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Ausstieg aus US-Wahlkampf: Herman Cain sucht seinen Plan B

Vorwürfe sexueller Belästigung und Berichte über ein außereheliches Verhältnis: Herman Cain geriet zuletzt immer mehr in Erklärungsnot. Jetzt wirft der Republikaner hin, steigt aus dem Rennen um die US-Präsidentschaft aus. Wie es weitergehen könnte, schaut er sich bei Sarah Palin ab.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...801565,00.html
  1. #1

    Plan B war immer Plan A.

    Wenn man sich den Vorwahlzirkus genauer betrachtet, ist noch eine andere Erklärung wahrscheinlich. Herman Cain (und vielleicht auch andere Kandidaten) hatte nie wirklich vor gegen Obama anzutreten, sondern hat die Vorwahl als Bühne für das Selbstmarketing benutzt.

    Cain war an seiner eigenen Kampagne reichlich uninteressiert:
    - Zur Außen- und Sicherheitpolitik hat er überhaupt nicht Stellung bezogen, obwohl dies eine der wichtigsten Aufgaben der Bundesregierung ist.
    - ER hatte in wichtigen Vorwahlstaaten keine Stäbe eingerichtet, wie die anderen Kandidaten.
    - Der 999-Plan stammt aus dem Computerspiel Sim-City.
    - Nach mehreren kontroversen Äußerungen hat er rumgerudert und mehrere Tage später gemeint, dies seien Scherze gewesen.

    Möglicherweise hat er es stetes darauf angelegt eine Art politischer Medienstar ohne politische Pflichten zu werden, wie Sarah Palin, Ann Coulter oder Michael Moore. Als sojemand kann er Bücher verkaufen, TV-Sendungen moderieren und bezahlte Reden halten und damit wesentlich mehr Geld verdienen, als es ein Senator oder gar der Präsident tut.
  2. #2

    Cain -> Gingrich

    Das "Social Media"- Stimmungsbild ist soweit klar, keiner zweifelt daran, dass Cain Gingrichs Kandidatur unterstützen wird. Obwohl es irgendwie komisch ist, dass jemand, der sich von den Medien wegen einer angeblichen Affäre gestürzt sieht, zu jemandem ins Boot steigt, dem die meisten Medien bestätigte Affären und jede Menge Flip- Flops dieser Tage nicht übel nehmen. Auch die Wähler scheinen sehr vergesslich zu sein, eigentlich unvorstellbar, dass jemand, der vor 14 Jahren solche Presse hatte, nun die Polls anführt: http://www.washingtonpost.com/wp-srv...ies/012297.htm

    Interessant finde ich ja, wie sich der Administrator vom Herman Cain Forum entschieden hat, nachdem sein Kandidat das Handtuch geworfen hat: http://www.hermancainforums.com/inde...9&topic=1824.0
  3. #3

    Tja, Herman

    Ganz richtig erkannt, Politik ist ein schmutziges Geschaeft. Wenn er auch nicht derjemige war, der den meisten Schmutz geworfen hat, war er aber einer derjenigen, die mit der Schutzkampagne losgelegt hat und diesen Wahlkampf wohl zu einem der Schmutzigsten werden laesst, denn die USA jemahls gesehen haben. Er ist ja nicht der Erste, der ueber wirkliche oder angebliche angeblichen Sex-Affaeren gestolpert ist. McCain kann da ja auch ein Lied von singen, da war es George W., der ihn mit einer angeblichen Affaere zu Fall gebracht hat. Jetzt ist wieder einer raus und das Einzige was einem zu ueberlegen bleibt ist wer ist wohl der/die naechste. Chancen hatte Cain nicht wirklich denn mit 9/9/9 als einzigem Thema geht nicht viel.
  4. #4

    Obama macht es richtig...

    ...er wartet, bis die republikanischen Dummköpfe sich selbst demontiert haben.

    Und das verstehen sie meisterlich.
  5. #5

    Quod licet Jovi...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vorwürfe sexueller Belästigung und Berichte über ein außereheliches Verhältnis: Herman Cain geriet zuletzt immer mehr in Erklärungsnot. Jetzt wirft der Republikaner hin, steigt aus dem Rennen um die US-Präsidentschaft aus. Wie es weitergehen könnte, schaut er sich bei Sarah Palin ab.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...801565,00.html
    Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen einem Kennedy, einem Clinton oder einem Cain?

    Warum wurden in einer Periode hoechster Pruederie JFK aussereheliche Beziehungen "Happy Birthday, Mr. President..." nachgesehen, und in der heutigen aufgeklaerten Zeit dem Clinton oder Cain eben nicht?
    Liegt es vielleicht an der Klasse der betroffenen Frauen?
  6. #6

    Es ist gut

    Es ist wirklich gut, daß sich die Kandidaten der Republikaner nach und nach selber demontieren.

    Ihre Unwissenheit ist erschreckend und noch erschreckender wäre, sich solch einen Simpel als Präsident einer Supermacht vorzustellen.

    Vielleicht sollte man vor der Nominierung zur Kandidatur einen Intelligenztest einführen, um die Spreu vom Weizen zu trennen und Blamagen für das ganze Land zu vermeiden.
  7. #7

    Aussetzung statt Abbruch...

    Die Entscheidung, im Wahlkampf "auszusetzen" anstatt direkt aufzugeben hat nichts damit zu tun, dass er bei der Aussetzung weiterhin eine 1:1 Aufstockung der Wahlkampfspendengelder durch die Staatskasse erhält, nehme ich mal an?

    Jaja, Herman Cain, wahrlich einer "von uns".
    Schmierlappen.
  8. #8

    Alpha-Männer ohne Frauen?

    Cain war nicht qualifiziert, gut dass er draußen ist. Wenn nicht wegen diesem, dann wäre er wegen etwas anderem rausgeflogen.

    Was mich beeindruckt ist, wie die US-Amerikaner glauben, sie könnten (a) einen tollen, beeindruckenden und männlichen Typen mit echten Führungsqualitäten als Präsident haben, der (b) noch nie eine Affäre gehabt hat. Das geht doch nicht zusammen. Ja, es mag Ausnahmen geben, aber jedenfalls reduziert sich das Feld der Bewerber dadurch doch mächtig, und wirklich fähige Leute erhalten keine Chance. Manchmal wundere ich mich, dass die Amis überhaupt noch jemanden finden, der den Job machen möchte.
  9. #9

    Geistesgroessen

    Zitat von Röschen44 Beitrag anzeigen
    Es ist wirklich gut, daß sich die Kandidaten der Republikaner nach und nach selber demontieren.

    Ihre Unwissenheit ist erschreckend und noch erschreckender wäre, sich solch einen Simpel als Präsident einer Supermacht vorzustellen.

    Vielleicht sollte man vor der Nominierung zur Kandidatur einen Intelligenztest einführen, um die Spreu vom Weizen zu trennen und Blamagen für das ganze Land zu vermeiden.
    Der derzeitige Simpel im WH waere bestimmt durchgefallen.

    Wenn der wie H Cain wenigstens mal eine Pizzakette geleitet haette, bevor er Commander in Chief wurde, haetten wir heute moeglicherweise keine rund 9% Arbeitslosigkeit und in den letzten 3 Jahren keine annaehernde Verdoppelung der Staatsschulden auf jetzt sage und schreibe $ 15,000 Mrd.

    So was hat noch nicht mal Bush zustande gebracht. Und der wurde schon als grenzdebil bezeichnet.


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