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Austausch-Log USA: Falsche Weißwurst, echte Heimat

Ein Städtetrip nach New York, ein Weißwurst-Festival, dann der Wechsel der Gastfamilie: Seit einem Monat ist Maximilian Lüderwaldt, 17, als Austauschschüler in den USA und fühlt sich jetzt schon ganz zu Hause. Auch die Schule hat angefangen - und ist ganz schön anspruchsvoll.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...721085,00.html
  1. #10

    Hmm...

    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Nur weil es ein paar schlechte Erfahrungen gibt, sollte man nicht das ganze Programm stürzen lassen.
    Meine Eltern hatten einmal eine so "weitergereichte" Austauschschülerin aufgenommen. Ihre Gastfamlie bestand darauf, dass sie jeden Tag ein paar Becher Mah-Tee trinken sollte und zumFrühstück gab es meist geschabte Möhren. Sie fanden, dass ihr Gast ausgesprochen unhöflich war, weil ihr das icht gefiel. Sie war ein ruhiges, fast schüchterndes Mädchen und sagte uns, dass wir ihr Deutschlandbild maßgebend verändert hätten.
    So geht das....
    Ihr Deutschlandbild?
  2. #11

    öhm...

    Zitat von backero Beitrag anzeigen
    sagt mal, war irgendeiner von Euch jemals in USA? Und ich meine nicht 1 Woche in Florida in Disneyworld. Ich meine wirklich mal das Leben in den USA erlebt und verstanden, auch das Schulsystem. Ich bin seit 20 Jahren hier und durch das gesammte Schulsystem durch. Wenn Ihr nicht so von Euren Vorurteilen geblendet waert, dann wuerdet Ihr sehen, dass das Amerikanische Schulsystem, mit all seinen Macken und Schwaechen, die besten, qualifiziertesten und innovativsten Arbeitskraefte erzeugt.
    Hahaha...Danke, ich habe lange nicht mehr so gelacht.


    Woher kommt die ganze Innovation? Aus den USA...
    Aber natürlich doch, alles kommt aus den USA! Der Rest der Welt ist nur trockene Einöde.
    Welche Innovationen meinen sie denn genau?

    Ausserdem, in den USA gibt es zwar sicherlich Schulen, die suboptimal sind, wenn ich aber vergleiche, was fuer eine Null-Bock-Mentalitaet in den Deutschen Schulen herrscht,
    Ach wirklich? Ich glaube Null-Bock-Mentalität finden sie an jeder Schule.

    dann ziehe ich das US Sytem jederzeit vor weil man a) mit 21 und nicht mit 30 Anfaengt zu arbeiten
    Also ich hab hier mit 16 angefangen zu arbeiten.
    und b) viel praktischere Erfahrung sammelt und nicht 100% Theorie wie in den Deutschen Unis und c) weil es hier Spass macht zu lernen und nicht wie in Deutschland eine elendige Qual ist.
    Genau das ist ja das was die deutsche Ausbildung so gut macht. Das theoretische Wissen!
    Man sieht allein schon am einfachen Handwerker. Versuchen sie mal einen brauchbaren zu finden, das ist wie Lotto spielen. Jeder der einen Schraubenzieher halten kann, darf sich Installateur nennen. Hier gibt es zwar auch schlechte Handwerker, aber die haben ihren Beruf wenigstens richtig gelernt.
    Offensichtlich war ihnen das lernen hier wohl zu anstrengend gewesen, und sind deshalb ausgewandert?
    Ich hoffe doch sehr, dass sie jetzt nicht auch einer dieser Handwerker in den Staaten sind.
    Anstatt anzuprangern, wie dumm die Amis sind, solltet Ihr mal in den Spiegel gucken, da seht Ihr die Leute mit viel ausgepraegteren Vorurteilen die versuchen, Ihre Meinung als Fakten dazustellen.
    Sie würden das natürlich nie tun, stimmts? ;o)
  3. #12

    Kein "verlorenes Jahr"

    Zitat von marypastor Beitrag anzeigen
    natuerlich individuelle Unterschiede bei Austauschschuelern. Einige findens toll, andere nicht. Im Grunde ist es aber doch ein verlorenes Jahr. Eben ist man drin, muss man schon wieder nach Hause. Die Schulen im Ausland behandeln diese Schueler "grosszuegig". Sie bleiben ja nicht lange. Man ist nett. Es gibt keine schlechten Noten , keiner faellt durch. Alles halbe Sachen also, bisschen Urlaub, bisschen Abenteur, bisschen Schule, bisschen neue Sprache. Und dann zurueck in Deutschland stellen die armen Typen fest, dass die Klasse schon weiter ist und man jetzt nachbueffeln muss.

    Ich möchte Ihnen widersprechen:
    Die Zeit ist auf keinen Fall "verloren"; auch negative Erfahrungen sind wichtig fürs Leben.
    Während allerdings unsre Tochter nach USA wirklich ein halbes Jahr lang "büffeln" musste (besonders in Französisch, weil es in Ami-Land faktisch keinen Französisch-Unterricht gab an ihrer Schule), hatte es unser Sohn nach Neuseeland erheblich einfacher. OK, er musste auch "den Anschluss suchen"; aber das war ne Sache von 2 oder 3 Wochen.


    @ "Montanabear":
    "Ein paar schlechte Erfahrungen" ist leicht untertrieben. Ich kenne insgesamt zwischen 30 und 50 Schüler, die in den USA waren. Von den Mädchen hat sich nicht eine positiv geäußert, von den Jungen kenne ich zwei positive Berichte.
    Schlimm war in sehr vielen Fällen das Verhalten der jeweiligen Gasteltern: Man "hält sich" einen Austauschschüler, um zu zeigen, dass man "weltoffen" ist. Und weiß nicht mal, wo D auf dem Globus zu finden ist!

    Die Austauschschüler - nur um die geht es hier - haben KEINE Schulwahl - zumindest nicht bis etwa 2002 (neuere Meldungen kenne ich nicht, da ich keine Kontakte mehr zu jüngeren Schülern habe).

    Wir selbst wurden bereits 1979 mit schlichtweg saublöden Fragen knfrontiert, so dass man sich fragen musste, ob die jeweiligen Fragen eigentlich ernst gemeint waren.
    Und unsre Tochter bzw. Ihre "Einstellung war eben NICHT konfrontär und aggressiv"; ganz im Gegenteil - sie hatte Jahre darauf hingearbeitet, für ein Jahr in die USA zu gehen!!!
    Wenn sie heute beruflich in die USA muss, fasst sie das eher als eine Strafaktion auf!

    Übrigens haben wir selbst US-Verwandtschaft. Unsre Tochter war allerdings bewusst NICHT bei der Verwandtschaft gewesen (lag nicht an der Verwandtschaft, auch nicht an der Tochter - ehe jetzt wieder flache Erwiderungen kommen!).
    Und unsrem Sohn hat es lediglich gestunken zu sehen, wie dünn die Bretter waren, die an der Schule unsrer Tochter gebohrt wurden.



    @ "backero":
    Na, dann sind ja zumindest Sie vollständig in den USA integriert. Haben Sie sich mal überlegt, dass die meisten Nobelpreisträger, die "die USA" liefern, in Wahrheit Europäer, Japaner oder Chinesen sind, die halt Dank der wirklich besseren, optimalen Arbeitsbedingungen an einigen Eliteuniversitäten lieber in den USA arbeiten als in den Heimatländern?!
  4. #13

    Noch'n Nachtrag für "backero"

    Wie erklären Sie sich folgendes Pänomen:


    Unsre Tochter (OK, sie war stets eine sehr gute Schülerin) ist nach vier Wochen die BESTE in englischer Grammatik an einer Schule mit ca. 1.200 bis 1.400 Schülern. Datenschutz gibt's da nicht, die Listen werden ausgehängt!
    Auf den Plätzen folgen (Reihenfolge nicht mehr genau bekannt, spielt aber auch keine Rolle):
    Japanerin
    Deutscher aus Erfurt
    Spanierin
    Potugiese
    zwei Schwedinnen
    Chinese
    ...
    ....
    .....
    und irgendwann kam dann auch mal ein "Eingeborener" - und das war (ach du lieber Gott!) auch noch ein US-Neger; und DAS in Lousiana, wo die wohl schlimmsten Rassisten leben, die zumindest WIR jemals kennen lernten.

    Zur Qualität der "Ausbildung" an US-High Schools verweise ich Sie gerne auf diverse Untersuchungen der National Geographic Society, die schon vor über 20 Jahren das katastrophale Weltbilds bzw. dessen Kenntnis durch die US-Schüler aufgedeckt hat und ein Programm startete, um dieses unglaubliche Nicht-Wissen zu bekämpfen. Damals waren etwa 65 % der US-Amerikaner zwischen 15 und 65 NICHT in der Lage, ihren momentanen Standort auf dem Globus zu zeigen. In Europa und Japan war zum gleichen Zeitpunkt der Wert genau umgekehrt!

    Na ja, wenn die Erde ne Scheibe ist (der SPIEGEL berichtete!) und das Ptolomäische System gerade revitalisiert wird ......
  5. #14

    College?

    Zitat von backero Beitrag anzeigen
    sagt mal, war irgendeiner von Euch jemals in USA? Und ich meine nicht 1 Woche in Florida in Disneyworld. Ich meine wirklich mal das Leben in den USA erlebt und verstanden, auch das Schulsystem. Ich bin seit 20 Jahren hier und durch das gesammte Schulsystem durch. Wenn Ihr nicht so von Euren Vorurteilen geblendet waert, dann wuerdet Ihr sehen, dass das Amerikanische Schulsystem, mit all seinen Macken und Schwaechen, die besten, qualifiziertesten und innovativsten Arbeitskraefte erzeugt. Woher kommt die ganze Innovation? Aus den USA...Ausserdem, in den USA gibt es zwar sicherlich Schulen, die suboptimal sind, wenn ich aber vergleiche, was fuer eine Null-Bock-Mentalitaet in den Deutschen Schulen herrscht, dann ziehe ich das US Sytem jederzeit vor weil man a) mit 21 und nicht mit 30 Anfaengt zu arbeiten und b) viel praktischere Erfahrung sammelt und nicht 100% Theorie wie in den Deutschen Unis und c) weil es hier Spass macht zu lernen und nicht wie in Deutschland eine elendige Qual ist. Anstatt anzuprangern, wie dumm die Amis sind, solltet Ihr mal in den Spiegel gucken, da seht Ihr die Leute mit viel ausgepraegteren Vorurteilen die versuchen, Ihre Meinung als Fakten dazustellen.
    Ich bin eine, die schon ne Weile in den USA lebt und arbeitet. Und auch eine, die ihre Kinder in die Schule stecken wird. Auch eine, deren Mann noch nach 10 Jahren den College Kredit abbezahlt.
    Es mag stimmen, dass Amis durchaus qualifizierte Arbeitskraefte "produzieren", aber meist leider nicht in den public schools in den nicht-reichen Nachbarschaften. Somit zieht es jeden, der Schulkinder hat und es sich leisten kann, in bessere Gegenden. Und wie schon vorher gesagt, wenn man nicht gerade ein Stipendium bekommt, erkauft man sich die "Qualifizierung" sehr teuer und ein Collegeabsolvent, der 20 Jahre abbezahlt, steht nun mal kaufkraftmaessig nicht so gut dar, wie jemand, der ohne Kredite ins Arbeits- und Familienleben geht.
    Nicht alles ist sonnig hier in den USA, genauso wenig wie in Deutschland.
  6. #15

    Das Uebliche eben

    Erst einmal finde ich es toll, wenn man sich mit 17 im Rahmen eines Austauschprogramms in die USA aufmacht. Ich kanne jedem hier versichern, dass das Jahr bestimmt nicht verloren ist, sondern ein "Investment" darstellt, das im Leben manche Rendite abwerfen duerfte: angefangen von den Kontakten, die man knuepft, ueber den Abbau von Vorurteilen bis hin zu den lebenspraktischen Kenntnissen (Sprache, Einkaufen asf).

    Dass hier die ueblichen anti-amerikanischen US-Basher auftauchen, darf in einem SPIEGEL-Forum nicht verwundern. Ich kenne kaum eine auslaendische Publikation, in der ebenso massiv wie liebevoll anti-amerikanische Vorurteile kultiviert werden wie im SPIEGEL. Dass manches Redaktionsmitglied, welches sich lang und breit ueber Amerika auszulassen pflegt, offenbar noch nicht einmal richtig Englisch kann, wurde hier schon wiederholt festgestellt.

    Dass hier das Niveau der Schulen betraechtlich differiert, wurde mehrmals zurecht festgestellt. Dies ist nicht nur an der Trennungslinie private vs. public festzumachen, auch unter den public schools gibt es erhebliche Unterschiede.

    Insgesamt stimme ich denjenigen zu, die meinen, dass man hier schon die richtige Schule fuer seine Kinder finden kann, was aber mit einem erheblichen Rechercheaufwand und manchmal auch hinterher mit betraechtlicher Herumfahrerei verbunden ist.

    Unterm Strich denke ich, dass die besten Schulen hier um einiges besser sind als die besten deutschen Schulen und umgekehrt die schlechtesten Schulen ein an deutschen Verhaeltnissen gemessen unterirdisches Niveau haben.

    Tja, in Germany ist man eben verliebt in Mittelmass und Durchschnitt ... um mal wieder ein weiteres Klischee zu bedienen.
  7. #16

    ja, ja, das "Niveau" .......

    Zitat von SBorst Beitrag anzeigen
    Erst einmal finde ich es toll, wenn man sich mit 17 im Rahmen eines Austauschprogramms in die USA aufmacht. Ich kanne jedem hier versichern, dass das Jahr bestimmt nicht verloren ist, sondern ein "Investment" darstellt, das im Leben manche Rendite abwerfen duerfte: angefangen von den Kontakten, die man knuepft, ueber den Abbau von Vorurteilen bis hin zu den lebenspraktischen Kenntnissen (Sprache, Einkaufen asf).

    Dass hier die ueblichen anti-amerikanischen US-Basher auftauchen, darf in einem SPIEGEL-Forum nicht verwundern. Ich kenne kaum eine auslaendische Publikation, in der ebenso massiv wie liebevoll anti-amerikanische Vorurteile kultiviert werden wie im SPIEGEL. Dass manches Redaktionsmitglied, welches sich lang und breit ueber Amerika auszulassen pflegt, offenbar noch nicht einmal richtig Englisch kann, wurde hier schon wiederholt festgestellt.

    Dass hier das Niveau der Schulen betraechtlich differiert, wurde mehrmals zurecht festgestellt. Dies ist nicht nur an der Trennungslinie private vs. public festzumachen, auch unter den public schools gibt es erhebliche Unterschiede.

    Insgesamt stimme ich denjenigen zu, die meinen, dass man hier schon die richtige Schule fuer seine Kinder finden kann, was aber mit einem erheblichen Rechercheaufwand und manchmal auch hinterher mit betraechtlicher Herumfahrerei verbunden ist.

    Unterm Strich denke ich, dass die besten Schulen hier um einiges besser sind als die besten deutschen Schulen und umgekehrt die schlechtesten Schulen ein an deutschen Verhaeltnissen gemessen unterirdisches Niveau haben.

    Tja, in Germany ist man eben verliebt in Mittelmass und Durchschnitt ... um mal wieder ein weiteres Klischee zu bedienen.

    5 % aller US-Schüler "lernen" EIN Jahr lang eine Fremdsprache; 2 % aller US-Schüler "lernen" eine Fremdsprache 2 oder mehr Jahre.
    Schulen in Wisconsin, die von sich behaupten, Deutsch anzubieten, benutzen als Lehrbuch die Luther-Bibel!!!!
    Mit gutem Gewissen darf man sagen, dass die "durchschnittliche" US-High School nicht mal entfernt das deutsche Mittelmaß erreicht - von erfreulichen Ausnahmen abgesehen.

    Zur Erinnerung: Es geht / ging hier nicht um Leute, die in den USA leben und sich in gewissem Rahmen die Schule für ihre Kinder aussuchen können. Es geht / ging um die so genannten

    AUSTAUSCHSCHÜLER

    wobei das Wort "Austausch" insofern etwas irreführend ist, als dass in aller Regel Schüler aus aller Welt nach USA gehen, aber kaum US-Schüler in die Welt hinaus! Ausnahme: Die missionierenden Mormonen, die erstens selbst gut Deutsch sprechen, wenn sie hier auf die Bevölkerung losgelassen werden und zweitens immer SEHR erstaunt sind, wieviele Leute bei uns hier Englisch doch ziemlich flüssig sprechen.
    Ich selbst wurde schoon mehrfach (bei heftigen Diskussionen mit Mormonen) als Amerikanerin oder Britin angesehen, wobei mein Englisch zwar gut, aber alles andere als perfekt ist.
    Liegt wohl daran, dass die Amis selber nur GLAUBEN, dass sie Englisch sprechen .......
  8. #17

    Absolut...

    Zitat von mimmelit Beitrag anzeigen
    Ich bin eine, die schon ne Weile in den USA lebt und arbeitet. Und auch eine, die ihre Kinder in die Schule stecken wird. Auch eine, deren Mann noch nach 10 Jahren den College Kredit abbezahlt.
    Es mag stimmen, dass Amis durchaus qualifizierte Arbeitskraefte....
    Ich stimme Ihnen vollkommen zu, dass hier in USA nicht alles sonnig ist, im Gegenteil, es gibt massive Probleme mit den sich die Leute hier auseinandersetzen muessen. Die Verschuldung ist sicherlich eins davon, desweiteren die Armut in den Staedten etc. etc. etc.. Aber, im Gegenteil zu anderen Laendern habe ich vertrauen, dass sich die Dinge hier pragmatisch aendern, damit sich das Land wieder aus der Kriese erholt. Die groesste Staerke der Amerikaner ist, dass sie, wenn es ein Krise gibt, wie eine eins hintereinander stehen und zusammenarbeiten. Wenn man sich Laender wie Deutschland dagegen anschaut, scheint es so als ob sich alle nur zerfleischen wollen um die kuemmerlichen Reste zu ergattern.
    Ich kann mich nur freuen, dass ich so viele Reaktionen auf meine Aussage kriege. Denn in diese Antworten sieht man, wie abgeschottet und vorurteilhaft die Autoren der Antworten doch sind mit ihren teilhaft rassisstischen und auslaenderfeindlichen Aussagen. Aber das ist ja leider das Norm in Deutschland. Kein Wunder, dass Auslaender sich dort nicht integriert fuehlen und letztes Jahr 345,000 qualifizierte Leute das Land verlassen haben und in Laender auswandern wie die USA, wo man dann letztlich doch einiges mehr an Chancen hat als in Deutschland.
    Besonders freue ich mich immer wenn Leute die Amerikaner verurteilen mit der Aussage, sie wuessten ja noch nichtmal wo Deutschland auf der Karte liegt...diese Aussage zeigt sehr deutlich, wie unfaehig diese Leute sind andere Laender und Menschen mit einer neutralen Brille zu betrachten. Denn in den USA ist foreign policy relativ unwichtig, das Land ist einfach zu gross und die Leute kuemmern sich lieber um lokale Themen. Wieso muss jemand in Iowa wissen wo Deutschland liegt, Deutschland ist relativ unwichtig fuer die Amerikaner. Fuer was fuer ein Job qualifiziert man sich mit Geographiekenntnissen??
  9. #18

    Zitat von marian.2.k Beitrag anzeigen
    Wie erklären Sie sich folgendes Pänomen:

    Unsre Tochter (OK, sie war stets eine sehr gute Schülerin) ist nach vier Wochen die BESTE in englischer Grammatik an einer Schule mit ca. 1.200 bis........
    Dass Sie die USA schlecht finden, haben Sie mittlerweile mehr als hinreichend dargelegt. Also, warum verschonen Sie uns fürderhin nicht vor Ihren Erlebnissen von vor 31 oder 20 Jahren als Replik auf einen Austauschlog aus dem Jahr 2010? Ich bin überzeugt davon, dass sich die Welt nicht nur in Europa weiter gedreht hat. Obwohl, an einem gewissen Rechner-Standort in Deutschland scheint zumindest das USA-Bild noch das gleiche wie vor 20 Jahren zu sein. Im Übrigen bin ich nicht sicher, dass die heutigen Durchschnittsschülerleistungen in D mit denen von vor 20 Jahren konkurrieren könnten. Und noch ein Übrigens: Wie Sie aus der Lektüre des Spiegel/Spon-Artikels über ein paar Fehlgeleitete darauf kommen, in den USA würde das ptolemäische Weltbild "revitalisiert", erschließt sich wohl nur wenigen Spon-Forumsusern mit einem in Beton gegossenen USA-Bild.
  10. #19

    Äpfel mit Birnen vergleichen.

    [QUOTE=backero;6374653]Aber das ist ja leider das Norm in Deutschland. Kein Wunder, dass Auslaender sich dort nicht integriert fuehlen und letztes Jahr 345,000 qualifizierte Leute das Land verlassen haben und in Laender auswandern wie die USA, wo man dann letztlich doch einiges mehr an Chancen hat als in Deutschland.QUOTE]

    Man wandert in die USA aus um den "Amarican way of life" zu leben, die Frage des "intergrieren wollen" stellt sich gar nicht. Sie wurde mit der Einwanderung POSITIV beantwortet.
    Gleiches gilt für andere "klassische" Einwanderungsländer wie etwa Kanada oder Australien. Die Menschen zieht es dorthin weil sie sich eine bessere Zukunft erhoffen UND weil sie die Enge und die Zwänge ihrer Herkunftskulturen -zumindest größtenteil- hinter sich lassen wollen. Und diese Länder haben in Ihren Einwanderungsgesetzen gewisse Hürden eingebaut, die nehmen längst nicht jeden und Anpassungsunwillige schon mal gar nicht!

    Und genau DAS ist bei unserer Migrationproblematik NICHT der Fall!



    Übrigens irren Sie sich bei der Zahl der DEUTSCHEN Auswanderer um lockere 350% http://www.spiegel.de/politik/deutsc...696863,00.html

    Dazu gehören auch ein gerüttelt Maß an Rentnern die den Lebensabend unter südlicher Sonne verbringen wollen. Der Verlust an aktiven Hochqualifizierten wird zwar gerne propagiert, stimmt aber so nicht!


    Und das Hauptauswanderungsland ist übrigens POLEN!

    http://de.statista.com/statistik/dat...tschland-2009/

    Nichts gegen Polen, ein schönes Land mit netten Menschen und einer großartigen Kultur...aber Hoffnungsort der Hochqualifizierten ist es doch wohl eher nicht.


    Auch für Sie gilt das alte Lied: Erst denken, dann reden!








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