Die Politik sorgt sich wegen des Nazi-Terrors um den guten Ruf des Landes - mit Recht: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sitzen tief in der deutschen Gesellschaft. Das zeigt nicht*zuletzt*der unselige Begriff von den "Döner-Morden", meint Stefan Kuzmany.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...798209,00.html
Immer wieder schön, wie "Journalisten" anderen den Spiegel vorhalten wollen, moralisch überlegen sein wollen und sich völlig vergaloppieren.
Ok, nicht repräsentativ, aber es wurden nie die Opfer als Döner bezeichnet. Schlicht gelogen. Wenn es denn eine Mordserie an Deutschen in der Türkei geben würde, und 2 Opfer betrieben ein Kartoffelhaus, dann würde "Kartoffelmorde" kaum zu den vom Autoren erwarteten Empörungen führen.nur zwei Opfer arbeiteten in einem Döner-Laden, doch namensgebend für die Mordserie war der türkische Imbiss dennoch
Bitte? In welchem Universum lebt der Autor? Mag sein dass die Ermittlungen sehr einseitig geführt wurden, aber das hat, meine ich, schon früher andere gewundert.Mit Fremdenhass mochte das damals niemand in Verbindung bringen - kein Ermittler, kein Politiker, kein Journalist
Naja, der Artikel und diese Aussage sagen mehr über den Autoren.Der Begriff "Döner-Morde" ist ein trauriger Beweis für den latenten Rassismus der deutschen Gesellschaft
Schon tragisch: statt dass die Journalisten nachhaken, bzgl Ungereimtheiten, Einsatz von V-Leuten, Aufgabe des Verfassungsschutzes, Umgang mit rechter Gewalt... spielen sie auch hier wieder die Standardmelodie. Man kann es sich ja einfach machen. Statt langsam mal nachzuholen, was man früher schon genügend versäumt hat, siehe zweites Zitat.
Und folgendes wird zwar gerne von Political-Correctness-Fans behauptet
ist aber auf der gleichen Stufe zu sehen wie "durch rückwärts zu hörende satanische Botschaften wird die Jugend verführt" früherer Jahre: Blödsinn. Wird leider immer wieder gemacht, momentan sind es die Gender(innen)-Freunde/Freundinnen die das stärker nutzen.Sprache bestimmt das Denken, und aus dem Denken entstehen Taten.
Das Verbieten von Formulierungen / Symbolen etc. hat noch nie nirgends die Welt verbessert sondern ist schlicht Neusprech-Quatsch. (Und hier sehe ich es auch nicht mehr ein, diplomatisch zu argumentieren.)
aber Ihre Unterstellungen sind ebenso dummdreist wie falsch.
Privat und beruflich habe ich viele Erfahrungen mit Ausländern viele Nationen gemacht. Stets wurde mir von meinen ausländischen Freunden bestätigt, dass sie nie mit Vorurteilen, Ablehnung oder gar Hass konfrontiert wurden.
Sie neigen zu (vielleicht) krankhaftem Selbsthass.
Spielen Sie damit etwa auf die Mär an, die Bundesrepublik Deutschland existiere nicht wirklich?
Falls ja, empfehle ich Ihnen:
http://www.krr-faq.net/
Selbst wenn die Nazis keine Menschen umbringen würden: es gibt mehr als genug Gründe, deren politische Absichten abzulehnen.
Und nun an ein paar wenigen, wieder eine Verallgemeinerung "abzufeuern" ist billigster - aber gewohnter Jornalismus, den es ein jedesmal zu bestaunen gibt, wenn aus irgendeinem Extremistenlager Straftaten verübt werden.
Mal ist es der Deutsche Gutmensch, mal ist es der Deutsche Rassist. Ich mein ok, wir haben hierzulande eine entsprechende Vergangenheit und sollten eine gewisse Sensibilität offen sein. Aber aus Unwissen der Ermittler latent vorhandenen Rassismus abzuleiten ist, find ich, abenteuerlich. Sorry.
Btw: Was ist das, wenn Flaggen verbrannt werden? Ist das auch Rassismus? Ich mein rund um den Globus verbrennen Menschen andere Menschen, die Flaggen anderer Staaten, die Bücher anderer Ansichten, unken über "die Anderen". Nach meiner Definition ist dies alles doch immer wieder ein und dasselbe und demnach auch immer wieder Rassismus bzw. Faschismus.
In diesem Sinne, nach ihrer Logik, wenn ich diese richtig verstand, sind alle Menschen Rassisten. Überall.
Das wäre schade, denn ich ging bislang davon aus, dass Rassismus eine Idiotie ist, die erlernt wird.
Juchhu, endlich dürfen wir als "Gesellschaft" mal wieder richtig mies und schuldig fühlen.
Autokorso nach deutschen Siegen nächsten Sommer dürfte damit ja auch erledigt sein.
PS: Werter Herr Kuzmany, nicht die ach so pöse rassistische Gesellschaft hat den Stuß mit den "Döner-Morden" erfunden sondern die deutschen Medien.
Ich finde durchaus, dass der Artikel einen wichtigen Punkt trifft.
Die Bezeichnungen "Döner-Morde" ist in der Tat völlig unangemessen.
Insofern finde ich den Artikel gut.
Besonders auch weil der - tatsächlich stattfindende - Aspekt "Das betriggt UNS nicht" durch diese Sprachgebären noch verstärkt wird.
Insofern sollte sich die Journallie durchaus an die eigene Nase fassen!
Ob nun Deutsche latent rassistisch oder nicht sind, ist denke ich davon allerdings unabhängig.
Und entsprechende Verweise wären in diesem Zusammenhang auch gar nicht nötig meine ich.
Seh ich genau so. Zumahl es mal wieder so klingt als waere Rassismus ein Deutsches Phaenomen. Rassismus ist ein grundlegendes, menschliches Problem. Die Chinesen sind rassistisch und so sind es die Russen. Die Austalia sind besonders rassistisch, das sagen sie sogar selber und die Ammis sind auch nicht besser. Ich lebe in England und die rechte Bewegung ist hier auch nicht gerade klein und ist sogar ein "running joke".
Ob der Begriff "doener Morde" nun unglucklich gewaehlt ist oder nich darueber laesst sich streiten aber die Verallgemeinerung des Artikels ist allerdings ein wenig ungluecklich.