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Australiens Simpson-Wüste: Sandkastenspiele*auf vier Rädern

Abenteuer Outback: Die Fahrt über australische Dünen gleicht einer Achterbahn, der Sand bedeutet jede Menge Strapazen. Doch dafür entschädigen*die Wüsten-Abende - mit*Steak, Bier und Sternenhimmel.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...785805,00.html
  1. #1

    Gute Alternative zu Nordafrika

    Wären nicht die hohen Transportkosten, wäre das tatsächlich für viele Offroad-Freunde eine tolle Alternative zum politisch instabilen und teilweise lebensbedrohlichen Nordafrika.

    Ausserdem kann hier ohne Reue Bier getrunken und Schweinerippensteaks gegrillt werden, statt Pfefferminztee und Kebab.
  2. #2

    -.-

    Zitat von bunterepublik Beitrag anzeigen
    Wären nicht die hohen Transportkosten, wäre das tatsächlich für viele Offroad-Freunde eine tolle Alternative zum politisch instabilen und teilweise lebensbedrohlichen Nordafrika.

    Ausserdem kann hier ohne Reue Bier getrunken und Schweinerippensteaks gegrillt werden, statt Pfefferminztee und Kebab.
    Pfefferminztee...mmmmmhhhhh...mnit ein bisserl Marok aus der Wüste is der super xD
  3. #3

    Gefaehrlich

    Es waere mir lieber gewesen, Spon haette nicht ueber die Simpson berichtet. Er koennte viele Touristen ermutigen mal was neues zu probieren. Die Simpson desert ist denkbar ungeeignet fuer Touristen die ein wenig Lagerfeuerromantik bei Steak und Bier erfahren wollen. Um sich hier halbwegs sicher zu bewegen bedarf es ein wenig Erfahrung und Vorbereitung. Mir wurde an diversen Roadhaeusern haeufig von Touristen berichtet die sich in Adelaide einen 4wd ausleihen und einfach losfahren und die Simpson durchqueren wollen. Sie haben kein Wasser, keine Kommunikationskenntnisse (HF, Sat. phone..), kein Kartenmaterial. Ein besonderer Fall wusste nicht einmal wie man sein Fahrzeug in 4wd mode schaltet. Wird halt schon irgendwie gehen. An der ersten Duene brauchen sie dann zehn oder mehr Versuche oder verlassen den Track um eine bessere Stelle zu finden. So wird dann auch eines der letzten Stuecke unberuehrter Natur zerstoert. Sollten sie dann irgendwo liegen bleiben, verlassen sie dann auch noch ihr Fahrzeug, welches man wahrscheinlich nach ein paar Tagen findet. Am Ende muessen wieder Helfer wie park ranger oder flying doctors ihr Leben aufs Spiel setzen, weil ein paar Europaeer einen besonderen "Kick" suchten.
    Liebe Eurpaeer, lasst die Simpson bitte wie sie ist. Fahrt aussen vorbei und macht euch ein paar schoene Tage am Ayres Rock.
  4. #4

    Sandkastenspiele machen die Simpson kaputt!

    Die Simpsondurchquerung ist eine extrem interessante Wüstentour. Nächte, Sternenhimmel, teilweise Einsamkeit, Wasserarmut, die fantastische Vegetation nach Regenfällen, .... all das zu erleben ist eine tolle Sache.

    Weil es so remote ist, ist es ein Abenteuer mit Gefahren, aber kalkulierbar, wenn man richtig vorbereitet ist. 200l Diesel in Ersatzkanistern ist die falsche Vorbereitung, denn das Fahrzeug wird völlig unnötig 200kg zu schwer. Der durchschnittliche 6 Zylinder Diesel kommt für die knapp 600km zwischen den Tankstellen in Oodnadatta und Birdsville mit 100l aus und hat in der australischen Standardausführung bereits 140 bis 180l Tanks. (vgl. exloroz.com) Daher: normal volltanken reicht. Nur 4x4 mit kleinem Tank brauchen Reserve.
    Lieber ein paar Wasserkainster mehr mitnehmen, statt völlig unnötigen Treibstoff transportieren!

    Richtig ist auch, dass man sich auf diese Tour einlassen muss. Ein perfekt gewartetes 4x4 Fahrzeug, ausreichend Wasser, Lebensmittel, Kompressor zum Reifen aufpumpen, ein bis zwei Ersatzräder, wichtigste Ersatzteile sind möglciherweise überlebenswichtig. Notfalls muss man nach einem Unfall oder einer Panne einige Tage ohne Hilfe auskommen. Und dann wird es wirklich lebensgefährlich, denn es gibt keine Notrufsäulen. Dann hilft nur Warten, Kurzwellenfunkgerät oder Sat-Phone. Denn es gibt kein Handynetz.
    Geländeerfahrung sollte man haben, denn sonst gehört man zu den Touristen, die alles kaputt fahren, incl. ihres Autos, weil sie nicht wissen, dass sie die Dünen auf dem weichen Sand nur hochkommen, wenn sie den Luftdruck der Reifen stark verringern und wieder aufpumpen, wenn es über Felsen und Steine weitergeht.
    Die unerfahrenen 4x4 Touristen haben aus lauter Spass am Wühlen und Ignoranz die Tracks total kaputt gefahren.

    Ein GPS ist auf den Hauptstrecken durch die Simpson dagegen nicht nötig, die sind sehr gut markiert.

    Viele Touristen beachten leider auch nicht, dass es in Wüsten Jahre, teils Jahrzehnte dauert, bis eine versehentlich oder mutwillig zerstörte Struktur sich erholt. Ein Lagerfeuer nachts unterm Sternenhimmel ist ein ganz tolles Erlebnis, aber irgendwann ist an den Hauptstrecken das Altholz verbrannt und die eigentlich noch lebenden paar restlichen Bäume und Sträucher gehen in Flammen auf. Das gibt schöne Fotos, aber hinterlässt Zerstörung pur, verbrannten Sand.

    Auch die Hygiene kann zum Problem werden, denn es gibt unterwegs keine Dixi Klos. Also gräbt sich jeder ein Loch in den Sand. Viele graben nicht tief genug, verbrennen dann ihr Toilettenpapier nicht und so entstehen lauter Ekelflecken in der wunderschönen Natur. Dass Bierdosen und andere Metalle nicht brennen, ist manchen Touristen völlig egal. Eine Schippe Sand über den Haufen und gut ist So werden früher traumhaft schöne Campsites zerstört und versaut.

    Unerfahrene Touristen sollten überlegen, mit 2 Fahrzeugen als Gruppe zu reisen und unterwegs per CB Funk in Kontakt zu bleiben. Das erhöht die Überlebenschancen bei einem Unfall.

    Wer wirklich Abenteuer sucht, versuche sich auch mal am Gunbarrel Highway (1400km) oder der Canning Stock Route (über 2000km mit 1 Tankstop in der Mitte). Da ist die Simpson nur ein Appetizer im Vergleich.








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