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Ausschluss von Präsidentschaftskandidaten: Salafisten drohen Ägypten mit islamischer
DPAEinspruch abgelehnt: Drei Top-Kandidaten bleiben von der Präsidentenwahl in Ägypten ausgeschlossen - aus teils fadenscheinigen Gründen. Die Wahlkommission verschärft die Stimmung am Nil damit gefährlich. Schon drohen die Salafisten mit Revolution, der Urnengang scheint in Gefahr.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...828197,00.html
- #20 18.04.2012 09:58 von
Ich sehe überhaupt nicht das große Problem der „islamischen Kräfte“. Schonmal überlegt, wie die Einstellung der CDU 1950 waren, als die Demokratie in D. mal wieder Einzug erhielt?
Christliche Werte hochhalten! Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann? Kinder ohne Ehe? Homosexualität?
Am Anfang der BRD war Deutschland genauso konservativ und „zurückgeblieben“ wie die Anfänge der Ägyptischen Demokratie heute.
Egal was für ein politisches System Einzug erhält, die gesellschaftlichen Werte werden sich nicht von heute auf morgen radikal ändern. Das braucht Zeit. Am besten entwickeln sich die gesellschaftlichen Moralvorstellung zu mehr Freiheit und Toleranz offensichtlich in Demokratien. Daher muss Ägypten erstmal eine Demokratie aufbauen (auch wenn wir die Hände vors Gesicht schlagen, dass sowas ja keine Demokratie sei, etc. Einfach mal 60 Jahre zurückdenken). Wenn das politisch dann erstmal halbwegs läuft und die Gerichte sich an das Gesetz halten usw, dann wird sich die Gesellschaft auch weiterentwickeln. - #21 18.04.2012 10:00 von
Wer hätte das gedacht...
Wer sich wie Scholl-Latour ein wenig auskennt in den arabischen Ländern wußte schon während den allgemeinen Lobeshymnen zum "Arabischen Frühling" , daß nun der islamistische Winter in Ägypten, Lybien und leider wohl auch bald Syrien ( mit katastrophelen Folgen für Christen, Aleviten und allen anderen Minderheiten) angebrochen ist.
Aber wie man jetzt bei dem Umgang der Medien und Politik mit Syrien unschwer erkennen kann, haben wir leider nichts von unseren fahrlässigen Fehlern nichts , aber auch rein garnichts gelernt. - #22 18.04.2012 10:06 von
meine Rede seit... jedenfalls die städtische und gebildete Bevölkerung wird das so sehen, und wird vermutlich mit einem Exotus der Gebildeten darauf reagieren - die Salafisten wird's freuen. Im übrigen hat auch Mubarak versäumt, die ländlichen Regionen wirtschaftlich zu entwickeln, und die Mischung aus vergleichsweiser Armut und der aus Neid und Minderwertigkeitskomplexen geschürten Abneigung gegen den Westen macht diese bedeutende Bevölkerungsgruppe so anfällig für die Salafisten.
Was diese am Ende für das Land bedeuten werden, nämlich wirtschaftlicher und kultureller Niedergang, wird sich vermutlich schnell herausstellen, wenn etwa die Salafisten die Tourismusindustrie ihren Vorstellungen anpassen, und die zahlenden westlichen Besucher ausbleiben. - #23 18.04.2012 10:10 von
- #24 18.04.2012 10:11 von
gutmenschlicher Westen
Der Gutmenschen-Westen, insbesondere Deutschland, hat ja von Anfang an propagiert, das in islamischen Ländern Demokratie die einzige akzeptable Staatsform sei. Ignoriert wurde die Tatsache, dass die Schaffung von Demokratie im westlichen Sinne in solchen Ländern prinzipiell gar nicht möglich ist, da sie nämlich nicht verträglich sind mit der vorherrschenden Kultur. Die Salafisten vertreten nunmal diese islamische Kultur Ägyptens. Lässt man dort die Mehrheit entscheiden, wird die Mehrheit sich immer für den nicht aufgeklärten Islam entscheiden - und das Volk wird niemals in den Genuss von Freiheit, Gleichheit kommen. Es muss kein Diktator herrschen, damit das Volk unterdrückt wird. Unter der islamischen Ideologie wird es sich immer selbst unterdrücken. Der Wille aller ist nicht legitim, wenn er nicht grundlegende Werte repräsentiert. Und an alle Kulturrelativisten: verratet eure eigenen Werte nicht, denn eine Ethik muss kategorisch sein.Was für uns gilt, gilt auch für alle anderen Menschen. Ansonsten sollte man seine eigenen Wertvorstellungen überdenken.
- #25 18.04.2012 10:15 von
Das glauben Sie ja wohl selbst nicht?
Wer sich die Errichtung eines islamischen Gottesstattes auf die Fahnen schreibt und alles verflucht was nicht mit dem Islam vereinbar ist, ist wohl kaum 'nur' konservativ?
Fragen Sie mal die Menschen auf den Malediven oder in Nigeria!
Deswegen wird es dort nie so etwas Demokratie und eine gesellschaftlich kulturelle Vielfalt geben, die von religiösen Ansichten losgelöst ist.
Als Folge wird dann alles verboten, Andersdenkende leiden darunter, siehe Nigeria - #26 18.04.2012 10:18 von
- #27 18.04.2012 10:20 von
Merkt man was?
Interessant zu sehen, dass es wiedereinmal die ultrareligioesen Salafisten sind, die mit Gewalt drohen.
Es sind immer die gleichen. Selbst die Mulsimbrueder drohen nicht, sondern stellen einfach einen anderen Kandidaten (im Vorraus bereits) auf.
Es sind es immer fast ueberall die Gleichen, die mit Gewalt drohen.
Interessant war es auch, vor Kurzem zu lesen, dass ALLE islamistischen Terroristen mal Salafisten waren. Wieso wird das nur so nebenbei erwaehnt? Wieso kann man solche Dinge nicht offen feststellen? - #28 18.04.2012 10:22 von
- #29 18.04.2012 10:24 von
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