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Auslese: Die Evolution gilt auch für den modernen Menschen

CorbisHomo sapiens hat sich über die Evolution erhoben - das zumindest glaubt er gern. Doch laut einer neuen Studie schützen soziale und technische Entwicklungen den Menschen selbst in der Neuzeit nicht vor den Mechanismen der natürlichen Auslese.

Evolution: Darwins Auslese gilt auch für moderne Menschen der Neuzeit - SPIEGEL ONLINE
  1. #60

    Der absolut größte Unterschied zwischen heute und damals ist die fast totale Aufhebung der Kindersterberate. Damals überlebten nur die absolut resistentesten Kinder: Siehe z.B die Familie Bach. Heute wird auch noch das schwächlichste Kind von der Medizin durchgebracht und zur weiteren Fortpflanzung ermöglicht. Das ist zwar gefühlsmäßig schon und gut. Was das aber für Konsequenzen für den Genpool der zukünftigen Menschheit hat ist überhaupt nicht abzusehen.
  2. #61

    Der absolut größte Unterschied zwischen heute und damals ist die fast totale Aufhebung der Kindersterberate. Damals überlebten nur die absolut resistentesten Kinder: Siehe z.B die Familie Bach. Heute wird auch noch das schwächlichste Kind von der Medizin durchgebracht und zur weiteren Fortpflanzung ermöglicht. Das ist zwar gefühlsmäßig schon und gut. Was das aber für Konsequenzen für den Genpool der zukünftigen Menschheit hat ist überhaupt nicht abzusehen.
  3. #62

    Leider ist auch dieser Artikel über den angeblichen Aufweis einer angeblichen Selektion – wie eigentlich stets – der reine Quark.
    Er beschreibt nichts weiter, als dass manche Menschen mehr Kinder haben als andere. Das mit dem Konzept der Selektion innerhalb der Evolutionstheorie aber noch nicht viel zu tun.

    Von Selektion kann erst dann gesprochen werden, wenn

    - erstens die Gründe für die erhöhte Kinderzahl gegenüber anderen genetisch verankert sind und

    - zweitens über Tausende oder Zehntausende von Generationen unverändert erhalten bleibt und dort ebenfalls dieselbe Wirkung entfaltet.

    Erst DANN hätte man es mit einem Selektionsprozess zu tun, also mit der Ausbreitung eines fitteren Phänotyps innerhalb einer Population.

    Nun wird aber zum Beispiel das Partnerwahlverhalten gar nicht vererbt, das weiß jeder Vater, jede Mutter, jeder Sohn und jede Tochter. Sonst müsste der Sohn stets auf dieselben Frauen stehen wie der Vater etc., was bekanntlich überhaupt nicht der Fall ist. Auch Geschwister zeigen dort oft keinerlei Ähnlichkeit. Daher: Sexuelle Selektion = Pustekuchen.

    In Wirklichkeit gilt: Jedes Haferl hat sein Deckerl. Es gibt so viele individuelle Präferenzen, wie es Typen gibt, und es ist nachweislich falsch, dass gesunde und gutaussehende Menschen mehr Kinder haben als hässliche und gesundheitlich anfällige. DAS sagt die Empirie. Und bei den Vögeln im Garten ist es nicht anders. Ob die Amsel ein besonders schönes schwarzes Gefieder und einen besonders leuchtend gelben Schnabel und besonders laut singen kann, ist überhaupt kein Hinweis darauf, dass sie mehr Nachkommen hat als die nächste.
  4. #63

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    So heißt Irek mit bürgerlichem Namen:-)
    Das erklärt's.

    Ich hab's übrigens doch noch geschafft, die fettgesetzten Zeilen zu erkennen.

    Sein zentrales Argument ist, das Gehirn habe ursprünglich nicht zum Denken gedient, sondern als Kühlkörper, und ein bißchen kann ich dies Argument sogar nachvollziehen, wenn der Autor seine Forschungen in der wirklich allernächsten Umgebung betrieben hat. Es habe sich dann, soi meint er, erst später gezeigt, daß man mit dem grauen Matsch, der eigentlich nur die Wärme ableiten soll, auch denken kann. Aber das klappt nicht bei jedem.

    Lustig ist der Einfall schon.
  5. #64

    2 x Auslese

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Gerade das ist eben eher zu bezweifeln, respektive wäre die interessante Frage in Bezug auf moderne Gesellschaften. Vermeintliche Vorteile in unserer Gesellschaft - Status, Geld, Macht, Bildung, Aussehen - scheinen sich zumindest kaum auf den reproduktiven Erfolg auszuwirken.
    Diese Nichtauswirkung liegt aber nicht am evolutionären Nachteil von Besitz/Macht/Bildung usw., sondern schlicht und ergreifend an der "künstlichen" Entscheidung, weniger/keine Kinder zu bekommen.

    Man muss halt zwischen der natürlichen Auslese i.S.v. Darwin und der künstlichen Auslese durch gesellschaftliche Normen und/oder abstrakte Werte wie Geld unterscheiden.
  6. #65

    Sind Sie schon ausgestorben? Oder wohnen Sie noch?

    Zitat von super_nanny Beitrag anzeigen
    Ganz sicher nicht.

    Menschen mit Depression, Autismus, Epilepsie haben weniger Nachkemmen.
    Belegen Sie das!

    Zitat von super_nanny Beitrag anzeigen
    die Gene, die durch den westlichen Lebensstil epigenetisch reagieren .
    Gene "reagieren epigenetisch"?
    Vielleicht möchten Sie sich gelegentlich darüber informieren, was "Epigenetik" eigentlich bedeutet.

    Zitat von super_nanny Beitrag anzeigen
    Es ist also ganz im Gegenteil zu erhoffen, dass die Gene, die.bei psychischen Krankheiten .. langfristig aussterben.
    Diese Gene sind ganz normale Gene, die das Gehirn braucht.
  7. #66

    Wer kennt sich nicht aus?

    Zitat von alex300 Beitrag anzeigen
    Bei Nahrungsknappheit ist es nicht ungewöhnlich, dass die Tiere ihre eigene Kinder töten.
    Gar nicht ungewöhnlich?
    Dann nennen Sie solche Arten und belegen Sie die Behauptung mit Fachliteratur.

    Zitat von alex300 Beitrag anzeigen
    Der Klee produziert Östrogen, das auf die Kühe wie die Pille wirkt.
    Fachliteratur dazu?

    PS: Pflanzen produzieren gewiß keine Östrogene.
  8. #67

    Es gibt kein Kurzsichtigkeitsgen

    Zitat von super_nanny Beitrag anzeigen
    Unwahrscheinlich - denn die Evolution hatte genug Zeit um Gene für Kurzsichtigkeit auszusortieren. .
    Es gibt massenhaft Tierarten, die von Natur aus kurzsichtig waren, sind und bleiben. Wieso wurden die nicht "aussortiert"?
    Zitat von super_nanny Beitrag anzeigen
    Eine andere Erklärung ist, dass Deine entsprechenden Gene auch nützlich sein können, z.B. könnten sie Dich im Mittelalter vor schweren Krankheiten (Pest etc.) geschützt haben.
    Sie haben vollkommen irrige Vorstellungen von Vererbung und Selektion!
  9. #68

    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Die gestiegene Lebenserwartung der heutigen Menschen ist ein klares Zeichen dass sie besser an ihre Umgebung angepasst sind als jemals zuvor. Das hat sicher mit der menschlichen Fähigkeit zu tun die Umgebung zunehmend an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.
    Bemerken Sie den Widerspruch in Ihrer Aussage?
    Ich sehe bei den Menschen eigentlich keine vorteilhaften Anpassungen an die Umgebung, eher im Gegenteil, z.B. immer mehr Kinder, die nur per Kaiserschnitt gesund geboren werden koennen. Sie sind auch nicht besser an die Umgebung angepasst, wenn sie kurzsichtig oder wenig athletisch sind - sie kommen aber dank all der Technik trotzdem ganz gut durch's Leben bis ins hohe Alter. Fuer mich ist es auch recht einleuchtend, dass der Trend zum spaeten Kinderkriegen nicht wirklich von evolutionaerem Vorteil ist, solche Kinder duerften im Schnitt anfaelliger sein als Kinder von jungen Eltern, wenn dort die Risikofaktoren Rauchen, Alkohol und andere Substanzen keine Rolle spielen.
  10. #69

    Zitat von Te Henga Beitrag anzeigen
    Wie mir eine gute, alte Freundin einmal froehlich sagte:

    "Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Arbeitslosen und einem Arzt, was glaubst Du wohl, wen ich waehle?"

    Evolution wie sie leibt und lebt. ;-)
    Der Arzt hat nicht zwangslaeufig die besseren Erbanlagen, er hat nur den hoeheren sozio-oekonischen Status und ist vermutlich geistig auf der Hoehe, that's it.








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