Auslese: Die Evolution gilt auch für den modernen Menschen

CorbisHomo sapiens hat sich über die Evolution erhoben - das zumindest glaubt er gern. Doch laut einer neuen Studie schützen soziale und technische Entwicklungen den Menschen selbst in der Neuzeit nicht vor den Mechanismen der natürlichen Auslese.

Evolution: Darwins Auslese gilt auch für moderne Menschen der Neuzeit - SPIEGEL ONLINE
  1. #120

    Hautkrebs?

    Zitat von zila Beitrag anzeigen
    Wenn Sie sich mal auch nur ein bischen mit dem Design klinischer Studien beschaeftigt haetten wuessten Sie, dass es zwischen Kaukasiern, Asiaten und Schwarzen enorme Unterschiede geben kann. Das kreuzen der Rassen hat evolutionaer also enorme Auswirkungen, etwa immunologisch, pharmako-kinetisch oder sei es das ein Mischling einfach seltener Hautkrebs kriegt, wogegen es seinen irischen Vater unter der neuseelaendischen Sonne mit 28 wegrafft.
    Hautkrebs fällt (auch bei Iren) in ein Lebensalter, das für den Fortpflanzungserfolg völlig unerheblich ist!
  2. #121

    Sie werden sich wundern, mit was sich Wissenschaftler so beschäftigen.

    Zitat von robinson1959 Beitrag anzeigen
    Sie wissen, dass es keine Zeit vor dem Urknall gab? Schon enorm diese Feststellung. Soweit sind noch nicht einmal die Wissenschaftler, welche sich damit beschäftigen.

    http://www.wissenschaft-im-dialog.de...-urknall.html?...
    Kosmologie: Die Zeit vor dem Urknall

    Hypothesen gibt es viele, aber der "Konsensus" ist heute, dass die Zeit und der Raum selbst mit dem Urknall entstanden sind.
  3. #122

    Zitat von zila Beitrag anzeigen
    Sie verkennen Ursache und Wirkung. Die Umgebung wuerde angepasst, nicht der Mensch.
    Aber die Umgebung wurde vom Menschen angepasst weil der Mensch sich entsprechend entwickelt hat. Das konnte er früher nicht.
  4. #123

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Ein Satz fehlt noch:
    zu jeder wissenschaftlichen Meldung gibt es die passenden Dummschwätzer.
    Naja, auch dass es Leute gibt, die andere dummschwaetzen anstatt sich ueber Kaleidoskope zu freuen oder sie mitzunehmen zu versuchen, ist evolutionsbedingt.
    Ich habe mich z. B. ueber den SPON-Titel gefreut und der war ja nun auch nicht gerade eine wissenschaftliche Meldung.
    Eher eine sich selbst persiflierende Persiflage, also mit einem gewissenHumorgehalt.
  5. #124

    der klassische Denkfehler

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...ist es genau andersherum, eigentlich müsste der Mensch evolutionäre Nachteile habe, da auch kranke und schwache Menschen - sie wären in früheren Jahrtausenden von der Evolution aussortiert worden - die Möglichkeit zur Fortpflanzung haben. Also wird - durch technischen Fortschritt - auch Genmaterial weitergegeben, das in früheren Zeiten keine Chance gehabt hätte.
    Sie unterstellen der Evolution, sie hätte ein Ziel. Sie passiert aber nur einfach. Niemand weiss, welches Genmaterial wann seine Chance bekommt. Es geht nicht um stärker oder schwächer. Es geht nur um den Fortpflanzungserfolg. Es gibt dieses wunderbare Beispiel mit der Sicherlzellenanämie und der Malaria. Diese Erbkrankheit verschafft ihren Trägern in Gegenden mit Malaria einen knallharten Selektionsvorteil. Das wirkt Paradox, führt einem aber das Prinzip der Evolution sehr plastisch vor Augen.
  6. #125

    Nein, so weit ist es dann ....

    Zitat von gsm1800 Beitrag anzeigen
    oder bekommt den HSA heute jeder Depp?
    Dann: Sankta PISA ora pro nobis

    ... doch noch nicht, dass ihn JEDER kriegt.: Irek hat ihn einfach nicht, da haben Sie Recht.

    Es ist seine spätpubertäre Überzeugung, dass er der einzige wirkliche Wissenschaftler ist.

    Aber so ist die Evolution nun einmal: Es gibt auch Sackgassen für manche Entwicklungen, wie ebenfalls Irek beweist.


    Phänomenal - nun hat er also doch noch einen großen Nutzen außer als Märchenonkel: Als schlechtes Beispiel.
  7. #126

    Zitat von kaksonen Beitrag anzeigen
    ... wenn Sie sich die Zeiträume ansehen, in denen Nordeuropäer blonde Haare, blaue Augen, helle Haut und Lactosetoleranz entwickelt haben, bleiben von Ihren Tausenden Generationen höchstens ein paar Hundert übrig!

    Umso schlimmer für die Theorie der Selektion. Das sind nämlich schlicht empirische Befunde, jedoch mitnichten Belege für Selektion als Erklärung für den Wandel - eher dafür, dass Selektion nicht die richtige Erklärung liefert.

    Die Theorie der Selektion fordert rein aus ihrer mathematischen Struktur heraus bestimmte Zeiträume, oder anders ausgedrückt: ein Selektionsprozess hat eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit. Wenn die um mehrere Zehnerpotenzen überschritten wird, wie bereits wiederholt in freier Natur beobachtet bzw. nachgewiesen wurde, dann hat die Theorie ein Problem.

    In der Physik hätte man längst eine Theorie verworfen, wenn sich herausstellt, dass ein Teilchen 1000mal so schnell fliegt wie vorhergesagt. In der Evolutionsbiologie dagegen wird das ignoriert.

    Das ist immer schlecht für eine Theorie und dieses Verhalten seitens ihrer Vertreter ist ein Vorbote des Untergangs der Theorie.
  8. #127

    nochmal genau nachdenken

    Zitat von neoptolemos Beitrag anzeigen
    Er beschreibt nichts weiter, als dass manche Menschen mehr Kinder haben als andere. Das mit dem Konzept der Selektion innerhalb der Evolutionstheorie aber noch nicht viel zu tun.
    Die Zahl der Nachkommen ist DIE zentrale Grösse der Evolutionsteorie und der Pool an dem Selektion ansetzt. Wenn man das erst einmal verstanden hat wird man verstehen, dass ihre Schlussfolgerung...

    Zitat von neoptolemos Beitrag anzeigen
    Es gibt so viele individuelle Präferenzen, wie es Typen gibt, und es ist nachweislich falsch, dass gesunde und gutaussehende Menschen mehr Kinder haben als hässliche und gesundheitlich anfällige.
    ...komplett unlogisch ist.

    Mit hübsch, stark (irgendein subjektives, angebliches Selektionskriterium eintragen) hat das alles garnichts zu tun.
  9. #128

    Zitat von Ursprung Beitrag anzeigen
    So auch der Kinderlosen Verhalten selbstverstaendlich komplett und immer mit in die Evolution eingeht.
    Nicht "immer", lediglich wenn dadurch die Allelfrequenzen eines Merkmales folgender Generationen beeinflusst werden. Aber natürlich bestehen auch diese indirekten Wechselwirkungen. Aber es ging eigentlich um die Ebene der direkten Weitergabe von Merkmalen und angebliche Beispiele von dafür vorteilhaftem Genmaterial.

    Wenn bereits bei dem grundlegenden Selektionsmechanismus hier solche Unklarheiten herrschen macht es nicht unbedingt Sinn, noch zusätzliche Komplexität hineinzubringen.
  10. #129

    Zitat von alex300 Beitrag anzeigen
    Gewisse Tierarten scheinen dies nicht nur zu wissen, sie nutzen ihr Wissen.
    Das nennt man Anthropomorphismus und ist einer der schlimmsten Fehler, den Biologen begehen können. Das eigene Zweckdenken wird der Natur unterstellt, weil es scheinbar so aussieht. Dahinter stecken aber andere Mechanismen. Kennen Sie die Geschichte von dem Pferd "schlauer Hans"?