Und somit diese Aussage auch.
Was bleibt, ist Wahrheit. Und das ist es in Aachen-Ost wo ich seit etwa 5 Jahren lebe, als Minderheit. Nicht als Minderheit, dass ich dort nicht schon 30 und mehr Jahre lebe, sondern als Minderheit, dass ich Deutsch spreche. Gut - es ist meine Muttersprache und ich spreche sie seit etwa 30 Jahren. Viele Nachbarn leben so lange hier und sind nicht in der Lage, ein Mohnbrötchen statt eines Sesambrötchens zu kaufen.
Es bleibt die Frage warum: Weil es dazu keine Notwendigkeit gibt. Die zahlreichen Geschäfte gehören Mitbürgern, die wahlweise alle Sprachen des nahen und mittleren Ostens sprechen, Deutsch fast nicht. Macht aber nichts, die Kunden ja auch fast nie.
Auf den Behörden kann man auch auf Türkisch Sozialleistungen beantragen und bekommt sie auch. Bei der GEZ kann man sich auch auf Libanesisch von der Zahlungspflicht befreien lassen. Ich führe dies jetzt nicht fort...
Das Enkelkind einer Nachbarsfamilie spricht prima Türkisch und versteht mich nicht, wenn ich ihm "Hallo" sage. Muss es auch nicht, da ich ja Angehöriger einer Minderheit bin und ie meisten anderen diesbezüglich keine Sprachbarrieren haben. Wenn ich auf der Straße angesprochen werde und kein Wort verstehe, begegnet man mir mit Unwohlsein.
Nein - selbst nach 5 Jahren Wohnen in Aachen-Ost kann ich immernoch kein Türkisch.
Und nein, selbst nach 30 Jahren und mit Enkelkindern im Haushalt spricht oder versteht man nebenan kein Deutsch.
Wie gesagt - dies ist ein Beispiel und man kann es verallgemeinern. man kann vieles verallgemeinern und ich glaube auch keiner Statistik, die ich nicht selber gefälscht habe. Aber 30% ohne jeglichen Schulabschluss glaube ich, wenn ich täglich mit offenen Augen durch die Straßen gehe.
Mache ich den Leuten deshalb einen Vorwurf? Nein! Warum auch. Wer will denn integriert werden und wer möchte die Leute integrieren? Mit dieser Frage müssen wir uns ernsthaft auseinander setzen.
Ich kenne Mitbürger aus Indien, die auch Kinder haben. Diese Mitbürger sind aus erster Generation und tun sich schwer mit Deutsch. Die Kinder sind auf dem Gymnasium und betrachten Deutschland als ihre Heimat - sie sind hier geboren. Und sprechen den gleichen leichten Sing-Sang Dialekt wie ich, den man hier in Aachen spricht.
Kurzum: Zur Integration gehören in der Tat immer zwei Seiten. Wenn beide Seiten mit einem gewissen Respekt und einer gewissen Offenheit agieren, dann geht das gut.
Verschließt sich nur eine Seite ernsthaft, dann geht das schief. Nun ist es an allen, nicht der zu sein, der sich verschließt. Und damit meine ich nicht nur "uns" Deutsche, sondern auch ausdrücklich unsere zugewanderten Mitbürger.



