...von den beiden Herren entwickelten Modelle in den letzten Jahren makro-ökonomische Anwendung in den USA und Europa gefunden haben, dann sind sie einen feuchten Dreck wert...ebenso wie der verliehene Preis.
Der letzte Nobelpreis des Jahres ist vergeben: Die Auszeichnung in der Kategorie Wirtschaft geht an die US-Amerikaner Christopher Sims und Thomas Sargent. Das teilte die Wissenschaftsakademie in Stockholm mit.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...790921,00.html
...von den beiden Herren entwickelten Modelle in den letzten Jahren makro-ökonomische Anwendung in den USA und Europa gefunden haben, dann sind sie einen feuchten Dreck wert...ebenso wie der verliehene Preis.
"Genau wie ein Ökonomisches Modell das nächste ablöst, passierte und passiert das gleiche in Chemie, Biologie, Physik - und alle guten Vertreter dieser Wissenschaften sind sich sehr wohl darüber bewusst, das sie mit Modellen arbeiten die die derzeitig bekannten Fakten so widerspiegeln das man damit Vorhersagen treffen kann."
Der Vergleich hinkt. Während in der VWL nicht annährend objektives Wissen dargeboten wird - was man schon daran sieht, dass hunderte sich widersprechende Modelle parallel existieren - und sich Modelle auch wieder in Luft auflösen, findet in der NTW eher eine Weiterentwicklung bestehender Erkenntisse statt, die nicht alles vorherige über den Haufen werfen. Die Objektivität der NTW kann man nämlich beweisen, auch wenn man noch nicht jedes Detail der Erkenntnis kennt.
Wären alle Erkenntnisse über Physik und Chemie bloßes vorläufiges Modell, würde nämlich kein Hochhaus stehen bleiben und kein Handy funktionieren. Im Unterschied zur VWL existiert hier ein Praxistest.
Und die Handys fallen auch nicht plötzlich aus, wenn man merkt, dass man im Atomkern auch noch Quarks findet, die man vorher nicht kannte.
Vielmehr verdient derjenige einen Nobelpreis, der heraus gefunden (oder auch erfunden) hat, dass die "Wirtschaftswissenschaft" eine Wissenschaft ist, obwohl sie sich nicht gerade weit von Astrologie, Alchemie und Rabulistik entfernt hat!
Der alte Nobel würde sich wahrscheinlich nach Art der Taliban mit dem selbst erfundenen Sprengstoff in die Luft jagen, wüsste er, was in seinem Namen so alles verzapft wird.
Sehr schön zusammengefasst!
Bei der rasanten aktuellen Entwicklung die offensichtlich alle bisherigen Konzepte sprengt ist es nur "normal", dass systemkonforme "Experten" wie die Pilze aus dem Boden wachsen und medienwirksam eine "Neuauflage" des maroden sich im Untergang befindlichen Verwertungssystems verkünden. Seltsamerweise finden diese "wichtige Werkzeuge in der makroökonomischen Analyse" weder in der Politik noch in der Wirtschaft ihren Niederschlag.
Und das aus gutem Grunde - denn die aus dem Nichts geschöpfte staatliche Geldflut mit der eine Inflation von fiktiven Vermögenswerten subventioniert wurde, dieser paradoxe „Sozialismus des substanzlosen Geldes“ erlebt jetzt sein Waterloo. Auch eine Verstaatlichung der Banken - Ironiker sprechen bereits von der „Volksrepublik Wallstreet“ - verspricht keine Lösung der systembedingten Probleme, da es sich um das letzte Stadium des Staatskapitalismus handelt - das bestenfalls den Zusammenbruch durch weitere inflationäre Geldschöpfung hinausschieben kann - doch was dann?
Man muss wirklich kein Experte sein um zu begreifen, dass noch so viele systemrelevante elitäre Nobelpreisträger die einmal losgetretene selbstzerstörerische Eigendynamik des abstrakten Geldsystems mit seiner "Verkehrung der Wirklichkeit", verhindern können.
...beim Nobelpreis, so wie es bei der Oscar-Verleihung der Fall ist, ein Preis fuer den besten Nicht-Amerikaner ausgegegeben werden...
Aber nachdem Obama mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde nimmt vermutlich niemand mehr den Nobelpreis wirklich ernst...naja, die Ami's vermutlich noch, die koennen sich weiterhin freuen, dass scheinbar die schlauesten Koepfe in USA wohnen...so wie auch die besten Filme ausschliesslich aus Hollywood kommen...
Es gibt sehr wohl ökonomische Erkenntnisse, die sowohl theoretisch wie auch praktisch bewiesen sind. Dass trotzdem immer wieder alter ideologischer Mist von Marxisten, Sozialisten und anderen Scharlatanen hervorgeholt wird und versucht wird (und dann prompt grausam in die Hose geht), kann man nicht den seriösen Ökonomen anlasten.
Sie wollen doch auch nicht den Naturwissenschaften das "Intelligent Design" der Kreationisten in die Schuhe schieben oder die irrwitzige "Deutsche Physik" der esoterischen Nationalsozialisten?
Zudem leiden Volkswirtschaftslehre und Naturwissenschaften unter dem selben Problem, dass irgendwelche abgedrehten Esoteriker, die gegen die "Technikgläubigkeit" und den "Machbarkeitswahn" sind, grundlegende Erkenntnisse ausser Acht lassen und wenns dann in die Hose geht, doch wieder alles den Wissenschaften in die Schuhe schieben.
So machen es Homöopathen mit der "Schulmedizin" und die Roten mit dem "Neoliberalismus". Obwohl die wissenschaftliche Medizin Sterblichkeit und Gesundheit exponentiell gesenkt bzw. gesteigert hat, ist sie des Teufels. Obwohl der Liberalismus Freiheit und Wohlstand erst möglich gemacht hat, ist er ebenfalls des Teufels.
Ich bin gestern im Internet auf die Zeit Akademie für Ökonomie gestossen. Im Probevideo sind die Prognosen über das Wirtschaftswachstum im Oktober für das kommende Jahr und die reale Entwicklung dieses Jahres gegenüber gestellt
http://www.zeitakademie.de/dvd/oekonomie
2005 Prognose 1.5 Realität 0.8
2006 Prognose 1.2 Realität 3.4
2007 Prognose 1.4 Realität 2.7
2008 Prognose 2.1 Realität 1.0
2009 Prognose 0.2 Realität -4.7
Wie man sieht ist es schwierig die wirtschaftliche Entwicklung des Folgejahres vorrauszusehen.
Die meisten Zahlen die wir in den Medien lesen sind aber nicht von unabhängigen Experten sondern von Lobbyisten. Diese Zahlen dienen dazu das Verhalten der Bevölkerung bzw. Politik zu beeinflussen. Dazu gehört es auch Ängste zu erzeugen, damit die Menschen Versicherungen abschliessen.
Lobbyisten erkennt man häufig daran dass diese Prognosen über Jahrzehnte veröffentlichen, obwohl schon Prognosen über das Folgejahr selten stimmen.
Marx hat also den Nobelpreis bekommen? Haben Sie nicht mitbekommen, dass es um den hier gar nicht geht, sondern um die famosen VWLer mit ihren Nobelpreisen? Sowas nennt man wohl eine Nebelkerze.
Welche ökonomischen "Wahrheiten" der VWL sind denn "theoretisch wie auch praktisch bewiesen" - ich meine jetzt in der REALEN Welt und nicht im Land der hypothetischen VWL-Modelle? Axiome aufstellen und daraus konsistente Modelle ableiten kann jeder, das hat mit der Wirklichkeit nur leider nichts zu tun.