REUTERSDie wichtigsten EU-Länder greifen in den französischen Präsidentschaftswahlkampf ein. Nach SPIEGEL-Informationen haben Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien vereinbart: Der sozialistische Sarkozy-Herausforderer François Hollande wird im Wahlkampf nicht empfangen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...819095,00.html
Liebe Franzosen,
unsere Neoliberalen Zirkusfreaks drehen zur Zeit am Rad - bitte gebt die richtige Antwort.
Das geht nach hinten los: Die Grande Nation zu verärgern bedeutet Wahlhilfe für Sarkozys Gegener. Man sieht, das die Finanzkrise mit der heissen nadel gestrickt ist und ein Ausschreren Frankreichs als Euro-GAU aufgefasst wird.
Da es hier aber vornhemlich um Bankenrettung 2.0 geht (was man nicht sagen darf und es deshalb "Griechenland" nennt) wird das Kapital seinen Einfluss geltend machen.
Schade, die Bunker aus dem Kalten krieg sind ja schon zweckentfremdet, wären evtl. noch zu gebaruchen.
Das "Demokratie"-Verständnis von A. Merkel tritt immer klarer hervor. Allerdings: Diese Meldung dürfte im französischen Wahlkampf für Furore sorgen und einen Mitleidseffekt zu Gunsten von Hollande auslösen. Die Aktion von Merkel und Co. dürfte sich als Bumerang erweisen.
Von wem wird Merkel gesteuert?
Verschwiegen wird in Frankreich, wie umstritten Frau Merkel in Deutschland ist oder bald sein wird, wenn auch auf der anderen Seite des Rheins der Wahlkampf richtig anfängt. Nein, man spricht nur von der reibungslos funktionierenden Wirtschaft des "Exportweltmeisters", seinen niedrigen Arbeitslosenquoten und somit natürlich auch von der Wunder vollbringenden deutschen Kanzlerin. - Und darauf will man hinaus: Der sozialistische (sprich: sozialdemokratische) Präsidentschaftskandidat François Hollande kann in dieser heilen Merkozy-Welt nur als Störenfried betrachtet werden. Denn was will so ein Politiker schon gegen die Weltmacht Finanz ausrichten, noch dazu ein "Sozialist"?
Merci, Stefan
[QUOTE=fprester;9762987]Das "Demokratie"-Verständnis von A. Merkel tritt immer klarer hervor. Allerdings: Diese Meldung dürfte im französischen Wahlkampf für Furore sorgen und einen Mitleidseffekt zu Gunsten von Hollande auslösen. Die Aktion von Merkel und Co. dürfte sich als Bumerang erweisen.
Genau so ist es!!! Da kann man schön erkennen, wie logisches Denken unseren Politnasen abhanden gekommen ist. Oder nein - sie denken das Volk huldigt ihnen (tolle Umfragewerte) und wen sie nicht gut heißen, den heißt auch das Volk nicht gut. Das ist wahrscheinlich eher die Denke. Die Aktion wird die Schwankenden auf Hollande-Kurs bringen. Und das ist auch gut so...
Gerade bei dem Punkt, Arbeitsrecht, kann man mit Ihnen nicht einverstanden sein. Wieso sollte der Fortschritt daraus bestehen, den Arbeitnehmer jede Sicherheit wegzunehmen ?
Schauen Sie doch, in allen Länder wo es geschah, dass man das Arbeitsrecht auseinander genommen hat, in Deutschland ja auch, gibt es zunehmend Leute die den Anschluss an die Gesellschaft verlieren.
Warum müsste denn dieser Weg zwingend der Richtige sein ?
Ich glaube in Frankreich schreibt sich eine weitere Seite der Geschichte, die zeigen wird, dass die wirtschaftsliberalen Positionen, die zur Destrukturierung unserer westlichen Gesellschaften führen, zur Vergangenheit gehören.
Hollande wird sich schon manchen Gegebenheiten anpassen müssen, aber er wird auch seine Stärke zeigen und seine Ansichten gelten machen. Unterschätzen Sie weder den Mann, noch seine politische Fähigkeiten.
Wenn die frz. Parti Socialiste die Wahl in zwei Monaten gewinnt, wird 2013 auch die deutsche SPD (+Grüne) das Rennen machen, ergo : ...