Außenspiegel: "Merkel denkt an die alte Mark statt an den Euro"

Die Kanzlerin mag in den Ferien sein, doch Europas Presse ruft ihr noch einen Protest gegen den*Euro-Kurs hinterher. La Repubblica schimpft Deutschland einen "Therapieverweigerer", Le Monde nennt den Nachbarn*einen "unerträglichen Streber", und ABC erinnert wehmütig an Helmut Kohl.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...778646,00.html
  1. #50

    "Merkel geht es nur um den nächsten Wahlsieg"

    (ABC, Madrid, 4. August 2011)

    Da die spanische Zeitung wohl recht, aber das weiß hier in Deutschland jeder.

    Bei uns denkt jeder Politiker nur an den nächsten Wahlsieg und irgendwo ist ja immer eine Wahl. Allein im Jahr 2011 hatten wir sieben Landtagswahlen (http://www.focus.de/politik/deutschland/wahlen-2011/). Siebenmal wo nur auf Blick auf den Wahlsieg taktiert und nichts vorangetrieben wurde.

    Wir haben 16. Bundesländer mit Landtagswahlen alle vier bzw. fünf Jahre und zu dem noch alle vier Jahre eine Bundestagswahl.

    Damit bremsen wir uns selbst, jede Wahl bedeutet Stillstand, weil dann richtet sich die Politk danach aus und dann darf ja keine unpopuläre Entscheidung getroffen werden, man will ja ja keine Wähler verschrecken.....
  2. #51

    Italien

    Zitat von LTE Beitrag anzeigen
    Abwarten, wir sind noch längst nicht 'durchgekommen', es wird erst noch richtig losgehen. Was wir bis jetzt erlebten war ein sanfter Wellenschlag, der Tsunami baut sich noch auf und es kann noch ein paar Monate bis 1 oder 2 Jährchen dauern, aber dann rette sich wer kann. - Leider etwas zu naiv und schöngefärbt, Ihre werte Meinung.
    Wenn das Bunga-Bunga-Land finanziell richtig zu wackeln beginnt, und es ist unmittelbar davor, reichen auch 700 MRD nicht mehr, es muessten dann schon 1.800 MRD werden.

    Bis jetzt waren nur Kleinstaaten betroffen mit paar Millionen Einwohnern und schwacher Wirtschaft.

    ABER: Sollte Italien und in dessen Folge womoeglich Spanien einen Rettungsschirm brauchen, wird die Sache dramatisch.
  3. #52

    Deutsche wollen helfen

    Zitat von Nemetz Beitrag anzeigen
    Wenn das Bunga-Bunga-Land finanziell richtig zu wackeln beginnt, und es ist unmittelbar davor, reichen auch 700 MRD nicht mehr, es muessten dann schon 1.800 MRD werden.
    Laut ARD-Deutschlandtrend ist die Mehrheit der Deutschen bereit, durch eine Ausweitung des Rettungsschirms und durch Eurobonds den Südstaaten zu helfen, egal was es kostet.
    Lieber verzichtet die Mehrheit auf Steuererleichterungen für kleine und mittlere Einkommensbezieher.
    Anders als die knausrige Kanzlerin hätten Steinbrück und Trittin Europas Schuldenstaaten schon längst gerettet.
  4. #53

    Merkel, DM

    Mit welcher Unverschämtheit glauben denn die europäischen Nachbarn, weiterhin auf dem grössten Anteil des Steueraufkommens der Deutschen zur Rettung der Anderen herumtrampeln zu können ? Der Euro wurde doch unter Mitterand und Kohl eingeführt, weil beide von Währungen soviel verstanden wie eine Kuh davon, warum es blitzt und donnert. Sie haben die Warnungen von 159 Professoren, Währungsspezialisten und die Warnungen der Banken ignoriert, diese Multinationalwährung nicht einzuführen. Die politischen Nachfolger stehen an Ahnungslosigkeit ihren Vorvätern kaum in etwas nach. Wenn dann nun Frau Merkel wirklich zögert, weiterhin die Milliarden in die gierigen Rachen der Euro-Gründungs-und Mitglieder-Staaten zu werfen, dann wäre sie ja schlauer, als ich sie eingeschätzt hätte. Mit einer DM wäre der der ganze Kram nie passiert und das Euro-Phantasten-Geschwafel über eine zu hoch gewertete DM und das Ende der Export-Ära Deutschlands und das ganze weitere unendlich dumme Geschwafel ist zu ignorieren. Wenn der Kontinent endlich pleite ist und die Schrottwährung kaputt, dann wird das normale Volk anfangen, die Dummschwätzer aus dem Kontinent zu jagen, damit sie aus den zivilisierten Ländern verschwinden, die Euro-Mafia. Es ist wirklich interessant, wie eine Währung nur noch den Interessen der Grosskopferten dient und das normale Volk in den A...... gekniffen ist. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
  5. #54

    das ist Kommunismus!

    Zitat von Hardliner 1 Beitrag anzeigen
    Dass die "Sozialistische Internationale" ein Finanziererungssystem der kommunzierenden Röhren installieren möchte, ist ein alter Hut. Länderfinanzausgleich auf Euro-Gruppen-Ebene, das propagieren und dokumentieren Sozis und Grüne durch ihre Forderung nach Eurobonds eindrücklich. Nur viele tumbe Deutsche haben noch gar nicht realisiert, dass durch Rot-Grün nichts besser wird. Dabei wäre es wahrlich kein Hexenwerk, besser zu regieren als das völlig unfähige Kabinett Merkel.
    Ja gut, Sr. Barroso & Co., nur sagts dann auch, was Ihr in Wahrheit wollt:

    EU-weiten KOMMUNISMUS.
  6. #55

    ach

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Laut ARD-Deutschlandtrend ist die Mehrheit der Deutschen bereit, durch eine Ausweitung des Rettungsschirms und durch Eurobonds den Südstaaten zu helfen, egal was es kostet.
    Lieber verzichtet die Mehrheit auf Steuererleichterungen für kleine und mittlere Einkommensbezieher.
    Anders als die knausrige Kanzlerin hätten Steinbrück und Trittin Europas Schuldenstaaten schon längst gerettet.
    Diese Aussage ist wohl anzuzweifeln. Es ist zwar richtig, daß Rot/Grüne im Deutschlandtrend einen Vorsprung hat.
    Falsch ist es aber, daraus eine Mehrheit für Eurobonds zu basteln. Den meisten Bundesbürgern dürfte diese Stellung von Rot/Grün gar nicht bewußt sein.
  7. #56

    Sie glauben ja gar nicht, wie falsch Sie das sehen

    Zitat von pippiwawa Beitrag anzeigen
    in der Abgeordnete ihren Waehlern verantwortlich waeren und es nicht diesen zutiefst undemokratischen Fraktionszwang gaebe. Dann koenntet ihr vielleicht einige Eurer sogenannten Vertreter dazu bewegen Euch auch tatsaechlich zu vertreten.
    Da liegt schon Ihr erster Irrtum: Fraktionszwang bei Abstimmungen kann, aber muss nicht sein. Theroretisch muss sich sogar kein Abgeordneter daran halten, ob seine Partei ihn dann allerdings bei der nächsten Wahl wieder aufstellt, darf bezweifelt werden. Das ist wie bei Euch, wer sich nicht dem Willen seiner Spender unterwirft, hat bei der nächsten Kandidatenkür dann kein Geld für den Wahlkampf und einen innerparteilichen Konkurrenten, dem es an nichts mangelt.

    Zitat von pippiwawa Beitrag anzeigen
    Hier in den USA funktioniert wenigstens das. Die Waehler in meinem congressional district haben durch Anrufe und e mails unseren oertlichen Demokraten dazu bewegt gegen den Obama "Kompromiss" im Schuldenstreit zu stimmen.
    Und, hats geholfen?
    Übrigens, auch bei uns stimmen oft Abgeordnete gegen den Willen ihrer Fraktionen, aber nur wenns die Mehrheiten nicht verfälscht. Also reine Augenwischerei und die solls bei Euch nicht geben?

    Ansonsten, bei Euch brüstet sich doch ein Lobbyist öffentlich, dass er fast alle Republikaner finanziell "im Sack hat". Nun machen Parteispender auch hier kenntlich, wem sie es gerne zuwenden möchten (da kann man schon mal ein paar Euro in der Jackentasche vergessen oder zu DM-Zeiten auch verlieren;-)), aber bei korrektem Ablauf landet das dann bei der Partei und da das bisher nicht zu solchen Materialschlachten führte wie bei Euch, scheinen die Einflussnahmemöglichkeiten auf diesem Wege auch deutlich geringer zu sein.
  8. #57

    noch etwas

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Laut ARD-Deutschlandtrend ist die Mehrheit der Deutschen bereit, durch eine Ausweitung des Rettungsschirms und durch Eurobonds den Südstaaten zu helfen, egal was es kostet.
    Falsch, diese Frage wurde so gar nicht gestellt.


    Lieber verzichtet die Mehrheit auf Steuererleichterungen für kleine und mittlere Einkommensbezieher.
    Erneut falsch. Die Mehrheit ist bereit, auf Steuererleichterungen zu verzichten, weil sie einen Abbau der Staatsverschuldug will. Diese Staatsverschuldung ist es, die den Deutschen große Sorgen macht.
    Die Einführung von Eurobonds würde diese Staatsschulden noch wesentlich in die Höhe treiben, womit sich bereits die Ablehnung ersichtlich macht.


    Anders als die knausrige Kanzlerin hätten Steinbrück und Trittin Europas Schuldenstaaten schon längst gerettet.
    Entgegen dem Willen der Bevölkerung und entgegen der Verfassungslage.

    Denn durch die Einführung von Eurobonds würde das Verfügungsrecht über einen nicht einzuschätzende Teil des deutschen Steueraufkommens dem Souerän und dem Bundestag entzogen.
    Teile des deutschen Steueraufkommens würden dem Willen anderer Regierungen unterstellt, da diese weiterhin Schulden machen könnten, die Begleichung aber eben den Deutschen zuschieben könnten.
  9. #58

    Deutsche wollen Europa retten

    Zitat von friedrichii Beitrag anzeigen
    Entgegen dem Willen der Bevölkerung und entgegen der Verfassungslage.

    Denn durch die Einführung von Eurobonds würde das Verfügungsrecht über einen nicht einzuschätzende Teil des deutschen Steueraufkommens dem Souerän und dem Bundestag entzogen.
    Teile des deutschen Steueraufkommens würden dem Willen anderer Regierungen unterstellt, da diese weiterhin Schulden machen könnten, die Begleichung aber eben den Deutschen zuschieben könnten.
    Eine seltsame Logik haben sie da.
    Die Mehrheit der Deutschen will Rotgrün und Peer Steinbrück als Kanzler! Rotgrün und Steinbrück wollen aber den Rettungsschirm größer machen und Eurobonds einführen.

    Wie kommen sie darauf zu schreiben - das wäre gegen den Willen der Bevölkerung, wenn die mit großer Mehrheit gegen die knausrige Kanzlerin und für die rotgrünen Eurobond-Befürworter sind.

    Nein, sie stehen ziemlich allein mit ihrer antieuropäischen Meinung. Die Deutschen wollen Euro und Europa retten.
  10. #59

    Was passiert eigentlich,

    Zitat von Hardliner 1 Beitrag anzeigen
    Sie sollten nicht nur auf die Exportwirtschaft schauen, deutschland importiert auch sehr viel, vor allem Rohstoffe wie Erze, Kohle, Öl und vieles mehr. Vielleicht bald auch Strom. So gesehen wäre eine Rückkehr zur D-Mark nicht nur negativ. Und eine D-Mark so zu pushen wie den Schweizer Franken wäre auch nicht so einfach, zumal sich Länder wie Holland oder Österreich mit ihrer Währung an die D-Mark binden könnten.
    Wenn sich dann auch die verbliebenden Europiggs an die DM binden wollten?