Ausnahme-Komponist Tan Dun in Hamburg: Ein G-E-N-U-S-S
Nana WatanabeSo viel Jubel für zeitgenössische Konzertmusik ist selten: In Hamburg wurde der chinesische Komponist und Dirigent Tan Dun mit dem Bach-Preis ausgezeichnet. Zum Dank brachte er eine furiose Eigenkomposition zu Gehör, bei der es sogar das Orchester nicht mehr auf den Sitzen hielt.
"So viel Jubel für zeitgenössische Konzertmusik ist selten" ... kein Wunder, wenn sowohl der Komponist als auch der Solist vor allem durch Effekthascherei glänzen ... musikalische Substanz, geschweige denn Tiefe = Fehlanzeige!
"Und die Hamburger Laeiszhalle verfügt über eine anständige, machtvolle Orgel, die Carpenter lustvoll bearbeitete." ... Nun, ich weiß nicht, in welchem Konzert Ihr Kritiker war, aber in dem Konzert, das ich am 18.08. in der Hamburger Laeiszhalle besuchte, spielte Herr Carpenter keineswegs die prachtvolle hauseigene Orgel, sondern die eigens für ihn angefertigte volldigitale (!) Orgel, was ein Ermessen seiner künstlerischen Qualitäten ohnehin sehr fragwürdig erscheinen lässt ...
Fazit: Wer die oberflächliche Show sucht, war in dieser Veranstaltung genau richtig - für musikalische Bereicherung und Erfüllung muss man wohl anderenorts fündig werden ...