Wiktoria Asarenka hat das erste Grand-Slam-Turnier der Saison gewonnen. Die Weißrussin setzte sich im Finale der Australian Open deutlich*gegen Maria Scharapowa durch. Dank ihres Erfolges ist*die 22-Jährige*die neue Nummer eins der Welt.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,811937,00.html
Wen Sie das Match gesehen und vor Allem gehört hätten, musste Ihnen auffallen, dass beide Spielerinnen ungefähr gleich laut und in fast identischer Frequenzlage akustisch präsent waren. Ich umschreibe das etwas , weil im Moment versucht wird, zwischen Stöhnen und Kreischen zu differenzieren. Ich kann mich nur wundern, wie sonst Ernst zu nehmende Persönlichkeiten der Tennisszene sich für ein Verbot öffentlich einsetzen. Demnächst haben wir vielleicht neben dem Hawk-Eye auch noch einen Schalldruck-Messer (welche Ohrkurve angesetz wird, wäre dann wohl noch festzulegen :-))
Das Messgerät müsste man dann an definierter Stelle positionieren (oder in Koppelung mit dem Hawk-Eye softwaremäßig auf virtuell identische Entfernung zurückrechnen, weil der gemessene Schalldruck von der Entferung zur Geräuschquelle abhängt.
Mich hat das Kreischen noch nie gestört und ich empfinde das Stöhnen nicht nur als befreiend, sondern es erfüllt auch Funktionen der Atemsteuerung und der psychischen Hygiene. In anderen Sportarten wird ebenfalls gestöhnt. Man wird es nicht verbieten, denke ich. Warum? Näheres hier Funktioniert Tennis auch ohne Stöhnen? « Tennisfragen
Ich vermute, die richtige Antwort ist: Nur bei Männern.
Gegenvorschlag: Wir setzen drei oder vier zusätzliche Schiedsrichter ein, die durchaus aus der Musikindustrie stammen dürfen - Thomas Stein, Andre Rieu und ja, meinetwegen auch Dieter Bohlen. Die bewerten dann die Akustik und stimmen über eine B-Note ab. Die wird dann nicht unbedingt mit dem Tennis-Resultat vermengt, sondern dient zur Ermittlung des Gewinners eines Sonder-Grammys für die akustisch produktivste Tennisspielerin. Wenn das greift und auch ein entsprechender Plattenverkauf zu erreichen ist - einen Sampler, der auch historische Aufnahmen bietet, zum Beispiel der dritte Satz bei dem Finale des X-Y-Turniers in Soundso, Monika Seles in Dolby Surround Sound könnte ich mir sehr populär vorstellen.
Dann könnte man das ja ausweiten - zum Beispiel auf Turmspringen. Vielleicht muß man die Mädels da erst noch auf den Trichter bringen, daß sie ja auch Geräusche machen könnten, aber das wäre es doch sicher wert, wenn Sie das so schön finden.
(End Of Sarcasm)
P.S. Obigen Link gelesen und wie folgt geantwortet:
Einen "Kraftsport" haben Sie unberücksichtigt gelassen, obwohl da auch die Atemtechnik für den Erfolg entscheidend ist: Den Gesang. Hier bietet sich die Frage an, ob der Luftausstoß nicht auch mit "sozial kompatibleren" Geräuschen verbunden werden könnte - dem Operntenor gelingt dies jedenfalls.
Überhaupt stellt sich die Frage, warum die Damen so viel geräuschvoller Tennis spielen als die Männer. Könnte es sein, daß Männer wegen der zu erwartenden längeren Spieldauer mit ihrem Atem mehr haushalten müssen? Nun kann man natürlich John MacEnroe als klassisches Beispiel dafür anführen, daß auch Männer nicht immer geräuschlose Tennisspieler sind. Aber - er hat nicht beim Spiel Radau gemacht, sondern nur zwischendurch.
Hype ist over...aber nur in Deutschland...
Weil es damals unsere Steffi und vielleicht noch auch Anke Huber gab, verfolgte man den Tennis viel mehr und daher kannte man ja auch die anderen, die ganzen Steffis Rivalinnen; Seles, Navratilova, Sanchez, Capriati, Novotna, und wie sie alle hiessen...
Heute kucken in Deutschland den Tennis nur die wenigen, nur die eingefleischten Fans und daher kennt das breite Publikum die ganzen Spielerinnen wenig, bzw. gar nicht...
Sollten aber Petkovic oder Lisicki ein Grand-Slam-Turnier gewinnen, würde sich das wieder ändern...
Jedenfalls, hat sich eins geändert: der Damentennis ist in den letzten Jahren, durch die vielen Russinnen und andere, viel weiblicher und hübscher gewordden.
Erstens hatte ich es gesehen, zweitens geht aus meinem ersten Kommentar klar hervor, dass ich mich auf beide Spielerinnen bzgl. des Stöhnens bezog, nur dass die Australier Scharapowa eben nicht dafür ausgebuht hatten, darum ging es.
Das laute Stöhnen ist völlig überflüssig, unfair und unsportlich, weil es den Gegner irritiert, und das Schlaggeräusch übertönt. Erstens seit M. Seles ist es so schlimm geworden.
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