CorbisHomo sapiens hat sich über die Evolution erhoben - das zumindest glaubt er gern. Doch laut einer neuen Studie schützen soziale und technische Entwicklungen den Menschen selbst in der Neuzeit nicht vor den Mechanismen der natürlichen Auslese.
Evolution: Darwins Auslese gilt auch für moderne Menschen der Neuzeit - SPIEGEL ONLINE
Vieles davon mag als Momentaufnahme unserer Gesellschaft und bezogen auf das individuelle Leben sicherlich zutreffen. Allerdings hat das so weit mal noch gar nichts mit evolutionärer Selektion zu tun. Erstens basieren die meisten Punkte auf eher schwachem oder sehr komplexer genetischer Grundlage, zweitens unterliegt fast alles starker phänotypischer Plastizität (punkto Krankheiten etwa ist die Lebensführung oft zentral), und drittens und am wichtigsten, kaum etwas dürfte sonderlich viel Einfluss auf die Reproduktivität haben, das meiste davon war bis vor wenigen Generationen noch fast völlig irrelevant.
Relevant diesbezüglich sind eigentlich nur erbliche Merkmale, die in signifikantem Mass einen Beitrag zur nächsten Generation verhindern. Was aber eigentlich nur Faktoren wären, die in starkem Masse die Sterblichkeit vor/im reproduktiven Alter verringern, Unfruchtbarkeit erzeugen oder anderweitig zur Partnerlosigkeit führen. Ob sich da also noch genetische Merkmale identifizieren lassen, die im heutigen Kontext wirklich evolutionär "vorteilhaft" sind, ist keine triviale Frage..
Die haedline-Aussage ist Gemeinplatz: weiss wohl jeder bis auf die Cortexgeschaedigten.
Letzeres womoeglich, weil sie irreparabel schon chlorpyrifosgeschaedigt zur Welt kamen.
Womit wir, bumms, schon bei den Werkzeugen sind, denen u. a. sich die Evolution "aktiv bedient" (fuer diejenigen, die Evolution mit Gott gleichsetzen), fuer andere mit etwas mehr Cortexsteuerung, welchen Verlauf die Evolution auch mit uns ab jeder neuen Sekunde zukuenftig nehmen koennte.
Wenn ein ausreichend grosser Komet unsere Erde zertruemmert, was ja jederzeit passieren koennte, enden wir abrupt ohne Evolutionsursache.
Fuer den Fall das nicht, sorgen wir schon selber fuer einen nach unserem Zeitgefuehl etwas laenger dauernden Prozess der Eigenausloeschung, evolutionsoffen natuerlich: irgendwas von dem, was wir als Gefahrengut fuer unsere Spezies selber erschaffen, wird schon funktionieren.
Sei es nun via Chlorpyrifos oder aehnlichen tausenden anderen selbstgemachten Bioziden oder per weltweit 500 T Reinstplutonium, welches mittlerweile irgendwo prima riskant verteilt herumliegt, Tendenz: steigend.
Wir Menschen haben beides und mehr in die Welt gebracht und Null Ahnung, wie wir es wieder wegbekommen koennten.
Diese potenziellen Eigenvernichtungswerkzeuge, aus Menschenhand geschaffen aufgrund bisherigen Evolutionsverlaufes, haben zudem anscheinend eine fatale gegenseitige Verstaerkungswirkung:
1.
haben wir Null Ahnung und Null Werkzeuge und Null Organisationstalent, z. B. das Plutonium 250 tausend Jahre lang sicher verwahren zu koennen oder das auch nur anzustreben.
2.
Gelingt es dem steigenden Anteil Cortexgeschaedigter, dank Chorpyrifos und wohl noch ein paar tausend anderer Chemikalien, nun mit noch geringerer Wahrscheinlichkeit, das Plutonium, unsere Umwelt, unsere Atemluft wenigstens ein paar hundert Jahre lang unter Kontrolle zu halten. Heisst hier: Hebelung des Risikos mittels Eigenverdummung.
Das Ganze auch noch vor dem Hintergrund, dass wir evolutionaer zwar mit 53 % Wohlwollensvermuter sind, mit 47 % aber psychopathogene Moerder (3 %) oder kontextgeleitete Lebens-, Biospaere-, Artenzerstoerer sind (10 % grundsaetzlich gewaltaffin, 30 % kontextbezogen selbstzerstoerungsbereit).
Wir Evolutionsgeschoepfe haben halt alle einen Urknall, systembedingt und seitdem.
Das will ich doch gar nicht bestreiten, aber ob Toronto für die Evolution der Menschheit von Bedeutung ist, das ist eine andere Frage. Schließlich bleibt die Frage von cassandros, was Menschenrassen sind, worin sie sich unterscheiden. Genetische Unterschiede gibt es quer durch die Menschheit, Rassen sind dabei nur die phänotypisch sichtbare Oberfläche.
Der Rezeptor in der Netzhaut für die Farbe rot hat zwei verschiedene Allele. Es gibt Menschen, die ein dunkleres Rot intensiver sehen und andere, die ein helleres rot intensiver sehen. Das sieht man den Menschen nicht an. Das kann zur Folge haben, dass die eine Gruppe die Tomaten früher erntet als die andere.
Ja, ich weiß. Aber östrogenähnlich ist etwas anderes als Östrogen.
Cyanid ist auch ein Pseudohalogen und somit "halogenähnlich"; wären Sie deshalb bereit, Ihr Kochsalz durch Natiumcyanid ersetzen? ;-)
Der Begriff "Phytoöstrogene" (vermutlich von Medizinern oder Ernährungs.... erfunden) ist unglücklich. In der seriösen Literatur spricht man daher besser von Pseudoöstrogenen.
Na ja, es war zugegebenermaßen ein bißchen spitzfindig.
Aber wenn Sie die Wahl haben, Essig mit Essigsäure oder mit essigsäureähnlichem Acetylchlorid auf Ihren Salat zu schütten, nach welcher Flasche greifen Sie?
Daß Kühe, die Klee fressen, davon infertil werden, ist weiterhin unbelegt.
Das habe ich gefragt??
Worin unterscheiden sich Hunderassen, zum Beispiel Zwergschnauzer und Riesenschnauzer?
Natürlich in phänotypisch ausgeprägten Merkmalen, die vererblich (also genetisch determiniert) sind.
Ein einziges Merkmal reicht zur Definition einer Rasse (respektive Sorte, Variante, Varietät, etc.) aus, zum Beispiel die Fellfarbe (Leopard/Panther).
Die Feststellung, daß es genetische Unterschiede gibt es quer durch die Menschheit gibt ist trivial und berührt die "Rassenfrage" nicht.
Hae?
Sie vergessen wohl bei Ihren Gedankenspielen, dass auch die kinderlosen Leben durch Sozial- und Ressourcen-(Problem)Rueckkopplung darauf einwirken, ob, unter welchen Bedingungen, mit welchen Vorschaedigungen die Fertilen ihr Erbgut in die Welt streuen.
So auch der Kinderlosen Verhalten selbstverstaendlich komplett und immer mit in die Evolution eingeht.
Für mich ist die natürliche/sexuelle Auslese schlicht und einfach eine Erklärung für einen langen historischen Prozess. Das heißt auch: Wenn es über viele Generationen zu keinen besonderen Veränderungen im Genpool kommt, dann findet eben auch keine besondere Auslese statt.Ich habe gar keine Lust dazu Ihnen darzulegen, wie und wo genau im Moment dieser Prozess beim Menschen stattfindet, weil solche Aussagen unzulässig sind (geht auch oft in Richtung Sozialdarwinismus). Natürliche Auslese beim Menschen lässt sich nicht in der Aktualität betrachten, sondern nur in der historischen Rückschau. Für einen experimentellen Ansatz müssen Sie schon auf andere Tierarten zurückgreifen.
Trotzdem gilt das Prinzip der natürlichen Auslese über große Zeiträume natürlich auch für Menschen. Zu schnellen und auffälligen Veränderungen im Genpool einer Art (also auch beim homo sapiens) kommt es vor allem, wenn a) einzelne Individuen zufällig über "neue" und besonders vorteilhafte genetische Merkmale verfügen, die es bisher so noch nicht gab und b) bei Auftreten von "neuen", besonderen Veränderungen in der Umwelt, die es bisher so noch nicht gab.
Mein Meteoriten-Beispiel sollte den zweiten Punkt illustrieren. Natürlich hätte ich hier auch eine menschengemachte Umweltkatastrophe anführen können.
oekosmos: Rohkost - gesund bis gefährlich
Das Angebot pflanzlicher "Waffen" reicht von Giftstoffen, Enzymhemmern bis hin zu pflanzlichem Östrogen.
Empfängnisverhütung ist die raffinierteste Methode, derer sich grüne Bohnen, Sojabohnen und andere Hülsenfrüchte aber auch Hopfen und Rotklee bedienen. Sie bilden Phytoöstrogene. Diese werden durch Bakterien der Darmflora in Hormone umgewandelt. Zu ihnen gehören die Isoflavonoide - meist Genistein und Daidzein, die eine den menschlichen Hormonen ähnliche Sruktur aufweisen - pflanzliches Östrogen - kein Widerspruch!
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Gewisse Tierarten scheinen dies nicht nur zu wissen, sie nutzen ihr Wissen. So sollen Äffinnen nach der Geburt ihrer Jungen beobachtet worden sein, die gezielt Bohnen fraßen - quasi als Verhütungsmittel.