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Außenpolitischer Coup: Merkel schmiedet EU-Bündnis gegen Sarkozys Herausforderer

REUTERSDie wichtigsten EU-Länder greifen in den französischen Präsidentschaftswahlkampf ein. Nach SPIEGEL-Informationen haben Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien vereinbart: Der sozialistische Sarkozy-Herausforderer François Hollande wird im Wahlkampf nicht empfangen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...819095,00.html
  1. #170

    Anbiedern?

    Zitat von biwak Beitrag anzeigen
    ... die sich bei einem Sieg von Hollande anbiedert.
    Das glaube ich nun weniger.
    Aber sie wird natürlich gemeinsam mit den anderen Euro-Verfechtern und mit Hilfe von Obama versuchen, den abtrünnigen auf Linie zu bringen.
    Letztes Mittel wird, so schließe ich nicht aus, ein noch größerer Beitrag Deutschlands zur Euro-Rettung sein.
    Immerhin hat Frau Merkel unsere Taschen doch schon ganz weit aufgemacht.
    Und für Europa ist der Dame bekanntlich nichts zu teuer.
  2. #171

    Zusammen sind wir stark

    Die 4 Mousketier wollen sie wohl sein, gegen den Bösen roten Francois.Doch, das wird nichts nützen, sie wissen es im Herzen, doch sie wollen es nicht wahr haben. Angie als Dartagnanne und die loser Monti,Rachoy und der Euroablehner Cameron wollen den Wechsel partout verhindern. Ein solcher wäre nicht zuletzt für sie alle selbst gefährlich. Da will man lieber mit dem ungeliebten Speedy Sarko weiter wursteln und Merkozy spielen. Aber die Zeichen stehen auf einen haushohen Sieg der PS und einer neuen Vision von einem gerechten Europa, einem Europa für die Menschen und nicht für die Banken und das Kapital. Wenn die 4 Angsthasen nur an die 75% Steuer für Einkommensmillionäre denken, die Hollande einführen will, wird ihnen voll schlecht, der blanke Horror. Sie werden sich sehr bald mit dem neuen président de la république treffen müssen...auf Augenhöhe! Alle für einen, einer für alle!
  3. #172

    Natürlich respektiere ich Ihre

    Zitat von wusel8 Beitrag anzeigen
    Meine Sympathien liegen nicht bei Sarkozy, und ich glaube auch, dass Merkel & Co. genau das Gegenteil dessen bewirken werden, was sie eigentlich möchten.

    Dennoch: Ich empfinde es prinzipiell als gesunde Entwicklung, wenn sich langsam so etwas wie eine europäische Innenpolitik etabliert - und dazu gehören eben auch derartige Positionierungen. Spätestens die Euro-Krise zeigt nämlich: Frankreich - und andere Länder Europas - sind kein Ausland mehr!
    Meinung.
    Ich aber will diese demokratieferne Eurokratenregierung keinesfalls.
    Zu allen wichtigen Themen, die zu dieser Entwicklung geführt haben, ist in kaum einem europäischen Land das Volk befragt worden.
    Und wo doch, musste es nachsitzen, wenn es "falsch" abgestimmt hatte.
    Das hat mit Demokratie nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun.
    Ich wollte weder den Euro noch die rasante Erweiterung der EU.
    Ich halte von dem Machtapparat in Brüssel und Straßburg (incl. Luxemburg mit der Euro-Gruppe) überhaupt nichts.
    Ich habe Barroso, Juncker, van Rompuy und wie sie sonst noch alle heißen, die auch über unser Schicksal entscheiden, nicht dazu legitimiert.
  4. #173

    Und wie bewerten Sie

    Zitat von chris2063 Beitrag anzeigen
    die ganze Aufregung hier nicht: Ihn nicht einzuladen ist Neutralität, ihn einzuladen wäre parteiisch, oder? Ich habe noch nie eine Partei gewählt, weil deren Kanzlerkandidat in Frankr vorgeladen wurde.
    Aufgepasst vor einem Sozialromantiker a la Holland. Klar: Franzosen mögen ihn.
    Merkels direkte Wahlkampfunterstützung für Sarkozy?
    Auch Neutralität?
  5. #174

    Wir haben in der Tat keine Wahl

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    Ganz gleich welches Etikett man einer Regierung verpassen will. Die Spielräume sind dermaßen klein geworden daß eine rechte Regierung wohl eine ähnliche Politik betreiben würde wie eine linke. Oder sehen wir uns Deutschland an. Eine linke Koalition würde eine ähnliche Politik fahren wie die Tigerente, vielleicht mit ein paar Nunacen mehr in Richtung Eurobonds und mit kürzeren Fristen, aber im Grunde keine diametral andere Politik. Vom Protest in Deutschland ganz zu schweigen, der scheint nur in den Foren stattzufinden. Letztendlich hat die deutsche Politik quer durch (fast) alle Parteien nur ein Ziel: Die heutige Eurozone ganz oder fast ganz so zu erhalten wie sie heute ist. Ein Ende des Euro würde die deutschen Guthaben im Ausland vernichten und würde über einen Dominoeffekt von Spanien/Italien über Frankreich bis zu Deutschland selbst zum deutschen default führen. In Berlin will man nichts mehr als Stabilität und den Erhalt des hier und heute. Nur will man des dem deutschen Bürger nicht sagen und lieber diese oder jene "Ursache" präsentieren...
    Die großen Entscheidungen trifft derweil die EZB, der Fiskalpakt ist eine Totgeburt und dient als "Gipfelergebnis" für die deutsche Öffentlichkeit...
    Letztendlich macht die EZB das vor dem sich die (deutsche) Politik noch ziert. Es sollte uns auffallen daß die EZB längst eine ähnliche Politik wie die Fed betreibt. Die Deutschen stimmen nicht nur zähneknirschend zu, Fr. Merkel lobt diese Politik sogar. Warum das so ist? Weil man dann Fr. Merkel die ganzen Konsequenzen des Nichthandelns zeigen würde. De facto macht die EZB derzeit die Drecksarbeit die die Politik in der Eurozone nicht machen will...

    Schian Gruaß...
    noch gibt es hier keine echte Alternative zu den Blockparteien.
    Was aber die Duldsamkeit der Bevölkerung angeht, bin ich anderer Meinung als Sie.
    Ich rechne damit, dass in diesem Jahr noch eine Menge passiert
    (z.B. glaube ich, dass die Occupy-Bewegung wieder auflebt oder eine Form von Indignez-vous-Bewegung entsteht).
    Warten wir es ab. Es wird aber allmählich Zeit, dass wir Bürger uns zur Wehr setzen. Sonst ist die Demokratie nicht wiederherzustellen.
    "Retten" kann man nicht sagen, denn zur Zeit existiert sie nur auf dem Papier.
  6. #175

    Der Ehrenwerte Hollande kennt die Lösung der Guthaben Krise!

    Zitat von E.Cartman Beitrag anzeigen
    .... Die kontinentaleuropäischen Staaten haben sich mit der Idee,
    .....jemandes Enkel würden mal für die Staatsschulden aufkommen
    .....genauso geschnitten wie die Angelsachsen, und nun muss man
    .....sehen wie man von den realen Schulden und Guthaben
    .....in der Praxis am ehesten herunterkommen kann.
    Das Problem ist bei den Angelsachsen und bei den Kontinental
    Europäern gleich, es gibt einerseits zuviele Schulden und
    buchhalterisch andererseits gesehen auch genauso viele Guthaben.

    Die Angelsachsen drucken Geld, die Euro-payer wollen mehrere
    Generationen ihrer Steuerzahler dafür zahlen lassen.

    Hollande will hingegen die Superreichen mit 75% besteuern. Also
    dafür sorgen, dass die Guthaben etwas abgebaut werden.

    Dieser Vorschlag ist originell. Das kann aber nur gelingen, wenn die
    Steuerparadiese dieser Welt zugemacht werden.
    Sonst bringen die Superreichen ihr Geld dorthin und sie
    selbst verbringen die Hälfte ihrer Zeit im Ausland.

    Die Steuerparadiese werden von den Angelsachsen und Chinesen
    betrieben. Auf diese Kapitalmelkmaschinen zugunsten der
    Londoner City, Peking und der Wall Street wollen die sicherlich nicht
    freiwillig verzichten. Leider ist der Vorschlag des Hollande deshalb
    nur populistisch und vorerst nicht realistisch.
  7. #176

    Schuss nach hinten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die wichtigsten EU-Länder greifen in den französischen Präsidentschaftswahlkampf ein. Nach SPIEGEL-Informationen haben Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien vereinbart: Der sozialistische Sarkozy-Herausforderer François Hollande wird im Wahlkampf nicht empfangen.

    Außenpolitischer Coup: Merkel schmiedet EU-Bündnis gegen Sarkozys Herausforderer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Wer die Franzosen kennt, wird erkennen dass dies keine besonnene Allianz ist! Sie wird garantiert nur Sarkozys Gegner stärken. Im linken Lager Hollandes, und noch mehr im rechten Marine Le Pens gärt es stark gegen EU und Neoliberalismus. Sarkozy wird diese vermeintliche Schützenhilfe noch bereuen.
  8. #177

    Demokratie?

    Oh da zeigt sich doch wessen Geistes Kind Frau Merkel ist. Da will doch dieser niedertraechtige Hollande einfach bei Merkels Sparwahnsinn einfach nicht mitmachen und diese undankbaren Franzosen wollen den sogar noch waehlen. Was wuerde wohl Frau Merkel sagen, wenn bspw. W. Putin demnaechst auch eine Partei unterstuetzen indem er ankuendigt er werde die Gaspreise senken, wenn seine praeferierte Partei die Wahlen gewinnt? Frau Merkel findet wahrscheinlich schoen das sie gewaehlt wurde, aber sie aergert sich wahrscheinlich schwarz, dass das Parlament und Verfassungsgericht nicht ihren idiotischen Ideen folgen muss. Unglaublich diese Frau und eine Schande fuer DE.
  9. #178

    Problem

    Zitat von Johann Grabner Beitrag anzeigen
    2013 sind auch in Deutschland Wahlen und Rot/Rot/Grün hat nach den Umfragen gut 60%. Die Chancen, daß die menschenverachtende Sparpolitik, die einer Generation junger Menschen in halb Europa jegliche Perspektive raubt, ein Ende haben wird, sind groß.

    Und diesen unsinnigen "Fiskalpakt" kann sich Merkel schon jetzt in die Haare schmieren. Frankreich wird den nie verabschieden, denn selbst wenn Sarkozy gewinnen würde, hätte er sicher keine 2/3 Mehrheit im Parlament. Die Niederlande will eine Volksabstimmung und die Iren machen sicher ein. In Österreich sehe ich ebenfalls keine Mehrheit im Parlament. Und woher will man im Bundestag überhaupt die 2/3-Mehrheit hernehmen? Ne, da war viel Show dabei, aber in Demokratien kann man nicht auf Dauer gegen das Volk regieren.

    Vielleicht haben Sie es verpasst, aber Frau Merkel braucht keine 2/3 Mehrheit, die Aenderung des Grundgesetzes wurde schon mit Hilfe SPD 2009 vollzogen. Lesen Sie mal Art. 109 Abs. 3 GG;

    GG - Einzelnorm

    Und erhoffen Sie sich bloss nicht, dass die SPD oder Gruene wesentliches aendern wollen, die Regierungszeit von Rot/Gruen sollte uns eine Lehre sein, da fing das Elend doch an. Die haben doch die Axt an den Sozialstaat gelegt und gleichzeitig haben Eichel und Asmussen daran gemacht die Finanzmaerkte zu deregulieren. Im Grunde genommen, war Kohl im Vergleich zu denen ein Kommunist. Wobei ich keinesfalls ein CDU Waehler bin.
  10. #179

    kein Titel

    Zitat von hamjk82 Beitrag anzeigen
    Sie glauben doch nicht tatsächlich, dass Er das mit den Steuern auch wirklich durchzieht? Fast jeder mit "etwas" mehr Geld auf dem Konto würde das Land verlassen und am Ende würde die vermeintliche Entlastung nichts weiter bringen als weitere Kosten. Ich denke auch,dass Er dass weiss und nach der Wahl plötzlich einen Gedechtnisschwund diesbezüglich erleidet
    ganz sicherlich - genauso wie in all den schönen Dailysoaps genannt "Demokratien". Es wird alles getan, um dem Bürger aufzuzeigen, daß nur die vereinigten Staaten von Europa uns retten können.
    Leider dürfen wir dann schön bis ins allerhöchste Alter für einen Hungerlohn arbeiten gehen, während die "Elite" schön weiter in Saus und Braus lebt - eben abendländische Dekadenz.
    Ich sehe viele Parallelen zu den Zeiten der Leibeigenschaft, insbesondere zu den Rechten und Mitgestaltungmöglichkeiten des einfachen Bürgers.
    Mit dem Wahl- und Debattentheater ist jedenfalls keine Veränderung zum Besseren hin in Sicht - leider.
    Schönen Sonntach noch.


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