Ausschuss zur EnBW-Affäre: "Einen Interessenkonflikt gab es nicht"

Die EnBW-Affäre beschäftigt erneut die Politik. Vor dem Untersuchungsausschuss hat sich nun René Proglio erklärt, der Frankreich-Chef der Investmentbank Morgan Stanley. Handelte er im Interesse seines Zwillingsbruders Henri, der Chef des Energieriesen EdF ist? Die Antwort blieb schwammig.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...851337,00.html
  1. #1

    Aus der Deckung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die EnBW-Affäre beschäftigt erneut die Politik. Vor dem Untersuchungsausschuss hat sich nun René Proglio erklärt, der Frankreich-Chef der Investmentbank Morgan Stanley. Handelte er im Interesse seines Zwillingsbruders Henri, der Chef des Energieriesen EdF ist? Die Antwort blieb schwammig.

    EnBW-Affäre: René Proglio von Morgan Stanley und Zwillingsbruder - SPIEGEL ONLINE
    Wo sind eigentlich all jene, die immer wieder vehement eine Verstaatlichung der Energieversorger fordern? Bei denen müsste der Kauf der EnBW doch helle Freude auslösen. Sehr merkwürdig, dass sich trotzdem niemand aus der Deckung traut und den Kauf verteidigt.

    Die grün/rote Landesregierung könnte nun jedenfalls zeigen, wie man die Energiewende im eigenen Unternehmen umsetzt. Bisher ist davon jedoch wenig zu sehen und es interessiert offensichtlich auch niemanden
  2. #2

    Verstaatlichung

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    Wo sind eigentlich all jene, die immer wieder vehement eine Verstaatlichung der Energieversorger fordern? Bei denen müsste der Kauf der EnBW doch helle Freude auslösen. Sehr merkwürdig, dass sich trotzdem niemand aus der Deckung traut und den Kauf verteidigt.
    Von der Verstaatlichung ist das Land Baden-Württemberg mit seinem Aktienpaket noch weit entfernt. Selbst mit 100% des Aktienbesitzes der Deutschen Bahn AG ist der Bund nicht mal in der Lage das Unternehmen unter Kontrolle zu halten. Parlamentarische Anfragen werden mit Hinweis auf die privatrechtliche Unternehmensform sofort abgewürgt. Außer einer "Beeinflussung" des Unternehmenskurses kommt bei der EnBW-Beteiligung des Landes nicht mehr heraus. Die große Wende durch Abschalten der Atomkraftwerke hat Angela Merkel bewirkt, die grünrote Landesregierung durfte das nur hinterher begrüßen.

    Demzufolge hatte der Kauf der EnBW-Anteile durch Mappus in keinster Weise etwas mit Verstaatlichung zu tun. Die Anteile sollen ja weiterverkauft werden und die jetzige Regierung bleibt darauf sitzen. Überteuert gekauft, sind sie nur mehr mit Verlust zu veräußern.
  3. #3

    glauben Sie alles,

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Von der Verstaatlichung ist das Land Baden-Württemberg mit seinem Aktienpaket noch weit entfernt. Selbst mit 100% des Aktienbesitzes der Deutschen Bahn AG ist der Bund nicht mal in der Lage das Unternehmen unter Kontrolle zu halten. Parlamentarische Anfragen werden mit Hinweis auf die privatrechtliche Unternehmensform sofort abgewürgt. Außer einer "Beeinflussung" des Unternehmenskurses kommt bei der EnBW-Beteiligung des Landes nicht mehr heraus. Die große Wende durch Abschalten der Atomkraftwerke hat Angela Merkel bewirkt, die grünrote Landesregierung durfte das nur hinterher begrüßen.

    Demzufolge hatte der Kauf der EnBW-Anteile durch Mappus in keinster Weise etwas mit Verstaatlichung zu tun. Die Anteile sollen ja weiterverkauft werden und die jetzige Regierung bleibt darauf sitzen. Überteuert gekauft, sind sie nur mehr mit Verlust zu veräußern.
    was Sie schreiben?
  4. #4

    ...

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    Wo sind eigentlich all jene, die immer wieder vehement eine Verstaatlichung der Energieversorger fordern? Bei denen müsste der Kauf der EnBW doch helle Freude auslösen. Sehr merkwürdig, dass sich trotzdem niemand aus der Deckung traut und den Kauf verteidigt.
    Und was hat das damit zu tun, dass der Weg illegal (Urteil Staatsgerichtshof BW), zu teuer und unter Ausschluß des Parlaments stattgefunden hat?

    Heiligt der Zwck bei Ihnen alle Mittel?

    Und damit nicht nur auf der CDU rumgehackt wird. Ich wünsche mir, dass auch Beck und Wowereit zur Verantwortung gezogen werden.

    Es wird einfach Zeit, dass feudalistisch agierende Polit-Fürsten strafrechtlich und finanziell zur Rechenschaft gezogen werden.
  5. #5

    Sie vergleichen Äpfel mit Birnen

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    Wo sind eigentlich all jene, die immer wieder vehement eine Verstaatlichung der Energieversorger fordern? Bei denen müsste der Kauf der EnBW doch helle Freude auslösen. Sehr merkwürdig, dass sich trotzdem niemand aus der Deckung traut und den Kauf verteidigt.

    Die grün/rote Landesregierung könnte nun jedenfalls zeigen, wie man die Energiewende im eigenen Unternehmen umsetzt. Bisher ist davon jedoch wenig zu sehen und es interessiert offensichtlich auch niemanden
    Was hat denn das bitte mit einem überhöhten Kaufpreis von fast einer Milliarde zu tun??

    Sie sind offensichtlich kein Kaufmann, sondern nur konservativ.

    Macht ja auch nichts.
  6. #6

    Genau!!

    Zitat von RealSatiriker Beitrag anzeigen
    Und was hat das damit zu tun, dass der Weg illegal (Urteil Staatsgerichtshof BW), zu teuer und unter Ausschluß des Parlaments stattgefunden hat?

    Heiligt der Zwck bei Ihnen alle Mittel?

    Und damit nicht nur auf der CDU rumgehackt wird. Ich wünsche mir, dass auch Beck und Wowereit zur Verantwortung gezogen werden.

    Es wird einfach Zeit, dass feudalistisch agierende Polit-Fürsten strafrechtlich und finanziell zur Rechenschaft gezogen werden.
    Sehe ich genau so!!

    Es kann nicht sein, daß arrogante und dumme Politiker wie Mappus, Wowereit und Beck (um nur die aktuellen Fälle zu nennen), uns ein Milliardengrab nach dem anderen präsentieren und dann resignierend mit den Schultern zucken.

    Die Herren müssen ja noch nicht mal korrupt sein, es genügt ja schon, wenn sie Geld für Wahlkampfgeschenke verteilen, welches sie nicht haben.
  7. #7

    aber in diesem fall,

    Zitat von fleischwurstfachvorleger Beitrag anzeigen
    Sehe ich genau so!!

    Es kann nicht sein, daß arrogante und dumme Politiker wie Mappus, Wowereit und Beck (um nur die aktuellen Fälle zu nennen), uns ein Milliardengrab nach dem anderen präsentieren und dann resignierend mit den Schultern zucken.

    Die Herren müssen ja noch nicht mal korrupt sein, es genügt ja schon, wenn sie Geld für Wahlkampfgeschenke verteilen, welches sie nicht haben.
    hat es nicht nur ein " g'schmäckle " - korrupt dürfte man das durchaus schon bezeichnen - mal sehen, ob und welche gegenleistungen an mappus & konsorten gingen. evtl. kann man das aufklären....