Austritt Radioaktiven Wassers in Penly: AKW-Betreiber meldet Ende der Störung

AFPFeueralarm, Leck im Kühlsystem, automatische Abschaltung: Greenpeace stuft die Störung im französischen Kernkraftwerk Penly als bedrohlich ein und fordert Aufklärung. Der Betreiber gibt Entwarnung, der Austritt radioaktiven Wassers sei gestoppt, "Auswirkungen auf die Umwelt" gebe es nicht.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...826179,00.html
  1. #30

    Alles eine Frage der Sichtweise

    Zitat von atair Beitrag anzeigen
    Wenn wirklich in einem Anlagenteil ein Brand entsteht - sowas kommt selbstmurmelnd immer mal vor, durch Heißläufer, durch Kurzschlüsse, insbesondere aber bei Wartungsarbeiten, wenn geschweißt oder getrennschleift wird ...
    Soso - sowas kommt "selbstmurmelnd immer mal vor"?
    Was Sie hier beinahe als Elemente des Regelbetriebs darstellen nenne ich verantwortungslose Schlamperei - entweder aufgrund Missachtung von Sicherheitsbestimmungen oder unzureichender Wartung/Überwachung.
    Zitat von atair Beitrag anzeigen
    ... - und ein Anlagenteil betroffen ist ohne spezifische automatische Löschanlage, dann geht die WERKSFEUERWEHR da hin, schließt die Schläuche an den dem Brandort nächstgelegenen Hydrantenanschluß an und löscht. Wo isse sich dem Probläm?
    Das Problem wird in der der außerhalb des Gebäudes sichtbaren Rauchentwicklung erkennbar.
    Wie konnte der Rauch denn entweichen, wenn die Schleusen bestimmungsgemäß funktioniert haben und der Unterdruck im Gebäude aufrecht erhalten werden konnte?
    Wo Rauch austritt könnte übrigens auch radioaktiver Dampf austreten!
    Zitat von atair Beitrag anzeigen
    Wenn bei uns im Kaff ein Hühnerstall brennt, dann kommt außer der Freiw. Feuerwehr vom Ort auch die vom Nachbarstädtchen.
    Hier brannte aber kein Hühnerstall, sondern eine kerntechnische Anlage und die ach so trivialen Löscharbeiten haben in einer radioaktiv kontaminierten Umgebung stattgefunden. Die Störung ging immerhin mit einer Leckage des Primärkreislaufs einher.

    Immer wieder schön zu sehen, wie ernst die Risiken von den Befürwortern genommen werden.
  2. #31

    Bisschen einfältig

    Zitat von atair Beitrag anzeigen
    Ach G'tt, oh Graus!

    Da ist also eine der 4 Hauptkühlmittelpumpen heißgelaufen und hat gekokelt (was ja recht viel Rauch ergibt...) und ist vom - extra dafür vorgesehenen!! - Feuerlöschsystem mit Storck-Brausen direkt über denselben stante pede gelöscht worden.
    Und weil die Hauptkühlmittelpumpe durch das Kokeln heiß wurde, ist ihre hydrodynamische Dichtung undicht geworden und ein paar Eimer voll Wasser aus dem Primärkreis sind ins Containment ausgelaufen - nämlich genau so lange, bis die Hauptkühlmittelpumpe stand und die Stillstandsdichtung alles - wie der Name schon sagt - wieder dicht machte.
    KEIN Tröpfchen Aktivität führendes Wasser ist in den Ärmelkanal geloffen.
    Fazit: zur Abwechslung mal kein umgefallener Sack Reis in Peking sondern in Penly.
    Nur die "Experten" (Experten??? Ich lach mich schepp!!) von den Grünp***ern und die ahnungsbefreiten michelländischen Hysteriemedienfuzzies haben jetzt alle nasse Buxen.

    Den anderen recht frohe Ostern!
    Was bedeutet den ihr Grünp*** ?
    Ich wähle werder grün, noch bin ich ein Öko.
    Trotzdem ist Atomkraft ein Verbrechen.
    Zu teuer und hoch gefährlich.
    KKW´s werden nicht umsonst nicht Versichert.
    Die Endlagerung ist sehr teuer. Und wehe, so ein teil geht doch mal inmitten der EU hoch. Was dann?
    Deutschland evakuieren, oder halb Frankreich?
    Wer Atomkraft verteidigt, muss geistig Umnachtet sein.
    Sorry, ist aber so.
  3. #32

    Ohwei

    Zitat von atair Beitrag anzeigen
    Ach G'tt, oh Graus!

    Da ist also eine der 4 Hauptkühlmittelpumpen heißgelaufen und hat gekokelt (was ja recht viel Rauch ergibt...) und ist vom - extra dafür vorgesehenen!! - Feuerlöschsystem mit Storck-Brausen direkt über denselben stante pede gelöscht worden.
    Und weil die Hauptkühlmittelpumpe durch das Kokeln heiß wurde, ist ihre hydrodynamische Dichtu......blablabla....blublubblub...ht frohe Ostern!
    jetzt hat die Atomindustrie die letzten Reserven zusammengekratzt. Das üben wir aber noch. Da sind Hannovergenuss und die anderen strahlenden Brüder aber von einem ganz anderen Kaliber.
  4. #33

    Mein Gott

    Zitat von Markus Landgraf Beitrag anzeigen
    Mag sein, aber im Prinzip hat der Kollege recht. Wenn am Staudamm gepfuscht wird, kriegen wir das nicht zu hören. Jeder kleine Zwischenfall in Kerntechnischen Anlangen wird fleissig aufgearbeitet. Mit Angst lassen sich Zeitschriften verkaufen und die Klicks hochjagen.

    Lasst uns Kerne spalten, nicht Haare.
    jetzt vergleicht man AKWs schon mit Staudämmen. Jetzt werde ich auch noch eine Binsenweisheit los: Der Staudamm verstrahlt beim Bruch wie viel Gelände ??
    Mein Gott.
  5. #34

    Zitat von luxi114 Beitrag anzeigen
    Falsch. Die lokale Feuerwehr war mit 60 Mann und 10 Wagen vor Ort um den Brand zu löschen. Die Feuerwehrleute mussten ins Reaktorgebäude (=Containment) laufen. Wahrscheinlich standen die Containmentschleusen weit offen (irgendwie müssen ja auch die Schläuche durch). Dies würde ja auch erklären wieso von aussen eine Rauchwolke sichtbar war. Normalerweise steht das Containment unter Unterdruck und die Containmentatmosphäre darf nur duch Filter in die Aussenwelt gelangen.

    Statt ein paar Eimern sind anfangs 2.3 m3 (=2300 Liter!) pro Stunde ausgelaufen.

    Dieser Post ist ein hervoragendes Beispiel wie man ernste nukleare Zwischenfälle verharmlosen kann.
    Ihr "Ernster" Zwischenfall wurde in die INES-Stufe 1 eingruppiert: Abweichung vom normalen Betrieb der Anlage

    2300 Liter pro Stunde bedeutet 638 Mililiter pro Sekunde - wie lange glauben Sie wohl dauert es, bis eine Pumpe nach Ausfall runterläuft.
    Offenbar wissen sie nicht, was sie schreiben.

    Mit absoluter Sicherheit hat man auch keinen Rauch ausserhalb des Kraftwerks gesehen, und es wurden auch keine Schläuche in den Reaktor geführt. Tatsächlich haben kleine Ölpfützen gebrannt - nur ein Wahnsinniger löscht Öl mit Wasser.

    Ihr Beitrag macht deutlich, warum man anonymen Panikmeldungen keinen glauben schenken soll.Sie sind in aller Rergel frei erfunden.
  6. #35

    Zitat von W. v. Ockham Beitrag anzeigen
    Soso - sowas kommt "selbstmurmelnd immer mal vor"?
    Was Sie hier beinahe als Elemente des Regelbetriebs darstellen nenne ich verantwortungslose Schlamperei - entweder aufgrund Missachtung von Sicherheitsbestimmungen oder unzureichender Wartung/Überwachung.

    Das Problem wird in der der außerhalb des Gebäudes sichtbaren Rauchentwicklung erkennbar.
    Wie konnte der Rauch denn entweichen, wenn die Schleusen bestimmungsgemäß funktioniert haben und der Unterdruck im Gebäude aufrecht erhalten werden konnte?
    Wo Rauch austritt könnte übrigens auch radioaktiver Dampf austreten!

    Hier brannte aber kein Hühnerstall, sondern eine kerntechnische Anlage und die ach so trivialen Löscharbeiten haben in einer radioaktiv kontaminierten Umgebung stattgefunden. Die Störung ging immerhin mit einer Leckage des Primärkreislaufs einher.

    Immer wieder schön zu sehen, wie ernst die Risiken von den Befürwortern genommen werden.
    Machen Sie mal die Augen auf: Das Bild zeigt keinen Raich eines Ölfeuers, sondern schlichtern Wasserdampf. Dessen Quelle ist nicht abgebildet.
  7. #36

    Tsunamis in Deutschland? Und es gibt sie doch!

    Zitat von Stauss Beitrag anzeigen
    Ich habe Ihre Anregung aufgegriffen und mal gegoogelt. Liste von Talsperrenunglücken.

    Ein bemerkenswerter Unfall der erneuerbaren Energien war der von Banqiao und Shimantan in der Provinz Henan, China am 8. Aug. 1975. Durch die unmittelbaren Flutwellen: 26.000 (nach anderen Quellen bis zu 85.000), durch Hunger und Epidemien: 145.000 Tote.

    Einen vergleichbaren Staudammbruch in Deutschland mit Opferzahlen ähnlich bei allen Atom-GAU´s (also 36) konnte ich nicht finde. Der Bruch der Mönetalsperre erforderte wesentlich mehr (1.300 Tote) und die Verwüstungen waren mit denen eines GAU´s durchaus vergleichbar.
    Wenn ein Staudamm in Deutschland bricht, dann hoffen wir mal, dass kein AKW in der Nähe ist! Denn dann sind sehr plötzlich gewaltige Wassermassen an einem Ort, wo sie nicht hingehören. In Japan nennt man etwas sehr Ähnliches Tsunami.
  8. #37

    Warum kann eine Pumpe heißlaufen....

    Zitat von Thomas Kossatz Beitrag anzeigen
    Ihr "Ernster" Zwischenfall wurde in die INES-Stufe 1 eingruppiert: Abweichung vom normalen Betrieb der Anlage

    2300 Liter pro Stunde bedeutet 638 Mililiter pro Sekunde - wie lange glauben Sie wohl dauert es, bis eine Pumpe nach Ausfall runterläuft.
    Offenbar wissen sie nicht, was sie schreiben.

    Mit absoluter Sicherheit hat man auch keinen Rauch ausserhalb des Kraftwerks gesehen, und es wurden auch keine Schläuche in den Reaktor geführt. Tatsächlich haben kleine Ölpfützen gebrannt - nur ein Wahnsinniger löscht Öl mit Wasser.

    Ihr Beitrag macht deutlich, warum man anonymen Panikmeldungen keinen glauben schenken soll.Sie sind in aller Rergel frei erfunden.
    ... und dann das Lagerfett/Oel entzünden OHNE das das FRÜHZEITIG auffällt?
    .
    Fett/Öl Zündtemparatur= Helle Rotglut ca 800-1000Grad, oder Kurzschluss/Funken.... und das alles überwacht durch die Nase der Anlagenfahrer "Riecht nach Rauch!"?
    .
    In jeder anderen kritischen Industrieanlage (ich habe einige davon mitgebaut) hätten Gas/Hitzesensoren schon 1970 frühzeitig Alarm gegeben!
    .
    Das zu dem Thema Panikmache!
    .
    Was sind das für Teekessel, wo erst der Teppich brennen muss, bevor einer einschreitet? Schrotttechnik a la Tschernobil in France?
    .
    Das war eine normale Betriebsstörung, also voraussehbar, kein außergewöhnliches Ereigniss wie eine Flutwelle oder ein Erdbeben.
    .

    Der Umgang damit lässt sehr miese Schlüsse auf den Betreiber zu. Die Anlage wird m.M.n. nicht auf Sicherheit gefahren!
  9. #38

    Zitat von m a x l i Beitrag anzeigen
    Wenn ein Staudamm in Deutschland bricht, dann hoffen wir mal, dass kein AKW in der Nähe ist! Denn dann sind sehr plötzlich gewaltige Wassermassen an einem Ort, wo sie nicht hingehören. In Japan nennt man etwas sehr Ähnliches Tsunami.
    So gefährlich ist ein Staudamm auch nicht, sonst würde kein Umweltschützer Pumpenspeicherkraftwerk als eine Form der erneuerbaren Energie akzeptieren.
  10. #39

    Aber immer!

    Zitat von Thomas Kossatz Beitrag anzeigen
    Machen Sie mal die Augen auf: Das Bild zeigt keinen Raich eines Ölfeuers, sondern schlichtern Wasserdampf. Dessen Quelle ist nicht abgebildet.
    Erstens: vielen Dank für den freundlich formulierten Hinweis.

    Zweitens: habe mich mit dem "Rauch" nicht auf das dem Artikel zugeordnete Bild bezogen, sondern auf einen Textabschnitt im Artikel selbst.

    Drittens: nach Angabe der taz hat der Betreiber den Rauch-Austritt selbst bestätigt:
    Französisches Kernkraftwerk runtergefahren: Brand im AKW Penly - taz.de