Nein, eben nicht immer. Natürlich gibt es solche schwarzen Schafe, und das ist ärgerlich, aber nicht jeder Fremdwortgebrauch ist inhaltsloses Phrasengedresche. Wissenschaft braucht nun mal eine präzise Sprache, und entsprechend hat ein lateinstämmiges "Synonym" häufig eine andere Konnotation als die deutsche Entsprechung. Diese feinen Unterschiede sind für Nicht-Fachleute nicht immer sichtbar, was ja auch verständlich ist. Schlimm ist es, wenn es Fachleute sind, die die Unterschiede nicht begreifen und trotzdem mit diesen Wörtern um sich schmeißen, weil sie irgendwie wichtig klingen. Dann kommt erwähntes Geschwurbel heraus.
Ihr holländischer Professor muss ein ziemlicher Zyniker sein. Ich glaube nicht, dass er Ihnen den Blödsinn mit den Adjektiven erzählt, weil er Ihnen helfen möchte, sondern vielmehr weil er einfach frustriert ist und kein Bock auf Lehre hat. Wenn er selbst nach diesem System vorgeht, dann ist er schlichtweg ein schlechter Wissenschaftler.

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