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Aussterbende Berufe: Warum Theo Malchus hölzerne Autos baut

Der Braunschweiger Theo Malchus ist Stellmacher. Was das ist? Ein Beruf, den es seit 45 Jahren offiziell gar nicht mehr gibt. Darum musste Malchus seine Auszubildende auch im Fernsehen suchen. Er baut Oldtimer-Karossen aus Holz. Und auf Wunsch auch mal einen Sarg in Form einer Corvette.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...811632,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Darum musste Malchus seine Auszubildende auch im Fernsehen suchen. Er baut Oldtimer-Karossen aus Holz.
    Aussterbende Berufe: Warum Theo Malchus hölzerne Autos baut - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Mein absoluter Traumberuf. Hätte ich das vor 10 Jahren gesehen, hätte ich statt Studium diesen Beruf gewählt. Ich habe Menschen in leitender Position im Management getroffen, die mir mitteilten, dass ihr Traum auch Tischler gewesen sei und wenn sie zurück könnten.... Mit dem Tischlerberuf assozierte ich die Anfertigung schnöder Möbelteile und Holzfensterrahmen. Das hat mich vom Tischlerberuf abgehalten. Der Beruf prägt meiner Meinung immer auch die Persönlichkeit. Die Entscheidung für einen Beruf zieht daher auch immer die Frage nach, was will ich als Persönlichkeit werden? Ich habe Polizisten getroffen, die auch nach Feierabend ihre Verhörrolle nicht ablegen konnten und fortwährend in Unterstellungen dachten. Die Stellmacherei verbindet den Werkstoff Holz nicht mit unverrückbaren Dingen, wie Möbeln, was für mich Stillstand verkörpert, sondern mit Fort-Bewegung, mit Veränderung.
    Ich finde, dass diese Tatsache sich in den Persönlichkeiten widerspiegelt, wie hier Theo Malchus und den anderen, wenn man sich einmal die Homepage anschaut.
    Der Werkstoff Holz wird unterschätzt. In der Chemie versucht man genau das nachzubauen, was die Natur im Werkstoff Holz seit Jahrmillionen uns vormacht. Die mechanischen Eigenschaften sind beachtlich. Die Entscheidung für eine Ausbildung in der Stellmacherei hat Zukuft, weil der Werkstoff Holz als regenerativer Werkstoff eine zunehmende Bedeutung gewinnen wird.
  2. #2

    Fotos?

    Bei so einer Überschrift hätte ich mir schon das Foto eines derartigen hölzernen Autos erhofft....

    Aber man sieht lediglich einen Schreiner bei der Arbeit... unbefriedigend!

    Und das Foto mit der Unterschrift "Kajak und Corvette aus Holz" zeigt eine Bandsäge....
  3. #3

    Zitat von seikor Beitrag anzeigen
    Bei so einer Überschrift hätte ich mir schon das Foto eines derartigen hölzernen Autos erhofft....

    Aber man sieht lediglich einen Schreiner bei der Arbeit... unbefriedigend!

    Und das Foto mit der Unterschrift "Kajak und Corvette aus Holz" zeigt eine Bandsäge....
    Schau einmal auf die Homepage diedrei. Dort findest Du alle Informationen, Videos, Fotos usw. Auf den Spiegelbild ist übrigens eine Fahrerkabine im Hintergrund zu sehen. Wen Du mehr wissen willst, einfach mal nachschauen.
  4. #4

    Auf dem Holzweg

    Zitat von Teelicht Beitrag anzeigen
    Mein absoluter Traumberuf.
    Ich kenne Tischlermeister, die mußten ihre Werkstatt aufgeben. Andere haben gar nicht erst eine Werkstatt gründen können wg zu hoher Mieten UND kostentriebender behördlicher Auflagen in der Stadt. Vom ignoranten Gebahren der Finanzämter wollen wir erst gar nicht reden.

    Ein befreundeter Tischlermeister arbeitet heute im Holzschnitt eines Baumarktes. Nach seiner Meinung hätte er lieber etwas mit Verwaltung gemacht und Klima/Umwelt. Also nichts was man wirklich braucht, aber gut bezahlt wird.

    Von außen sieht es immer anders aus, im besonderen wenn man keine Ahnung hat von Industrie und Handwerk. Stellmacherei ist körperlich schwere Arbeit. Und zahlungskräftige Auftraggeber egal ob Daimler-Museum oder privater Sammler zahlen auch nur das eben Notwendige. Daher sieht man in der Werkstatt von Hrn M auch eine NC-Steuerung im Hintergrund. Tja, Zeit ist Geld.








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