...ich habe immer schon Schüler bewundert, die einen Austausch nicht in komfortablen Ländern, sondern wie hier - mitten in Rußland verbringen. Die Kenntnisse der Sitten und der Sprache bringen einen riesigen Vorteil beim späteren Jobsuchen. Jeder depp kann heutzutage english, französich und/oder spanisch vorweisen, es ist nichts Besonderes mehr (v.a. im Kreise der Akademiker). Und Russland ist und bleibt ein sehr bedeutender Handelspartner...somit war das ein absolut cleverer Schritt, für eine längere Zeit nach Rußland zu gehen.
Den offenen Rassismus der Russen zu den Menschen aus dem Süden/Kaukasus konnte ich bei meinen Reisen vielerorts ebenfalls bestätigen. Die Gründe dafür sind aber viel tiefer zu sehen als nur "eine Folge der verfehlten Einwanderungspolitik". Aus den südlichen Ländern wie Usbekistan, Kaukasus etc. mussten die dort einsässigen Russen nach dem Zerfall der SU eilig ausreisen, weil die aufkommende Intoleranz zu den "nicht - moslems"
unerträglich bis lebensgefährlich wurde. Somit liegt die "fehlende Sympathie" für einander auf den beiden Seiten.
Das Verhältniss der Russen zu den "Europäern" bzw. "WASP"s ist wiederum diametral anders, - sehr herzlich bis bewundernd.
Insgesamt als sehr sinnvoll investiertes "Auslandsjahr", welches sich sowohl in punkto Erfahrungen als auch spätere Jobaussichten auf jeden Fall positiv bemerkbar machen wird.

Antworten / Zitieren

