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Auslese: Die Evolution gilt auch für den modernen Menschen

CorbisHomo sapiens hat sich über die Evolution erhoben - das zumindest glaubt er gern. Doch laut einer neuen Studie schützen soziale und technische Entwicklungen den Menschen selbst in der Neuzeit nicht vor den Mechanismen der natürlichen Auslese.

Evolution: Darwins Auslese gilt auch für moderne Menschen der Neuzeit - SPIEGEL ONLINE
  1. #20

    Evolution ist ein universales Grundprinzip, Auslese ist eine befristete Angelegenheit

    Selektion und damit Evolution muss nicht zwingend positiv besetzt sein. Homo sapiens hat diesbezüglich zu wenig Überblick in der Menschheitsgeschichte, um zu behaupten, dass eine hohe Reproduktionsrate positive Selektion bedingt. Eine Gleichgewichtspopulation, d.h. eine Population, die zur Verfügung stehende Ressourcen schonend nutzt und ihre Reproduktionsrate durch wirksame Maßnahmen kontrolliert, dürfte auf längere Sicht eine biologische Überlegenheit oder zumindest höhere Überlebensfähigkeit gegenüber einer auf reine Ausbeutung und hohe Reproduktion getrimmte Population zeigen.

    Mit Populationsanalysen ist dies bei Homo auch mit Nutzung generationsübergreifender Daten schwer nachweisbar, dazu ist bei einem Generationsintervall von ca. 25 Jahren das Beobachtungsfenster selbst über Jahrhunderte zu eng gefasst. Vielleicht kann in diesem Zusammenhang das rasche Aussterben verschiedener Säugerspezies nach der letzten Eiszeit präzisere Erkenntnisse liefern, oder auch Untersuchungen zum Aussterben hochentwickelter menschlicher Kulturen, die nicht selten auf dem Zenit ihrer kulturellen Entwicklung und ihrer größten Ausbreitung unmittelbar danach einen schnellen Abgang fanden.
  2. #21

    Evolution à la Bechstein

    Zitat von --_Der_Kleine_Prinz_-- Beitrag anzeigen
    ...

    Aber trotzdem möchte ich hier eine evolutionäre Möglichkeit als Ausweg zeigen: Werden Sie Märchendichter. ...
    Frage:
    Wieso "werden"?
    Mir scheint, hier liegt schon eine echte Karriere auf dem benannten Gebiet vor!
  3. #22

    Darwin hatte Kinder

    Zitat von Te Henga Beitrag anzeigen
    Wie mir eine gute, alte Freundin einmal froehlich sagte:

    "Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Arbeitslosen und einem Arzt, was glaubst Du wohl, wen ich waehle?"

    Evolution wie sie leibt und lebt. ;-)
    Das ist aber keine natürliche Auslese (siehe Artikel), sondern ein Beispiel für sexuelle Selektion.

    http://www.amazon.co.uk/Descent-Sele...5883279&sr=1-7
  4. #23

    Beleg tut not

    Zitat von neanderspezi Beitrag anzeigen
    Eine Gleichgewichtspopulation, ........
    Ein Phantasiekonstrukt.

    Zitat von neanderspezi Beitrag anzeigen
    , d.h. eine Population, die zur Verfügung stehende Ressourcen schonend nutzt und ihre Reproduktionsrate durch wirksame Maßnahmen kontrolliert, .....
    Nennen Sie eine einzige biologische Art, die ihre Reproduktionsrate durch wirksame Maßnahmen kontrolliert!
  5. #24

    Das Schöne ist, dass ...

    Zitat von Irek Beitrag anzeigen
    Sie sind doch der beste Beispiel, dass meine These stimmt.
    Auch mit Hauptschulabschluss unterscheiden Sie sich von einer Affe kaum.

    ... die Evolution immer funktioniert. Auch bei Ihnen - denn mit diesem durchgeistigtem Kommentar haben Sie mal wieder gezeigt, dass es nicht gut für die Weiterentwicklung eines Menschen ist, nach der Grundschule aufzuhören und sich seine eigene Parallelwelt zu erschaffen. Und so können andere Menschen an Ihrem Beispiel lernen und sich - vielleicht - evolutionär besser durchsetzen.

    Aber trotzdem möchte ich hier eine evolutionäre Möglichkeit als Ausweg zeigen: Werden Sie Märchendichter. Da können Sie es zu großem Ansehen bringen. Und durch gute Unterhaltung ermöglichen Sie dann auch evolutionären Fortschritt: Gut unterhaltene Menschen sind fröhlicher, freundlicher, vermehren sich also besser, führen weniger Krieg mit den katastrophalen Zufallsvernichtungen ganzer Familien ...
  6. #25

    You just lost me...

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Das ist aber keine natürliche Auslese (siehe Artikel), sondern ein Beispiel für sexuelle Selektion.

    The Descent of Man and Selection in Relation to Sex Volumes I and II, Hardback: Amazon.co.uk: Charles Darwin: Books
    Es waere schoen, wenn Sie in Ihren eigenen Worten uebermitteln koennten, was Sie nun eigentlich meinen.
  7. #26

    Viele von uns führen heute dank der modernen Medizin, trotz chronischer Krankheiten ein gutes Leben und haben Kinder. Das ist erstmal gut für die Art Homo Sapiens - dank medizin ist fast jeder "Fit" genug und der evolutionäre druck lässt nacht. In der Antike war ein schwaches Immunsystem oder eine Kleinigkeit wie Asthma sicher häufig ein frühes Todesurteil. Dies muss aber auch bedeuten dass sich genetische Anlagen für bestimmte Krankheiten heute vermert vererben und im Genpool verbreitung finden. Könnte dies heißen, dass der Mensch in, sagen wir mal 2000 Jahren, ohne Medikamente nur noch vermindert lebensfahig ist?
  8. #27

    "Und wir wissen, wer keinen Partner gefunden hat und deshalb keine Kinder hatte.." - diese Stelle amüsiert schon sehr.
    Homo- oder bisexuelle Menschen werden sich im 18./19. Jhd. wohl kaum offen geäußert haben, sondern ihre Partnerschaften heimlich, ohne Kinder, gelebt haben.
    Dazu kamen Menschen, die an dauerhafter Partnerschaft nicht interessiert waren.
    Beides führt dazu, dass die Formulierung "keinen Partner gefunden" bei den sog. Alleinstehenden statistisch gesehen fantasievoll wirken kann.

    Im Übrigen gilt die Evolution natürlich auch für den modernen Menschen, weil wir Menschen einfach nur eine sehr hoch entwickelte Form des Tieres sind.
  9. #28

    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Die gestiegene Lebenserwartung der heutigen Menschen ist ein klares Zeichen dass sie besser an ihre Umgebung angepasst sind als jemals zuvor. Das hat sicher mit der menschlichen Fähigkeit zu tun die Umgebung zunehmend an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.
    nicht nur. das wichtigste element der langlebigkeit in unseren breitengraden ist das fehlen von krieg und damit einhergehende mangelversorgung der bürger.
  10. #29

    Zitat von benutzer5180 Beitrag anzeigen
    Es ist ein verbreiteter Irrtum, dass Evolution nur in der Wildnis, aber nicht in gesellschaftlichen Gebilden mit Sozialstruktur, Medizin usw. funktioniert. "Survival of the fittest" bedeutet nämlich nicht "Überleben des Stärkeren (=fit)", sondern "Überleben" desjenigen, der auf eine Situation (welche auch immer) besser angepasst ist, ohne inhaltliche Wertung. Das heißt im Ergebnis auch, dass ein Paar, das von H4 lebt und sich aufgrund dieser Tatsache keine Versorgungssorgen wegen weiterer Kinder machen muss, "fitter" ist das das studierte Ehepaar, das aufgrund einer eventuell prekären Einkommenssituation auf Kinder verzichtet oder vielleicht nur eines hat.
    "fittest" ist hier tatsächlich im Sinne von "fitting" - hineinpassen gemeint.








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