicht so groß, als dass sich das sonderlich auswirken würde.
Nachdem der Deal mit Magna und Fiat gescheitert war, halte ich es weiterhin für am Besten, wenn Opel im GM-Konzern verbleibt. Alle anderen anbahnenden "Lösungen" bedeuten Arbeitsplatzverluste ohne Ende, man denke da auch an Zulieferer und Opel-Dienstleister, Wertverfall und weitere Insolvenzen im Umfeld der Opel-Standorte. Ein chinesischer Besitzer wird nur soweit möglich das Knowhow abziehen und den Rest verfallen lassen. Jeder der eine Opel-Pleite oder ähnliches gut findet, wird sich dann entsetzt umsehen, wie diese sich auch auf den eigenen Lebensstandard auswirken wird, Opel ist in der hiesigen Wirtschaft sehr vernetzt.
Ich denke, falls an dem Opelverkaufsgerücht was wahres dran ist, dann ist das das, dass GM ein neues Druckmittel braucht, um weitere Opelaner entlassen zu können. In Bochum klappt es ja nicht so mit den geplanten Entlassungen. Ihr werdet sehen, das wird das Körnchen Wahrheit sein, was an der Story dran ist. - #137 09.06.2011 12:53 von
- #138 09.06.2011 12:55 von
Marktbereinigung?
Das wäre keine Marktbereinigung sondern ein Aus-Dem-Weg-Schaffen von Konkurrenz.
Das Ergebnis wäre irgendwann, daß sich immer weniger Marktteilnehmer auf diesem Markt tummeln und diesen dann unter sich aufteilen können...
Mit welchem Ergebnis?
Wie bei...
-Strom?
-Heizöl
-Kraftstoffen?
Ist das wünschenswert? - #139 09.06.2011 13:01 von
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