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Autogramm Lancia Flavia Cabrio: Sturmfrisur zum Discountpreis

LanciaEin Cabrio hat es bei Lancia schon lange nicht mehr gegeben. Jetzt füllen die Italiener diese Lücke, auch wenn der Flavia in Wahrheit ein aufgehübschter Chrysler ist. Für Lancia-Traditionalisten mag das ein Frevel sein, doch der verkleidete US-Import hat auch seine Vorzüge.

http://www.spiegel.de/auto/fahrberic...842817,00.html
  1. #30

    Taugt nix mehr!

    Als langjähriger Chrysler-Fahrer (18 Jahre Le Baron und Stratus) habe ich die Finger von diesem Auto gelassen. Eine hanebüchend miserable Qualität und totale technische Rückständigkeit gepaart mit einer ans Peinliche grenzende Optik (man schaue sich nur mal die Überhänge an, sowas unharmonisches!) haben mich angewidert einer anderen Individualmarke zuwenden lassen. Chrysler ist tot. Und Fiat, die das auch noch importieren, gleich mit!
  2. #31

    Inkonsequent

    Diese camoulfierten Chrysler werden den Abstieg der einst renommierten Marke Lancia beschleunigen. Vielleicht erzielt man kurzfristig wirtschaftliche Synergieeffekte, die man in Zukunft aber mit einem irreparablen Imageschaden bezahlen wird.

    Die Modellpalette von Lancia wies zunehmend Lücken auf, die man nun mit diesen Missgeburten füllt. Mit Wehmut erinnere ich mich an meinen Lancia Thema-Turbo", seine klassische Linie, die Alcantara-Polster und den extrem temperamentvollen Motor. Es war trotz meiner Mercedes, Saab, BMW oder Volvo übrigens das zuverlässigste Oberklasse-Auto, das ich je besessen habe. Vielleicht hatte ich da einfach nur Glück. Schon mit dem "Kappa", der als Nachfolger kam, kehrte Langeweile ein. Der "Thesis" war wohl ein verzweifelter Versuch noch einmal kreativ zu wirken. Optisch konnte allerdings bestenfalls das Heck überzeugen. Der verkleidete Chrysler, der jetzt als "Thema" vermarktet wird, ist stylistisch und wohl auch technisch eine Bankrotterklärung.
  3. #32

    1

    Zitat von wortmannin Beitrag anzeigen
    Der deutsche Autokäufer wird nach Strich und Faden abgezockt.
    In den USA bekommt man einen VW Phaeton neu für weniger als man hier für einen neuen Passat zahlt. Weitere Beispiele sind Legion. Nur wenn man Premium-Marken meidet, und dazu zählt sich inzwischen auch VW, kann man in Deutschland einen vernünftigen Gegenwert für sein Geld erhalten (Beispiel: Skoda Superb).
    Auch in Skoda ist nur VW drin.
    Nachdem ich nun 12 Jahre einen Passat fahre und über dessen Probleme ein kleines Büchlein schreiben könnte, kommt mir nichts mehr aus diesem Hause unter den Allerwertesten.
  4. #33

    Und der verbleibende Kofferraum?

    Zitat von Chrysler-Fahrer Beitrag anzeigen
    Zweiter Fehler: Stoffdach. Nur weil BMW und Benz der Meinung sind, dass so ein Purismus mit dem Stoffdach toll ist, bleibt es trotzdem falsch. Es geht nur das Stahldach, was aus dem Auto ein voll wintertaugliches Allwetter-Mobil macht. Leute, die so ein Auto kaufen, wollen kein Stoffdach mehr haben, denn die sind keine 25 mehr.
    Wintertauglichkeit ist aber nicht der einzige Gesichtspunkt.
    Ein zusammengefaltetes Stoffdach nimmt weniger Platz in Anspruch als ein zusammengeklapptes Stahldach. Das verbleibende Kofferraumvolumen fällt damit sehr verschieden aus. Bei einigen Stahldach-Cabrios von z.B. Peugeot oder Renault versucht man dies dann durch eine andere Form des Fahrzeughecks auszugleichen - bisher habe ich nur klobige und unförmige Lösungen gesehen.

    Besonders bei grösseren, viersitzigen Fahrzeigen wie diesem Chrysler/Lancia will der Hersteller - genau wie BMW beim 6er Cabrio oder Mercedes beim E-Klasse Cabrio - einen noch akzeptablen Kofferraum für die kleine Reise von vier Erwachsenen anbieten kommen.
    Zur Veranschaulichung ein Volumenvergleich zwischen Audi A5 Cabrio mit Stoffdach und BMW 3er Cabrio mit Stahldach.
    Kofferraumvolumen bei geschlossenem Dach
    BMW 350 liter
    Audi 380 liter

    Kofferraumvolumen bei geöffnetem Dach
    BMW 210 liter
    Audi 320 liter.

    Mit anderen Worten - Raumverlust beim BMW 140 liter, beim Audi dagegen nur 60 liter. Bei vier Insassen stehen beim BMW jedem ca. 53 liter Kofferraum zur Verfügung, beim Audi 80.

    Ob das entscheidend ist muss sich natürlich jeder selbst überlegen.
  5. #34

    Zitat von Urban Spaceman Beitrag anzeigen
    Der verkleidete Chrysler, der jetzt als "Thema" vermarktet wird, ist stylistisch und wohl auch technisch eine Bankrotterklärung.
    Technisch wohl kaum. Der 3.0 Liter V6 Diesel ist einer der modernsten auf dem Markt. Und den 3.6 Liter Benziner gibts mit 8-Stufen-Automatik von ZF (wie sie auch bei BMW verbaut wird). Kommt nächstes Jahr auch beim Diesel.

    Man sollte ein Auto erstmal selbst fahren, bevor man sich drüber auslässt. "Testberichte" nachplappern kann jeder.
    Ich sollte klarstellen, dass ich sowohl Lancia als auch Chrysler mag. Den aktuellen Thema hatte ich für zwei Tage zum Ausprobieren, als mein Grand Cherokee zur Inspektion war.
    Und wissen Sie was? Der Thema ist ein richtig feines Auto geworden. Der Interieur ist sehr italienisch gelungen, kombiniert mit einem selbstbewusstem Außen-Design. Und Temperament hat er auch, der Diesel reißt nämlich an wie eine Abrissbirne.

    Lancia ging es von den Verkaufszahlen her in Europa zuletzt deutlich schlechter als Chrysler. Der Thema ist eher eine Übergangslösung und als solche auch sinnvoll.

    Bei den US-Herstellern hat man begiffen das mit mit Modellen wie z.B Dodge Challenger, Chevy Camaro und Ford Mustang sowie Modellen wie Dodge Charger und Chrysler 300 an alte Traditionen anknüpfen kann. Wenn der Thema Erfolg hat, kann das bei Lancia auch zu mehr Mut führen.

    Ich persönlich finde die übrigens Idee nicht übel: Der erste Lancia, indem man Bruce Springsteen aufdrehen kann, ohne dass es unpassend wirkt. Born in the USA ... ;)
  6. #35

    Ruhe in Frieden...

    ...Lancia. Schön wäre es gewesen, die Traditionsmarke in Würde sterben zu lassen. Aber was jetzt unter dem Label verkauft wird..das ist wirklich bitter. Lancia stach mehr noch als andere italienische Marken durch eine technische und stilistische Eigenarten hervor. Natürlich waren Lancia weit entfernt von teutonischer Perfektion, manchmal skurril, aber sie hatten auf jeden Fall Charakter.
    Und jetzt das! Gruselig... Ich bin mal auf die Verkaufszahlen gespannt. Das wird ein Tod auf Raten.
  7. #36

    Warum nicht in Schön?

    Warum baut man das Ding nicht einfach in Schön?
    Es gibt genügend Leute die den Einheitsmist vom VEB Volkswagen nicht fahren wollen. Da wäre es wohl besser gewesen auf die Fiat-/Alfa-Plattform zurückzugreifen und am individuellen Lancia-Design etwas zu feilen. Dem einzigen Lancia-Modell das derzeit angeboten wird dem ich akzeptable Verkaufszahlen noch zutraue ist der Voyager (auch ehemals Chrysler). Ganz einfach deshalb weil gute und preisgünstige Vans gefragt sind. Das hat nichts mit der Marke Lancia zu tun.
  8. #37

    Finger weg von den Ami-Karren...

    Wie wickelt man eine traditionsreiche Firma ab? Man verkleidet uralte Ami-Fahrzeugtechnik mit ein wenig Markenspezifischem Flair und gibt die Kisten dann als Lancia oder Opel aus...

    Zu schwer, zu lahm, zu schlechtes Fahrwerk und viel zu hoher Verbrauch. Was ist an dieser Chrysler-Schrottkarre denn bitte Lancia?

    Liebe Fiat-Leute: Wenn Ihr keine Ideen mehr für Lancia habt, dann lasst die Marke doch bitte würdevoll sterben, anstatt sich am Totenbett mit solchen Modellen noch über sie lustig zu machen.
  9. #38

    Zitat von MarkInTosh Beitrag anzeigen
    Wie wickelt man eine traditionsreiche Firma ab? Man verkleidet uralte Ami-Fahrzeugtechnik mit ein wenig Markenspezifischem Flair und gibt die Kisten dann als Lancia oder Opel aus...

    Zu schwer, zu lahm, zu schlechtes Fahrwerk und viel zu hoher Verbrauch. Was ist an dieser Chrysler-Schrottkarre denn bitte Lancia?
    Als Lancia hätte ich mir eher diese Version gewünscht:

    2012 Chrysler 200 - Drive Time Review with Steve Hammes - YouTube

    "Uralt" ist an diesem Auto schonmal garnichts. Plattform von Mitsubshi, Motor von GEMA, Getriebe von DaimlerChrysler. Der 2.4 Liter Motor ist ein sogenannter "Welt-Motor", der global vermarktet wird, also auch in Ländern wo es eher auf Haltbarkeit ankommt. Tatsache: Es gab eine Turbo-Version - im Dodge Caliber SRT4 mit 290 PS. Es ist gut möglich, das man dies bald weiterführt.

    Der 3.6 Liter V6 wäre in diesem Auto standesgemäß. Man bietet den aber hier nicht an. Der Dodge Avenger/Chrysler 200 läuft nächstes Jahr aus und wird dann durch ein neues Modell auf Fiat-Plattform ersetzt,

    Der eigentliche Sinn der ganzen Fiat-Chrysler-Fusion:

    Fiat bekommt
    - ein dichtes Händlernetz in den USA und damit Zugang zum US-Markt
    - einen nagelneuen V6-Motor und damit Basis für künftige Turbo-V6
    - Allrad-Technik von Jeep und Dodge

    Chrysler bekommt
    - Downsizing-Technik von Fiat (Multi Air)
    - Moderne Diesel-Technik (VM)
    - Plattformen für Kompaktwagen (Dodge Dart/Alfa Guiletta)

    Das man Chrysler in Europa vom Markt nimmt und als Lancia verkauft, hat den Zweck, das Lancia sich erholen kann. Lancia fehlen eine große Limousine und ein Van. Chrysler bringt für beides die perfekte Plattform mit ins Boot.

    Ich mache mir übrigens noch gar keine Platte über Erfolg und Misserfolg. Ich warte ab und beobachte die Entwicklung.
  10. #39

    Könnten es die Kosten sein?

    Zitat von huettenfreak Beitrag anzeigen
    Warum baut man das Ding nicht einfach in Schön?
    Es gibt genügend Leute die den Einheitsmist vom VEB Volkswagen nicht fahren wollen. Da wäre es wohl besser gewesen auf die Fiat-/Alfa-Plattform zurückzugreifen und am individuellen Lancia-Design etwas zu feilen. Dem einzigen Lancia-Modell das derzeit angeboten wird dem ich akzeptable Verkaufszahlen noch zutraue ist der Voyager (auch ehemals Chrysler). Ganz einfach deshalb weil gute und preisgünstige Vans gefragt sind. Das hat nichts mit der Marke Lancia zu tun.
    Ein neues Auto auf Basis der Fiat- / Alfa-Plattform würde doch ganz erheblich mehr kosten, als ein bisschen Front- und Heckkosmetik.








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