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Auslieferung: Assange legt Berufung vor Oberstem Gerichtshof ein

WikiLeaks-Mitbegründer*Assange kämpft weiter gegen seine Auslieferung nach Schweden. Er legte*vor dem Obersten Gerichtshof in London Berufung ein. Es ist seine letzte Möglichkeit sich der Überstellung zu entziehen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...798058,00.html
  1. #20

    Fakt ist alleinig,

    Zitat von wegavision Beitrag anzeigen
    Man muss sich gar nichts vergegenwärtigen, weil nichts klar ist. Fakt ist alleinig, dass sich Herr A. der Vernehmung durch die schwedischen Behörden entzogen hat, und das nun per Haftbefehl zu dieser Vernehmung vorgeführt werden soll.
    das Assange damals zunächst mal in Schweden geblieben ist (ich glaube, 14 Tage) und die Staatsanwaltschaft dann befragt hat, ob er denn nun ausreisen könne, was diese gestattet hat. Er hat das Land nicht irgendwie und klammheimlich fluchtartig verlassen.

    Wenn die eine Staatsanwaltschaft in Schweden der Ausreise zustimmt, die andere jedoch (nachher) wieder mit einem Haftbefehl daher kommt, wirft das eher ein seltsames Licht auf den "Rechtsstaat" Schweden.

    Fakt scheint allerdings auch zu sein, dass Sie die damaligen Sites über den Fall Assange - inklusive SPON, nicht gelesen haben und jetzt hier großartig rumtönen.

    JorgeX
  2. #21

    Schweden und die

    Zitat von ellereller Beitrag anzeigen
    Assange hat offensichtlich keinerlei Vertrauen in die schwedische Justiz, aber sehr großes in die britische. Warum eigentlich? Wenn sich irgendein europäisches Land einer besonderen Treue zu den USA rühmen kann, dann doch wohl das Vereinigte Königreich. Assange und die Wikileaks-Freunde behaupten doch immer, dass ein Staat "besser" würde, wenn er möglichst transparent agiert. Welches Land entspricht heute diesem Ideal besser als Schweden? Die britische Justiz glänzt dagegen m.E. durch alles Mögliche, aber nicht gerade durch Transparenz. Wie kann es dann sein, dass der so transparente schwedische Staat eine in Assanges Augen so wenig vertrauenswürdige Justiz hat.

    Ich werde mich ehrlich über eine Antwort der Wikileaks-Anhänger freuen.
    schwedische Justiz haben auf jeden Fall einen Ruf dafür, problemlos Leute in die USA auszuliefern. Und können Sie mir erklären, wieso Assange (wie ein anderer Forist schrieb, nicht nur 14 Tage (hatte ich so in Erinnerung), sondern 4 bis 6 WOchen in Schweden blieb und dann problemlos ausreisen durfte?

    Dass es sich bei der Anzeige gegen Assange um eine Racheaktion der beiden Tanten und einer total bekloppten, für die Psychiatrie reifen Staatsanwältin (Nis oder so hieß die wohl, die übrigens auch die Ansicht vertritt, dass ein mutmaßlicher "Vergewaltiger", auch wenn seine Schuld nicht bewiesen sei, auf jeden Fall zunächst mal in den Knast gehört) ist Ihnen ja wohl trotz Ihrer gewissen intelektuellen Mängel auch bewußt.

    JorgeX
  3. #22

    Schweden hat in Sachen

    Zitat von ellereller Beitrag anzeigen
    Vielen Dank. Ich fürchte, dass ich die Ursache meines Erstaunens noch nicht richtig verständlich gemacht habe.
    Ich unterstelle für meine folgenden Ausführungen, dass Sie Recht haben und Assange unschuldig ist.

    Wenn Assanges Vertrauen in die UK-Justiz kleiner ist als die schwedische, würde er doch schnellstmöglich die Überstellung nach Schweden anstreben - was er aber nicht tut.

    Wenn Assanges Vertrauen in die UK-Justiz genauso groß oder klein ist wie in die schwedische, müsste er eigentlich ebenfalls schnell versuchen, nach Schweden zu kommen um schnellstmöglich die Vorwürfe zu entkräften und wieder frei zu sein, bevor das erwartete Auslieferungsgesuch der USA gestellt wird.

    Da Assange aber alles tut um eine Überstellung nach Schweden zu verhindern und möglichst lange in UK zu bleiben, scheint er mir - bitte berichtigen Sie mich, wenn ich einen Fehlschluss begehe, davon auszugehen, dass die Wahrscheinlichkeit von UK aus in die USA überstellt zu werden geringer ist als die, dass Entsprechendes von SE aus passiert.

    Was ich nicht kapiere: Wie kommt er zu dieser Einschätzung? Es liegt bestimmt nicht daran, dass die UK-Regierung größere Distanz zu den USA hätte als SE. Ist die SE-Justiz gegenüber den USA willfähriger als die UK-Justiz? Wenn ja: Wie kann das sein, wenn doch Schweden immer so viel Wert auf Transparenz legt?
    problemlose Auslieferung an die USA schließlich seinen Ruf als Pudel der USA zu verlieren. Und Assange hat daher, zu Recht, mehr Vertrauen in die englische Justiz als in die schwedische. Vergessen Sie eins nicht, Blair war Bushs Pudel, nicht die englische Justiz.

    JorgeX
  4. #23

    Zitat von JorgeX1202 Beitrag anzeigen
    Er hat das Land nicht irgendwie und klammheimlich fluchtartig verlassen.
    .
    .
    .
    Fakt scheint allerdings auch zu sein, dass Sie die damaligen Sites über den Fall Assange - inklusive SPON, nicht gelesen haben und jetzt hier großartig rumtönen.
    Die Informationen der damaligen Sites sind da weniger wichtig, da die sich auch auf falsche Angaben des Anwalts von Assange beziehen.
    Dafür sind die Informationen wichtig, die bei den Anhörungen in GB ans Tageslicht gekommen sind.
    Und dort wurde der Anwalt, Herr Hurtig, der Lügen überführt.
    Auch hat er seinen Zeugen Alhelm mit falschen Angaben gefüttert, damit der negativ über die schwedische Staatsanwaltschaft aussagt.
    Meines Wissens nach musste sich dieser Anwalt deswegen auch vor der schwedischen Anwaltskammer rechtfertigen.
    Aufgrund der Faktenlage ist die schwedische Staatsanwaltschaft zur Erkenntnis gekommen, dass Assange sehr wohl klammheimlich und fluchtartig das Land verlassen hat, um sich einer Befragung zu entziehen.
  5. #24

    WikiLeaks <> Demokratie

    Zitat von genugistgenug Beitrag anzeigen
    'I'm a democrat, I'm WikiLeaks'
    Was hat WikiLeaks denn mit Demokratie zu tun?
  6. #25

    .

    Zitat von udocolonia Beitrag anzeigen
    Was hat WikiLeaks denn mit Demokratie zu tun?
    Wikileaks ist ein starker Versuch, wie immer man ihn persönlich beurteilen will, Transparenz zu schaffen. DIE Grundlage für eine Restauration der Demokratie. Vor allem in Zeiten der Massenpropaganda.
  7. #26

    &&&

    Zitat von ellereller Beitrag anzeigen
    .......

    Was ich nicht kapiere: Wie kommt er zu dieser Einschätzung? Es liegt bestimmt nicht daran, dass die UK-Regierung größere Distanz zu den USA hätte als SE. Ist die SE-Justiz gegenüber den USA willfähriger als die UK-Justiz? Wenn ja: Wie kann das sein, wenn doch Schweden immer so viel Wert auf Transparenz legt?
    Vielleicht ist Ihre hohe Meinung vom schwedischen Rechtsstaat nicht völlig richtig? Ich kann Ihnen das nicht juristisch erklären. Aber ich nehme an das Assange fähigere Anwälte hat als ich keiner bin.
  8. #27

    Rechtsstaat und Transparenz

    Zitat von adesat Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist Ihre hohe Meinung vom schwedischen Rechtsstaat nicht völlig richtig? Ich kann Ihnen das nicht juristisch erklären. Aber ich nehme an das Assange fähigere Anwälte hat als ich keiner bin.
    Ich habe gar keine Meinung zum schwedischen Rechtsstaat, die ich öffentlich kundtun möchte. Mein Punkt ist: Sollten nicht alle diejenigen, welche die schwedische Justiz für so unrechtsstaatlich halten, daran zweifeln, dass Transparenz einen Staat besser macht? Denn der schwedische Staat ist sehr transparent.
  9. #28

    5-6 Wochen

    Zitat von JorgeX1202 Beitrag anzeigen
    Und können Sie mir erklären, wieso Assange (wie ein anderer Forist schrieb, nicht nur 14 Tage (hatte ich so in Erinnerung), sondern 4 bis 6 WOchen in Schweden blieb und dann problemlos ausreisen durfte?
    Ja, ich weiß auch nicht wie es nun richtig ist, das mit den 14 Tagen hab ich auch schon öfter gelesen.
    Im Spiegel-Buch "Staatsfeind WL", S.281 steht: "Im September 2010, als Assange sich etwa sechs Wochen in Schweden aufgehalten hat und für eine Befragung bereitstand, zeigten die Ermittler daran wenig Interesse."

    Wieso er das durfte ist ja gerade die Frage. Würde ich auch gern mal wissen..
  10. #29

    ...

    Zitat von Elli_ Beitrag anzeigen
    Im Spiegel-Buch "Staatsfeind WL", S.281 steht: "Im September 2010, als Assange sich etwa sechs Wochen in Schweden aufgehalten hat und für eine Befragung bereitstand, zeigten die Ermittler daran wenig Interesse."

    Wieso er das durfte ist ja gerade die Frage. Würde ich auch gern mal wissen..
    Diese Behauptungen aus dem Buch wurden bei der Anhörung in GB als unwahr entlarvt.
    Die Staatsanwältin hatte mehrmals versucht Assange vorzuladen.
    Bezüglich des Telefonats soll der Anwalt mit der Staatsanwaltschaft telefoniert haben und sich erkundigt haben, ob ein Ausreiseverbot besteht.
    Hintergrund war, dass Assange für ein Interview nach Berlin fliegen wollte.
    Zu dem Zeitpunkt wusste sein Anwalt bereits, dass man Assange vernehmen will.
    Dies hatte er zunächst bestritten. Erst bei der Befragung in GB konnte man ihm die Lüge nachweisen.
    Er wurde vom englischen Richter deswegen gerügt und als unglaubwürdiger Zeuge eingestuft.
    In Schweden hat ihn die Anwaltskammer auch verwarnt.
    Das Gericht in GB kam zu dem Schluss, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass Assange sich bewusst der Befragung entzogen hat und deswegen aus Schweden geflohen ist.


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