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Ausgrenzung durch Sprache: Deutsche und Döner

Die Politik sorgt sich wegen des Nazi-Terrors um den guten Ruf des Landes - mit Recht: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sitzen tief in der deutschen Gesellschaft. Das zeigt nicht*zuletzt*der unselige Begriff von den "Döner-Morden", meint Stefan Kuzmany.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...798209,00.html
  1. #200

    Zitat von plleus Beitrag anzeigen
    Ungluecklicherweise, wir alle muessen damit leben. Wir werden diesen Teil der Menschen immer und ueberall haben (meine Meinung). Haben Sie eine Loesung bzw koennten Sie sich eine machbare vorstellen?
    Ich für meinen Teil werde hier nicht darauf warten, dass eine Lösung gefunden wird, die eigentlich überhaupt gar nicht gesucht wird, für ein Problem, das es ja eigentlich überhaupt nicht gibt.

    Als Betroffener kann ich nur eins tun:

    ICH WEHRE MICH GEGEN DEN DEUTSCHEN ALLTAGSRASSISMUS WO IMMER ICH AUF IHN TREFFE!
  2. #201

    Ein Kreter sagt,

    Zitat von klowasser Beitrag anzeigen
    Mir huscht ein Lächeln über das Gesicht, bei all den Kommentaren, in denen steht "Boa, jetzt werden wir Deutsche ja wieder als Rassisten und Nazis und so bezeichnet! Stimmt doch gar nicht!"

    Das erinnert so sehr an Diskussionen der vergangenen Monate, bei denen es stets hieß: "Also, ich bin jetzt kein Rassist, aber man wird doch wohl sagen dürfen, dass es zuviele Türken gibt, die hier Probleme machen. Die müssen weg!"

    Wie oft hörte ich schon den Satz "Die Russen/Polen/Türken sind von Natur aus gefährlicher als wir Deutschen"?

    Ein Doktorand - asiatischer Herkunft - erzählt mir ebenso, dass er angespuckt wurde, oder auch mal zu hören bekam, er solle sich doch Arbeit suchen - weil er in der Stadt saß und ein Bier trank.

    Der Rassismus sitzt tief drin in dieser Gesellschaft, und zwar so tief, das die meisten es leider immernoch nicht merken und lieber die Strategie der kognitiven Dissonanz anwenden.

    alle Kreter lügen. Da er selbst ein Kreter ist, lügt er also auch. Somit sagen alle Kreter die Wahrheit ...
  3. #202

    Zitat von B.Neumann Beitrag anzeigen
    Ich fordere die die zuständigen Redakteure von Spiegel online auf, die Verwendung des Begriffes "Dönermorde" endlich einhzustellen. Damit tun Sie den hingerichteten Mitbürgern im nachhinein noch Gewalt an.
    Ich drücke in meinen Gedanken den Grün-Knopf / Mag-Ich-Knopf / +-Knopf / WORD-Knopf
  4. #203

    Mittel

    [QUOTE=.martin.;9146288]
    Meiner Meinung nach wäre z.B. ein NPD-Verbot ein Schritt in die richtige Richtung. Doch dagegen versperren sich Viele grundsätzlich, weil uns schon lange eingeredet wird, diese Partei sei "unverbietbar". Hier gilt es Aussage und Quelle in Zusammenhang zu bringen und kritisch zu hinterleuchten. Ich sehe keine Rechtfertigung der Legalität dieser Partei, die Steuergelder verwendet, um mit ihren rechten Thesen in der Öffentlichkeit zu stehen.

    Natuerlich gibt es bis heute eine Rechtfertigung der Legalitaet der NPD. Es ist solange Legal, bis ein Gericht anders entscheidet (aber das wissen Sie sicher auch).
    Aussage und Quelle zusammenbringen, daran hapert es ja wohl immer noch.


    Zitat von .martin. Beitrag anzeigen
    Jedoch fällt es schwer unsere heutige Verantwortung wegzuwischen, wenn man dann erklären muss, dass in unserer Gegenwart eine Partei in Deutschland legal gewählt werden kann, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wurde. Ich könnte befreiter zugeben, dass ich aus Deutschland komme, wenn ich dabei das Bild einer Parteienlandschaft aufzeichnen kann, das ohne die NPD auskommt.
    Es kommt wohl auf das Land an. In den USA ist mir eine solche Frage oder Diskussion nie untergekommen.
  5. #204

    Nicht nur in dieser Gesellschaft.

    Zitat von klowasser Beitrag anzeigen
    Der Rassismus sitzt tief drin in dieser Gesellschaft, und zwar so tief, das die meisten es leider immernoch nicht merken und lieber die Strategie der kognitiven Dissonanz anwenden.
    Rassismus steckt in jeder Gesellschaft.
    Als Zuwanderer kann ich da viel entspannter reden, ich habe keine Nazi Vergangenheit, nix was mich vorbelastet.

    Ich bin in der ehemaligen UDSSR aufgewachsen, weit hinten, nahe Alma-Ata.
    Dort gab es Uiguren, Russen, Kasachen und noch einige andere, auch eine kleine Kolonie Deutsche.
    Und nicht mal das strenge Sowjet Regiment konnte Spannungen zwischen diesen Gruppen verhindern.
    Warum? Weil keiner den anderen die Butter auf dem Brot gegönnt hat.

    Ich durfte schon als Jugendlicher erleben wie jemand aus unserem Dorf zu Tode geprügelt wurde, weil er
    die falsche Herkunft hatte. Wobei seine eigentlich Egal war, es war halt nur die falsche.

    Später durfte ich beruflich einige Zeit in den USA verbringen, und auch dort konnte ich nicht unbedingt ein
    harmonisches Miteinander feststellen.
    Die Menschen wohnen von einander getrennt in ihren Vierteln, einige davon würde nur ein Lebensmüder
    anderer Ethnie zu mancher Tageszeit betreten.
    Klar gibt es Kollegen anderer Herkunft, mit manchen trinkt man auch mal ein Bier, aber im goßen und ganzen
    bleiben alle unter sich.

    Laufen Sie mal spasseshalber Nachts auf der Hoover Street durch South Central L.A.

    Wir haben uns dieses Jahr die L.A. Gang Tour gegönnt > http://lagangtours.com/
    Gibt einen einen kleinen Eindruck, gerade die Gespräche mit Ehemaligen am Ende.

    Dort entscheidet nicht nur die Hautfarbe, da kann schon die Strasse eine Tödliche Grenze sein ......

    Denken Sie an die Vororte von Paris .... Indien wo es auch nicht immer so friedlich zugeht
    wei es sich Gandhi vorgestellt hat.


    Nein, damit will ich nichts beschönigen, klein Reden oder unter den Teppich kehren.

    Meiner Meinung nach ist Rassismus eben kein speziell Deutsches Problem, es ist ein Menschliches.
    Und solange wir das nicht genauso angehen, wird sich auch nichts ändern.

    Es gibt einen natürlichen Trieb die eigenen Pfründe zu sichern, es gibt aber auch aufgeklärtes Denken
    und Erziehung. Und es gibt Grenzen. Wer dagegen verstösst ist dafür haftbar zu machen.
    Das muss eben schon im kleinen Anfangen, wenn die erst mal ein Hakenkreuz tätowiert haben,
    und den einschlägigen Organisationen beigetreten sind, ist das Kind schon lange im Brunnen.
    Das brauchtaber Zeit und natürlich den Willen dazu.

    Man kann auch mal widersprechen wenn man im Kollegenkreis, abends in der Kneipe
    mal wieder dei dummen alten Sprüche hört.
    Man muss nicht immer drüber weg hören.


    Trotzdem halte ich es wegen 3 Tätern, und einigen Unterstützern jetzt für Falsch den Untergang der Toleranz und er Offenheit auszurufen.
    Die Norweger haben es vorgemacht, bleiben wir ruhig und besonnen, setzen auf das was wir können.
    Verglichen mit anderen Ländern gibt es in D wenig Kriminalität, unsere Polizei kann so was in den Griff bekommen,
    man muss sie nur entsprechend beauftragen und machen lassen.
    Wenn man dazu ein paar Man mehr braucht, müssen die halt eingestellt werden.
    Für anderen Scheiss haben wir ja auch Geld.

    Die USA haben sich im Kampf gegen den Terror total verrannt, ich hoffe das wir nicht die selben Fehler machen,
    den selben Aktionismus verfallen.

    U-Ausschüsse, neue Terrorgesetze, Geheimdienste oder Verfassungsschutz werden zu nichts führen.
  6. #205

    Enttäuschung...

    Zitat von ogniflow Beitrag anzeigen
    In Frankreich sind die Migranten Staatsbürger, deswegen gibt es da auch keine Integrationsprobleme, brennende Vorstädte, hohe Jugendarbeitslosigkeit, Parallelgesellschaften,usw.....
    sie verbrennen da Vorstädte, weil sie da fast ausnahmslos alle in den Gymnasien weiterlernen, es gibt nämlich keine betriebliche Ausbildung mehr, und hinterher sehen, dass trotz Abi und Studium allein die Hautfarbe eine unüberwindbare Hürde ist... auch für Franzose, das sie nunmal sind, sie haben ja so recht.

    was ist eigentlich Obama? ein Europäer wie seine Mutter?

    was ist eigentlich Philip Rösler, der Sohn von zwei europäischen Deutschen durch Adoption, oder ein Einwanderer?
  7. #206

    Also,.......

    Zitat von plleus Beitrag anzeigen
    Bedauerlicherweise ist das wohl ein Traum. Auch wenn man Rassismus bennent, anprangert (oder was immer Sie wollen) und bestrafen, er ist immer noch vorhanden. Wir koennen es anstreben und versuchen, aber die Gegenwart zeigt m.E wenig Erfolg.
    ....die roten Waldameisen, und die schwarzen Wegameisen
    haben ihren Rassismus noch nicht überwunden, es gelingt nicht,
    sie zu einem Volk zu vereinen.
  8. #207

    völlig richtig

    Zitat von .martin. Beitrag anzeigen
    Welch typische Herangehensweise. Man sieht ein Problem und begrenzt seinen Ausblick lediglich auf die endgültige und perfekte Lösung. Hätte ich das Rezept gegen Rassismus in der Tasche, würde ich es Ihnen sicherlich nicht vorenthalten.

    Meiner Meinung nach wäre z.B. ein NPD-Verbot ein Schritt in die richtige Richtung. Doch dagegen versperren sich Viele grundsätzlich, weil uns schon lange eingeredet wird, diese Partei sei "unverbietbar". Hier gilt es Aussage und Quelle in Zusammenhang zu bringen und kritisch zu hinterleuchten. Ich sehe keine Rechtfertigung der Legalität dieser Partei, die Steuergelder verwendet, um mit ihren rechten Thesen in der Öffentlichkeit zu stehen.

    Gerade bei Reisen im Ausland, habe ich häufig Menschen getroffen, die großes Interesse daran hatten mit einem jungen Deutschen über den zweiten Weltkrieg und das politische Gefühl in Deutschland heute zu sprechen. Kein aufgeklärter Gesprächspartner würde einem heute 25-Jährigen dabei persönliche Vorwürfe über die Verbrechen dieses Krieges machen. Jedoch fällt es schwer unsere heutige Verantwortung wegzuwischen, wenn man dann erklären muss, dass in unserer Gegenwart eine Partei in Deutschland legal gewählt werden kann, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wurde. Ich könnte befreiter zugeben, dass ich aus Deutschland komme, wenn ich dabei das Bild einer Parteienlandschaft aufzeichnen kann, das ohne die NPD auskommt.
    Sie haben meine volle Zustimmung. Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum diese Partei in einem demokratischen Deutschland immer noch legal existiert. Wer kriminelles Gedankengut verbreitet, sollte nicht in Landtagen sitzen und von dieser Demokratie in seinem Tun unterstützt werden. Und wenn die NPD-Wähler bei der nächsten Wahl auf dem Stimmzettel ihre Partei vermissen, werden sie ihr Kreuz vielleicht woanders hinsetzen oder eben ganz darauf verzichten einen Stimmzettel abzugeben...
  9. #208

    Zitat von SPON-tan Beitrag anzeigen
    Also ich finde es schlimm, welche Erfahrungen Sie bisher gemacht haben. Man muss aber meiner Meinung nach Gründe und Verhalten trennen.

    1. Fremdenangst ist kein deutsches Problem. Auch wenn in Deutschland die Auswüchse im Dritten Reich extrem deutlich geworden sind. Wenn Sie afrikanische Wurzeln haben und sich damit beschäftigt, dann wissen Sie, dass Minderheiten nicht nur in Europa mit äußerster Grausamkeit verfolgt werden.

    2. Fremdenangst an sich ist wohl in uns allen angelegt. Es kommt halt drauf an, was wir daraus machen. Das ist die Kunst und Aufgabe. Wobei Radikale jeder Couleur wohl häufiger aus intellektuell weniger begüterten Kreisen kommen...

    3. Ich glaube, trotz fremdenfeindlicher Erscheinungen ist Deutschland auf einem relativ guten Niveau. In London habe ich allerdings eine stärkere ethnische Durchmischung erlebt, die ich sehr angenehm fand. Spannungen gibt es allerdings auch dort trotzdem.
    Allgemein: Ja super, ich werde rassistisch angegangen und soll mir dann noch Gedanken über die Trennung von "Gründen" und "Verhalten" machen. Jetzt soll ich also noch Verständnis für Rassisten aufbringen. Das gehört in die Top-Kategorie typisch weiß-deutscher Entgegnungen auf meine Rassismus-Erfahrungen. Das wichtigste dabei: Ich rede hier von "Erfahrungen" nicht von etwas was ich mal in der Zeitung gelesen hab und wovon ich nur vorgebe, Ahnung zu haben.

    Zu 1.) Danke, ich werde an diese mitfühlende Anteilnahme denken, wenn ich das nächste Mal die schöne Wohnung nicht bekomme weil ich schwarz bin. Und ich werde ab jetzt immer schön den Mund halten, denn mir geht's hier doch so gut.

    Zu 2.) Anstatt "Fremdenfeindlichkeit" (als würde es bei Rassismus nur darum gehen, dass man die Person nicht persönlich kennt) zu bekämpfen muss man also gucken, was man schönes daraus machen kann, super...

    Zu 3.)Na dann können Sie sich ja zurücklehnen und nicht weiter über sich nachdenken; solange es nur immer jemanden gibt, der noch schlimmer ist als sie...
  10. #209

    Zitat von hatem1 Beitrag anzeigen
    Nein, Herr Kuzmany, als Deutscher mit Miogrationshintergrund widerspreche ich Ihnen: Deutschland ist weit weniger rassistisch als Journalisten immer wieder gern behaupten. Ich glaube, dass es leider in jedem Land einen gewissen Bodensatz von Rassismus gibt, das finden sie in Italien oder Frankreich genauso wie in arabischen Ländern oder Afrika.

    Aber Deutschland ist für mein Empfinden sehr viel weiter von einem generellen, "tiefsitzenden" Rassismus entfernt als viele andere Länder auf der Welt.

    Schließen Sie bitte nicht von einer kleinen und dummen Minderheit auf die tolerante und aufgeschlossene Mehrheit der Menschen in Deutschland.
    Ich bin Ihnen sehr dankbar für diese Einschätzung!!!
    Ganz meine Meinung!!!








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