Zitat von
zeusjupiter
werden die Autos (von Hybrids abgesehen) im Prinzip heute immer noch gebaut:
da werden zum Bremsen Klötze auf die Räder bzw. Scheiben gedrückt wie anno dazumals bei den Pferdekutschen und die zuvor teuer erzeugte kinetische Energie wird wieder vernichtet (in nutzlose Hitze umgewandelt). Aber das ist nicht alles: Bereits beim Anfahren wird Energie verschwendet: Der Benzin- oder Dieselmotor ist als Autoantrieb eigentlich ungeeignet. Bei der Drehzahl 0 ist nämlich sein Drehmoment ebenfalls 0, d.h. man kommt eigentlich nie vom Fleck. Daher werden diverse Krücken eingebaut:
z.B. ein Anlasser, der den Motor erst mal auf Drehzahl bringt. Nun läuft der Motor, aber die Räder stehen immer noch. Nun braucht man die nächste Krücke: eine sog. Kupplung. Hiermit werden unter Reibungsverlusten die Räder allmählich auf die Drehzahl des Motors gebracht.
Die nächste Krücke: Da der Motor auch bezügl. seines geringen Drehzahlbereichs als Autoantrieb untauglich ist, wird also die nächste Krücke eingebaut: ein Stufengetriebe. Wenn man nun endlich fährt, lässt man an der nächsten roten Ampel den Motor im Leerlauf einfach weiterlaufen, verschwendet Treibstoff und verpestet die Luft und wenn die Ampel wieder grün wird, werden wieder Reibungsverluste der Kupplung produziert.... und so fort...
Ganz anders bei meinem Auris Hybrid (Toyota):
dieser drückt keine Bremsklötze auf die Räder (von Notbremsungen abgesehen) sondern bremst mit einem Generator und speichert die kinetische Energie im Akku zum Beispiel für den nächsten Beschleunigungsvorgang. Beim Anfahren enstehen keine Reibungsverluste der Kupplung. Er fährt nämlich prinzipiell elektrisch an; erst wenn die Drehzahl der Räder hoch genug ist, speist der Benzinmotor bei Bedarf Energie in den Powersplitter. Die Krücken" Anlasser" und "Kupplung" sind unnötig, ebenso ein Stufengetriebe. Der Benzinmotor läuft völlig entkoppelt von der Drehzahl der Räder mit optimaler Drehzahl. Außerdem nutzt dieser den Atkinson-Zyklus (hoher Wirkungsgrad), was bei den althergebrachten Benzinkutschen nicht möglich ist. An der roten Ampel wird selbstverständlich keine Luft verpestet. Es ist alles still. (bis auf die stinkenden Benzin- und Dieselkutschen um mich herum)
Ausnahme evtl. im Winter, wenn er Wärme zum Wohlbefinden der Insassen produzieren muss.
Auf Grund der nichtvorhandenen Krücken ist er trotz Akku leichter als das entsprechende Dieselmodell (mit gleicher Leistung 136 PS)
Nicht zuletzt ergibt sich auch noch ein sehr hoher Fahrkomfort, einfache Handhabung (schlüsselloser Zugang, kein Zündschloss, kein Zündschlüssel, kein Anlassvorgang usw.) weshalb ich den Auris den anderen noch in der Familie vorhandenen Benzinkutschen (mit Stern) normalerweise vorziehe. Lediglich bei längeren Autobahnfahrten bei über 150 km/h fährt es sich im Mercedes angenehmer (allerdings bei 2 - 3 fachem Benzinverbrauch und fast doppelt so hohen Anschaffungskosten wie beim Auris Hybrid )