Außenpolitik im US-Wahlkampf: Weltmacht ohne Plan

REUTERSDie beiden Bewerber um das wichtigste Amt der Welt sollten in Florida über Außenpolitik diskutieren. Doch die blutleere Debatte zwischen Romney und Obama illustriert vor allem eins: Amerika schaut nach innen - zu seinem eigenen Schaden.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-862799.html
  1. #1

    Verunsicherung

    Man merkt es dem Artikel deutlich an, wie verunsichert der Spiegel und mit ihm die ganze Richtung des Linksliberalismus in Deutschland sind. Historisch hängen sie Obama an und der erkonservative, bisweilen schon verknöchert reaktionäre Romney ist ihnen ein Graus. In der Weltpolitik jedoch ist die starre Israelfixierung und Russlandverdammung Romneys genau ihr Geschmack. Man merkt dem Artikel dieses Dilemma des deutschen Intellektualismus an: "Müssen wir Romney doch unterstützen, weil nur er der Anti-Putin ist?". Der mächtigste Mann der Welt sitzt demzufolge nicht mehr in Washington, sicher auch nicht in Ankara... Syrien hat aufgezeigt, dass sich die Machtverhältnisse geändert hsben: Die USA sind nur noch ein Machtvektor unter vielen, der Westen bekommt seine Agenda gegen den Willen Russlands nicht mehr durch. Klar, dass da solch ein Debattenthema Aussenpolitik in den USA nicht mehr funktioniert.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die beiden Bewerber um das wichtigste Amt der Welt sollten in Florida über Außenpolitik diskutieren. Doch die blutleere Debatte zwischen Romney und Obama illustriert vor allem eins: Amerika schaut nach innen - zu seinem eigenen Schaden.

    Obama gegen Romney: Außenpolitik zündet im US-Wahlkampf nicht - SPIEGEL ONLINE
    Die Weltmacht ohne Plan muss erst anerkennen,dass sie längst keine Weltmacht ist. Das wäre schon mal der Anfang und was ohne einen Plan fürs "danach" passieren wird sieht man am Beispiel Nord Afrika,völliges Chaos und das Ende ist nicht in Sicht,Ägypten ist gespalten und steht am Rande eines Bürgerkriegs,andere Konfessionen werden verfolgt und für die schlechte Lage verantwortlich gemacht,dabei lenkt Mursi damit nur von den Problemen im Land,die Wirtschaft ist am Boden und von Koran zitieren wird man nicht satt, die Welt erwartet von USA eine Führungsrolle aber als Vermittler und nicht als Eroberer oder gar Retter wie in Irak.
    Die nahe Zukunft USA kann man leicht voraus sehen,egal wer die Wahl gewinnt es wird immer das selbe passieren,wenn Obama gewinnt,dann wird sein Nachfolger ihn in 4 Jahren für die miserable Lage verantwortlich machen und wenn Romney gewinnt,dann wird er auf seinen Vorgänger alles schieben..dazwischen wird es mal wieder irgendwelche Hot Spots auf der Welt geben,paar globale Krisen...es kann ja nicht sein,dass die grösste militärische Macht mit solchen Etat einfach zu Hause bleibt..da müssen schon paar Kriege her,die Jungs müssen beschäftigt sein;)
    Es ist ein Dilemma für USA,wenn die Armee verkleinert wird,wenn viele Soldaten nach Hause kommen und erkennen dass sie nichts haben,weder Arbeit noch Geld,dann werden diese ex Soldaten zu Hause ihren Unmut zeigen. Denn USA ist nicht mehr rosa-rot,USA sind mehr und mehr schwarz-weiss,das einfache wird kompliziert gemacht und das komplizierte wird als einfach verkauft. Man spielt mit dem feuer,obwohl schon fast halbe Welt in Flammen steht,anstatt Dialog zu suchen und Verhandeln werden Ultimaten gestellt,der und der President aka Diktator soll das Land übergeben..so einfach ist es,so wird es auch in Syrien gemacht. Man steuert gerade auf eine Katastrophe,obwohl rechts und links alles zerstört wird und Länder im Chaos versinken,trotz allerdem redet man die ganze schreckliche Situation,als einen unabhängigen Widerstand...Absurd und alle stimmen dem auch noch bei,in Damaskus gehen Bomben hoch aber es ist nicht so schlimm,denn ein syrischer Soldat war unter den Opfern...Alles wird verdreht,die guten werden plötzlich zu bösen und die bösen sind aufeinmal Freiheitskämpfer die unbedingt mit Geld und Waffen unterstützt werden müssen...wie gesagt Absurd.
  3. #3

    Die US Außenpolitik ist auch gescheitert

    Selbst im Kosovo hat die US Außenpolitik nicht funktioniert. Das einzigste was die Amis bei ihren Feldzügen hinterlassen haben sind gescheiterte Staaten, die den USA am Ende noch mehr Probleme bereiten als vorher. Das einzigste was die mit ihren Feldzügen erreicht haben, ihren Militärisch Industriellen Komplex kräftig zu fördern, denn man sich aber schon langer nicht mehr leisten kann.
  4. #4

    Das Pentagon hat sehr wohl "einen Plan"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die beiden Bewerber um das wichtigste Amt der Welt sollten in Florida über Außenpolitik diskutieren. Doch die blutleere Debatte zwischen Romney und Obama illustriert vor allem eins: Amerika schaut nach innen - zu seinem eigenen Schaden.

    Obama gegen Romney: Außenpolitik zündet im US-Wahlkampf nicht - SPIEGEL ONLINE
    "Blutleer" statt "blutig"?! "Amerika schaut nach innen"! "Zu seinem eigenen Schaden"?!

    Sag mal SPON: was hat er geraucht, Euer Mitarbeiter in Süd-Florida?

    Die Reden der Präsidentschaftsbewerber mögen ja blutleer sein, doch die Taten ihres Chefs, des Pentagons, sind es nicht.

    Wie schon die beiden hervorragenden Foristen vor mir die wirkliche Politik des kranken Mannes am Ol Man River skizziert haben - lies: Außenpolitik im US-Wahlkampf: Weltmacht ohne Plan und Außenpolitik im US-Wahlkampf: Weltmacht ohne Plan braucht sich Gregor Peter Schmitz wirklich keine Sorgen darüber zu machen, dass das Imperium seine 700 militärischen Stützpunkte in mehr als 140 Ländern der Welt im nächsten Jahre verwaisen und aufgeben lassen würde. Nein: „die Jungs“, die jährlich mehr als 700 Milliarden Dollar des amerikanischen Sozialprodukts – jedenfalls in meiner Sicht - absolut sinnlos verfrühstücken, werden gebraucht, um auch die Länder bei der Dollar-Stange zu halten, die ihre Rohstoffe lieber für Euros verkauft hätten.

    Es wird also auch im nächsten Jahre all over the world knallen, und zwar als nächstes im Iran, lässt sich doch Netanjahu 14 Tage nach der Vereidigung des amerikanischen Präsidenten dafür vom israelischen Wähler den Persilschein ausstellen.

    Und warum ist das „zum Schaden Amerikas“, zum Schaden der 50 Millionen extrem armen US-Staatsbürger, „zum Schaden“ der werktätigen Menschen, die sich mit zwei Jobs mühsam über Wasser halten, „zum Schaden“ der Analphabeten, der Kranken, der systematisch massenmedial verdummten, der bis über beide Ohren verschuldeten normalen Staatsbürger, wenn Amerika endlich (!!) „nach innen“ schauen würde?!

    Wir hatten in Europa schon mal eine Kontinentalmacht kennen lernen müssen, an deren Wesen die Welt genesen sollte: „heute gehört uns Deutschland – und morgen die ganze Welt“ haben ihre Soldaten gesungen, bis die bedingungslose Kapitulation Deutschland ein Grundgesetz bescherte, dessen Kernpunkt die Ächtung von Menschenrechtsverletzungen und in Sonderheit die Ächtung des „Angriffskriegs“ (Art. 26 GG) gewesen ist.

    Von dieser Stufe der Menschheitsentwicklung ist das us-amerikanische Establishment noch weit entfernt, aber wir Deutschen jedenfalls - mit dieser Hypothek und diesem Lernfortschritt - sollten uns nicht noch einmal darin gefallen, militaristischen Weltverbesserern die Stiefel zu putzen und die Steigbügel zu halten.
  5. #5

    Ich dagegen habe die ganze Debatte angesehen! Barack Obama zeigte genaues Verständnis bezüglich Außenpolitik und implizierte ein expliziten Plan. Diese Debate sollte nicht die Außenpolitik klären, sondern beide Kandidaten in ein Vergleich setzen, natürlich mit Kernpunkten der Außenpolitik. Es scheint als wäre die einzige Motivation dieses Artikels diese zu sein, um sich zu profilieren, da man ein Buch gelesen hat. Thats just low.
  6. #6

    Es muss ja nicht unbedingt zum Schaden der restlichen Welt sein, wenn sich Amerika aussenpolitisch zurück hält.
    Zumal Mutti Merkel ja bereit ist, die frei werdende Position zu besetzen, wie ihr Engagement für Mali zeigt.
    Was nicht schlecht ist, dann können unsere Jungs auch endlich mal die Waffen kennen lernen, die die deutsche Rüstungsindustrie überall in die Welt liefert, unsere Armee soll ja chronisch unterversorgt sein.
  7. #7

    Die Außenpolitik

    war und ist für den US-Amerikaner historisch schon immer zweit- bis drittrangig, ganz einfach, weil sich die USA als geografisch isolierter, riesiger Binnenmarkt das leisten können. Wenn die USA sich aus allen ihren internationalen Engagements zurückziehen würden, würde sich für den Durchschnittsami nicht viel ändern. Die Qualität ihrer Außenpolitik ist denn auch danach. Man versucht, die Strukturen der eigenen Innenpolitik in Krisengebieten zu installieren, notfalls ganz naiv mit militärischen Mitteln, die dann wieder völlig unzureichend sind. Das findet der Durchschnittsami mit Recht als überflüssig, und deshalb geht ihm die ganze Außenpolitik am A.... vorbei.
  8. #8

    Weltmacht??

    Meint Herr Schmitz die gefühlte Weltmacht der Amerikaner?
    Weltmacht weil US Soldaten in aller Herren Länder sind und auch entsprechend verhasst sind.
    Weltmacht, die mit Waffen und Kriegen erhalten wird.
    Herr Schmitz, fahren Sie mal in andere Länder, fragen Sie die Menschen zur US Weltmacht, Sie erhalten ein mitleidiges oder höhnisches lächeln.
  9. #9

    Weltmacht ohne Plan

    Vor einigen Wochen hatte es ein Journalist im Fernsehen auf den Punkt gebracht.
    Die USA waren die Weltmacht des LETZTEN Jahrhunderts.
    So wie dieses Jahrhundert begonnen hat, 11.September, Afghanistan&Irak, Schuldenkrise, etc. müssen wir von dieser "Beschützernation" Abschied nehmen.
    Die USA können sich gerade mal selber beschützen.
    China übernimmt gerade die amerikanische Rolle einer Weltmacht.