Zitat von
cobaea
Möglicherweise lebt der Schreiber des Beitrags, auf den Sie sich beziehen, in einer der Städte, in denen Tausende Russlanddeutscher angesiedelt wurden. Ich kenne da mindestens eine Stadt, in der jeder 4. Einwohner Spätaussiedler ist (und eine weitere, bei der es etwa jeder 5. bis 6. ist). Bei einer so grossen Zahl von Emigranten ist es ziemlich egal, woher sie kommen - es wird darunter (wie unter den Einheimischen auch) immer neben ehrenwerten, bildungsbeflissenen und arbeitsamen Menschen auch bauernschlaue, faule, freche und bildungsunwillige geben.
Und wie immer bei so grossen Gruppen, tendieren diese dazu in einem "Paralleluniversum" zu leben, in dem die Sprache des Landes, aus dem man kommt, sowie "alte" Sitten und Gebräuche gepflegt werden. Das kann bereichernd sein, aber auch schwierig. Das unterscheidet russlanddeutsche Gemeinschaften nicht von türkischen. Integration ist in beiden Fällen etwas, das von Seite der Neuankömmlige genauso gewollt werden muss, wie von Seiten der Einheimischen - sonst wird das nix.