Autobranche gegen Umweltauflagen: Die härteste Lobby Europas

DPABrachial wie ein Bentley, wendig wie ein Mini: Keine andere Branche vertritt ihre Interessen in Brüssel so geschickt wie die deutsche Autoindustrie. Immer wieder gelingt es ihr, Umweltauflagen abzubügeln oder zu verwässern. Ein Lehrstück über Lobbyismus.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...844098,00.html
  1. #10

    optional

    Man kann auf die deutsche Bürokratie und Scheinheiligkeit setzen, muss man aber nicht: Es gibt jede Menge Foren die über Verbräuche und Mängel von Autos informieren, ganz abgesehen von der frechen Preisforderungen der deutschen Automobilbauer, die ihre Wägelchen im Ausland meist sehr viel preiswerter anbieten als im eigenen Land. Hinzu kommt, dass deutsche Produkte in deutschen Tests immer auffallend besser abschneiden....sonst bekämen die Tester vermutlich kein Testmaterial mehr. Wer das unterstützt weiß was er tut; ich habe viele ausländische Fahrzeuge gefahren und weiß, dass sie sehr oft nicht schlechter sind als heimische Produkte.
  2. #11

    kurzsichitger Wissmann & Co.

    Es wird sich rächen, dass die deutsche Automobilindustrie den Anschluss an die neuesten entwickungen verschläft. Konkurrenz ist nicht Italien. Die droht von China und Korea. Dann wird es auch keine weitere Abwrackprämie mehr geben. Die Kassen sind leer. Automobilarbeiter werden zu Hausmeinstern in Kitas und Seniorenheimen umgeschult.
  3. #12

    Auto-Ressort?

    Ja, ein sehr treffender Artikel. Wie wäre es denn wenn das Auto-Ressort des Spiegel in Zukunft die entsprecnenden Spritfresser nicht mehr testet bzw. redaktionell erwähnt?
    Ansonsten bin ich der Meinung dass die Autoinsdustrie durch solche Aktionen, durch abbremsen der nächsten notwendigen technischen Entwicklungen, selbst die Arbeitsplätze gefährdet. Und dann wird wieder nach dem Staat gerufen, wie mit der Abwrackprämie.
  4. #13

    Alles Sauber!

    Wozu eine Lobby?
    Wir wissen doch das Diesel und Benzindirekteinspritzer sauber sind!
  5. #14

    Lebensmittel-, Pharma-, ...

    Logistiklobby ...???

    Die Fahrpreise, die die Deutsche Bahn durchsetzt, machen den Umstieg vom PKW auch nicht gerade attraktiv.
    Gleichzeitig sorgt die Auslagerung an die Verkehrsverbünde für ein unüberschaubares Tarif- und Servicedurcheinander - eine Zumutung für den Kunden!
    Es ist z.T. haarsträubend, weil es wohl keine einheitlichen Verträge mit den Verbünden gibt:

    Ein Verbund erkennt die Bahncard an, der andere nicht. In einem Zug kann ich am Automaten lösen, im anderen nicht.
    Am besten:
    Ich fahre über Verbundsgrenzen von DB-Bhf. zu DB-Bhf. auf DB-Gleisen in einem DB-Zug und werde von DB-Schaffner kontrolliert (ach nee, heißt ja "Service"-MA jetzt) und kann mein Ticket aber nicht mit der DB-Infrastruktur (Automat, Online, App) lösen. Absurd!

    Und mit der Post/DHL habe ich auch noch ein Hühnchen zu rupfen!
  6. #15

    Ein neues Umweltsiegel muss her

    Es ist höchst verwunderlich, dass Autohersteller noch immer mit (geschönten) Zahlen zu Benzinverbrauch und CO2-Ausstoß aufwarten dürfen. Viel aussagekräftiger wären Angaben zur bei der Herstellung des Kfz verbrauchten Energie sowie zu Wasser, chemischen Produkten und seltenen Erden. Erst dann wäre ein aussagekräftiges Urteil zum ökologischen Beitrag möglich. Aber dann kämen manche sogenannte Premiumhersteller in schwieriges Fahrwasser. Dass wir uns seit Jahren in der TV-Werbung Geländewagen an Orten fahrend ansehen müssen, wo Autos nicht hingehören, ist ohnehin unerträglich.
  7. #16

    politiker als sklaven der wirtschaft ...

    ... wird sich das jemals ändern?
  8. #17

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Immer wieder lese ich, wie wichtig Lobbypolitik ist. Das ohne Lobby überhaupt keine sinnvollen Gesetze zustandekommen. Das die Lobby das Fachwissen hat und die Politiker es umsetzen sollen.
    Und wie ist die Wirklichkeit? 6000 Lobbyisten sitzen in Brüssel in ihren Büros und das wichtigste Arbeitsmittel ist Vitamin B.
    Was hat das mit Demokratie und Fachwissen zu tun? Nichts!
    Die Lobbyarbeit ist auch wichtig, oder würden Sie den Politikern das Fachwissen unterstellen?

    Ganz sicher aber muss der Prozess der Lobbyarbeit anders gestaltet werden.
  9. #18

    4 Liter immer noch viel zu viel

    Die Grenze soll noch weit drastischer ausfallen, denn sie ist anscheinend immer noch zu hoch, um endlich effiziente Verbrennungsmotoren herzustellen.

    Wenn man mal nach 5Takt Motor googelt wird man sehen, dass die heutigen Motoren immer noch in der Steinzeit festhängen und die Autohersteller wissen das.
    Aber dass Motoren endlich effizient werden, dagegen hat eine noch mächtigere Lobby ganz entschieden was dagegen
  10. #19

    China ist anders

    Seit 1 Jänner 2012 ist Start/Stop Automatik Zulassungsvorschrift in China.
    In einigen Jahren wird 50km rein elektrisch wohl Zulassungsvorschrift in einigen Modellregionen.
    Dann geht es vom Punkt in die Fläche.

    BMW 5er Plug in Hybrid - 50km rein elektrisch
    Denza - Elektroauto von Mercedes und BYD
    Audi e6 eTron Plug in Hybrid

    Alles nur für den chinesischen Markt
    Deutsche Autokonzerne investieren Milliarden in China.
    In 10 Jahren werden wir hören "Wir müssen leider die komplett veralteten und unwirtschftlichen Produktionsanlagen in Deutschland schließen"
    Ingolstadt wird zu Detroit.