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Australiens neue Regierungschefin Gillard: Rote Rebellin mit schwerem Erbe

Die Opposition sieht eine "Mogelpackung", Zeitungen die "Traumerfüllung für Feministinnen": Julia Gillard regiert als erste Frau Australien. Kinderlos und unverheiratet mit ihrem Partner zusammenlebend gilt sie als Zielscheibe der Konservativen - und kämpft um ihre politische Glaubwürdigkeit.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...702669,00.html
  1. #1

    La Gillardine

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Opposition sieht eine "Mogelpackung", Zeitungen die "Traumerfüllung für Feministinnen": Julia Gillard regiert als erste Frau Australien. Kinderlos und unverheiratet mit ihrem Partner zusammenlebend gilt sie als Zielscheibe der Konservativen - und kämpft um ihre politische Glaubwürdigkeit.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...702669,00.html
    Gillard ist weder eine Mogelpackung noch eine Traumerfuellung. Sie hat einen ernstzunehmenden Politischen Hintergrund und muss ein paar schwere Hypotheken uebernehmen. Alles in allem ist sie ein Gluecksfall fuer Australien. Jedoch wird sie damit hadern muessen dass mit Rudd ein Premierminister abserviert worden ist der unheimlich viel gutes fuer Australien geschafft hat.
    Die Tatsache dass er wegen der Mining Tax abgesaeght wurde wirft kein gutes Licht auf Australiens demokratisches Selbstverstaendnis.
  2. #2

    weiter so Frau Regierungschefin !

    denn längst leben die meisten Menschen, egal im welchem Land, nicht mehr im alten, klassischen Familienbild zusammen.

    Auf Deutschland übertragen:
    Die Vatikanpartei CSU plus viele in der CDU, ist in Deutschland die massive Partei die den alten Muff und uralte Werte, die kaum noch einer leben will, in Deutschland immer wieder hochbringt.
    Mittelalter Pur !

    Nichteheliche Kinder ... Bastarde und ein Produkt der lasterhaften Eltern. Wie lange hatte die Kinder keine Rechte in Deutschland. Väter haben es immer noch schwer, ihre Kinder zu sehen, weil die Mutter die alleinige Sorge hat und die sie bestimmt.

    Die Muffpartei CSU will absolut nicht, das man diese Art von Familie eine Gleichstellung gibt gegenüber einer verheirateten Familie.

    Der Sündepolitiker Seehofer hat dabei den Vogel abgeschossen indem er die heilige Familie in Bayern zeigt und in Berlin ein uneheliches Kind hat.
    Diese Doppelmoral ist schlicht verlogen !

    Daher wünsche ich der Australischen Chefin, das sie neue Masstäbe setzt aber mit einer wirklichen Gleichberechtigung und keinen durchgeknallten Feminismus lebt.

    Wir brauchen in Deutschland auch so etwas, denn die wirkliche Situation sieht anders aus, wie es diese Muffpolitiker und Vatikantreue gerne haben möchten.
  3. #3

    Julia Gillard Austrealiens neuer Boss

    Den Arschtritt den sie und andere Genossen Kevin Rudd verpasst haben wird auf sie zurueck kommen. Karma. Was Kevin nicht schaffte wird sie schon garnicht vollbringen. Nicht in die Lodge einzuziehen ist ein weiser Entschluss. Nach 3 - 4 Monaten muss sie sowieso wieder raus da bei der anstehenden Wahl das Volk die ALP ( australische ARbeiterpartei ) so behandeln wird wie deren Parteibonzen Kevin behandelt haben. Der Bergbauindustrie Angstmache hat die " Arbeitervertreter " in Panik versetzt. Dass es in Unternehmerkreisen genauso zugeht wie bei ihnen selbst - ein Genosse ist der aergste Feind seines Genossen - wo ein Unternehmer den Hals nicht voll genug bekommt steht schon ein anderer da der gluecklich ist ihn abloesen zu koennen koennen die Herren nicht schnallen. Obama kann die Wallstreetspekulation nicht in den Griff bekommen, Frau Merkel nicht die Leerverkaeufe besteuern, wie sollte Herr Rudd allein mit der Umweltfrage klarkommen ??? Fuer die Aussies gibt es nun bald hoehere Steuern und Abgaben, fuer deren Millionaere durch Zinsen erhebliche Verguenstigungen.
  4. #4

    Es ist doch schon eine alte Sache, ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Opposition sieht eine "Mogelpackung", Zeitungen die "Traumerfüllung für Feministinnen": Julia Gillard regiert als erste Frau Australien. Kinderlos und unverheiratet mit ihrem Partner zusammenlebend gilt sie als Zielscheibe der Konservativen - und kämpft um ihre politische Glaubwürdigkeit.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...702669,00.html
    Männer tun sich mit Frauen an der Spitze - zumindest zu Beginn - immer schwer.

    Bei den Aussies gilt das umso mehr, weil die Aussies gesellschaftlich im viktorianischen England stehen geblieben sind, die Männer die sportsman-like Macker geben, während die Frauen sich mit der umsorgenden Weibchen-Rolle abfindet - cum grano salis. Alles ziemlich farblos, but traditional und um eigene Profilierung bemüht, was ihnen nicht leicht fällt.
  5. #5

    Na also, geht doch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Opposition sieht eine "Mogelpackung", Zeitungen die "Traumerfüllung für Feministinnen": Julia Gillard regiert als erste Frau Australien. Kinderlos und unverheiratet mit ihrem Partner zusammenlebend gilt sie als Zielscheibe der Konservativen - und kämpft um ihre politische Glaubwürdigkeit.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...702669,00.html
    Wer dem Kapital eine derart lästige neue Steuer verpaßt,
    genannt Mining Tax, hat keine Lobby mehr.
    Warten wir es ab wie lange Miss Gillard Widerstand leistet
    wenn überhaupt.
  6. #6

    Gillard regiert nun das sechsgrößte Land der Erde

    "Als erste Frau im Amt regiert Gillard nun das sechsgrößte Land der Erde", heißt es im Artikel. Das mag, bezogen auf die Fläche, durchaus richtig sein. Aber es führt doch stark in die Irre, wenn es um die Bedeutung des Landes geht, das Gillard nun regiert. Denn mit rund 22 Mio Einwohnern ist Australien etwa so groß wie NRW und Sachsen zusammen. Vom Land mit der sechstgrößten Bevölkerung - Pakistan mit rund 180 Mio Einwohnern - ist Australien doch noch ein ganzes Stück entfernt.
  7. #7

    Solange es nicht Abbott ist...

    Das Wichtigste ist, dass bei den naechsten Wahlen nicht Abbott zum Zuge kommt. Der ist naemlich ein erzkonservativer Ultra-Rechter der ganz schlimmen Sorte. Und mit dem als Premierminister, das waere eine absolute Katastrophe fuer unser Land. Selbst Howard, der konservative alte Knochen, war nix dagegen.

    Damit hat die gute Gillard meine vollste Unterstuetzung, kinderlose Frau von Labour oder ultra-konservativer, hoch-religioeser Scharfmacher aus der ganz rechten Ecke: Keine schwere Wahl. Leider sind die Aussies hier meist politisch sehr blauaeugig, weshalb diese Einschaetzung nicht unbedingt fuer die Mehrheit der Bevoelkerung gelten muss.

    Von meiner generellen Unterstuetzung Gillard's mal abgesehen, was man von den Umstanden von Rudd's Abwahl halten soll, weiss ich auch nicht wirklich: Dies ist eine Spezialitaet des australischen Politik-Zirkus und geschieht auf Laenderebene mit den Premiers der einzelnen Staaten auch staendig. Auf der einen Seite hat es einen gewissen Reiz, dass sich der jeweilige Regierungschef seines Postens nie so ganz sicher sein kann und eine interne Meuterei fuerchten muss (waere in Deutschland oder anderen Laendern ja manchmal auch ganz schoen). Auf der anderen Seite sind es leider schwer zu durchschauende parteiinterne Machtspiele von irgendwelchen undbekannten Hinterbaenklern, die einen solchen Ueberraschungssturz herbeifuehren. Und das ist leider alles andere als transparent und fuer die Oeffentlichkeit nur schwer zu durchschauen.
  8. #8

    Sie macht einen kompetenten Eindruck...

    .... und wird nach hoffentlich gewonnener Wahl eine tüchtige Regierungschefin werden.

    Irgendwo habe ich gelesen, dass sie auch ein Ende der unzeitgemäßen Abhängigkeit von Großbritannien anstrebt, in dem sie endlich die britische Königin als australisches Staatsoberhaupt ablösen, spätestens aber beim nächsten Thronwechsel sich vom englischen Königshaus verabschieden will.

    Das wird aber auch Zeit, Monarchen sollten in Demokratien keine Rolle mehr spielen, ihre Zeit ist endgültig vorbei, sie haben über Jahrhunderte genügend Unheil angerichtet, Kolonial- u. Eroberungskriege geführt und ihre "Untertanen" malträtiert.

    Deshalb wird Australien hoffentlich bald einen demokratisch legitimierten Präsidenten haben.


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