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Ausgetrickster Cookie-Datenschutz: Microsoft schwärzt Google an
APGoogle trickst Datenschutz-Einstellungen im Internet Explorer aus, wirft Microsoft dem Konkurrenten vor. Der Windows-Konzern verschweigt, dass die Probleme schon lange bekannt sind, ohne dass Microsoft aktiv wurde. Der Streit wirft ein schlechtes Licht auf die Selbstregulierung der IT-Giganten.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...816659,00.html
- #10 22.02.2012 05:00 von
Tracking Schutz IE9
IE hat unter Extras->Sicherheit->Tracking-Schutz "nach 2010" eine Funktion implementiert, die Drittanbieter Cookies setzende aus auswertertende Java-Skripte wie (z.B. die hiesigen von ".adserv") einfach nicht ausführt. Als angenehmer Nebeneffekt ist damit verbunden, das auch im dort angefragten Werbebanner folglich auch nicht angezeigt werden. Es wird statt dessen nur kleines blaues noParking Schild angezeigt. Sobald ein vermeintlich wegen Tracking gefilterter Inhalt in der Anzeige unterdrückt wurde, erscheint in der URL auch eine blaues noParking. Man kann damit den Trackingschutz auch ausschalten, wenn man sehen möchte , wie die gefilterte Seite ungefiltert aussieht.
Damit ist dem IE für die bekannten Tracking-Skripte egal, wie die Seite vom Erstanbieter ausgezeichnet wurde, und entsteht ein wirksamer Tracking-Schutz der auch die Cookies aus solchen Skripten unterdrückt.
Das Problem dabei: Welches sind die "bösen" Tracking Skripte?
Nach dem Aufrufen im Menü leited MS einen zu einer Auswahlseite, in der man mehrere Trackingschutzlisten (Listen der "bösen" Skripte) von verschiedenen beratenden und von Benutzern bewerteten Anbietern in seinen Trackingschutz laden kann. Die Listen selbst werden nicht von MS selbst erstellt.
Man kann auch eigene "schwarze Listen"´erstellen, und auch "weisse Listen", als Sciptr oder Seitenteile , die auf jeden Fall ausgeführt werden sollen.
Näheres hier :
Internet Explorer Galerie
Mit den Top 5 aus den ca 10 Listen erscheinen die meisten Tracker gut abgeblockt, ohne das ich bisher nennenswerten Funktionsverlust in Kauf nehmen musste.
Ich würde am ehesten spekulieren, das dieser Trackingschutz der aktuelle Auslöser der moralischen Antiwerbung zwischen Google und MS ist, da man sich leicht vorstellen kann, das das die Wirksamkeit und somit Erträge der werbetreibenden Datensammler erheblich beeinträchtigen dürfte. Auch Google Geschäfte dürften dadurch beeinträchtig sein, das z.B. auch Google Analytics Scripte auf einigen Tracking-Schutz Listen stehen.
Diese , wenn auch für den unbedarften User meineserachtes recht umständliche Tracking-Schutz, ist wohl auch im Februar letzten Jahres W3C zur Standardisierung vorgelegt worden:
Trackingschutz: W3C greift Microsofts Vorschlag für eine Trackingabwehr auf - Golem.de
Morgendämmernde Grüsse
F. Mondorf - #11 22.02.2012 08:08 von
- #12 22.02.2012 08:10 von
ohne zweifel kann ein profi auch IE zaehmen.
es ist aber doch absicht nicht gesehen zu werden, wobei der normalverbraucher nicht einmal weiss was "nicht-tracking" ist und
eher eine 1&1 hotline anruft wenn ploetzlich auf der SPON-seite
luecken auftauchen.
dieses verstecken von wichtigen sicherheitseinrichtungen die
per default immer zuerst unwirksam sind, erinnern mich an Douglas
Adam's ' Per Anhalter durch die Galaxis':
"Alle Planungsentwürfe und Zerstörungsanweisungen haben 50
Ihrer Erdenjahre lang in Ihrem zuständigen Planungsamt auf
Alpha Centauri ausgelegen. Sie hatten also viel Zeit, formell
Beschwerde einzulegen..."
und selbst viele 'wissende' hier kennen wohl kaum die datenschutzbestimmungen mit 'sniffing-erlaubnis' ihres IPhones oder auch von New Yahoo! Mail denen sie sich fast unwideruflich
unterworfen haben.
meiner einer hat FF 3.63, No-Script 2.2, ABP, MS Essentials und
Comodo Firewall only. in FF zus. AskForSanitize 2.1 der alles an
privatem wegraeumt. damit habe ich bis jetzt alles truebe abgefischt.
videbimus... - #13 22.02.2012 08:34 von
- #14 22.02.2012 08:36 von
Wenn man die Schreibrechte in dem betreffenden Ordner generell entzieht, muss ich sie erst gar nicht löschen. Es gibt zwar eine geringe Anzahl von Seiten, die dann nicht mehr funktionieren, aber auch das ist O.K. Wer für das normale Betrachten der Seiten Flash-Cookies als zwingend voraussetzt, ist in meinen Augen eh unseriös.
- #15 22.02.2012 08:55 von
Sie vergessen....
das dieser Netzbereich in Spon sich heldenhaft bemüht, heise online als Plattform für tumbes MS Bashing zu überholen.
Der Artikel weist eine ganze Reihe von Unstimmigkeiten auf. So ist dieses Protokoll Mitnichten eine MS Lösung, sondern ein W3C Standard. Und dann fordert man auf der einen Seite, MS möge doch bitte offene Standards implementieren, auf der anderen Seite beschwert man sich, wenn sie das machen (Übrigens liegt der Fall hier ein wenig anders, als im Safari. Dort ist quasi eine Funktion zum Umgehen implementiert, darüber verliert man natürlich kein Wort).
Das, was der IE macht - nämlich das ignorieren von unbekannten Einstellungen - ist Bestandteil des Standards. Vielleicht hätte sich der Redakteur mal an RTFM halten sollen - die RFC ist frei zugänglich. Und es ist anzunehmen, dass auch Browser wie Opera oder FireFox analoges Verhalten aufweisen (wobei Google Opera nicht als marktrelevanten Browser ansieht). Oder sind die etwa nicht standardkonform?
Es ist hier also eine Überarbeitung des Standard notwendig. Der IE besitz im Übrigen eine Reihe zusätzlicher Möglichkeiten, solche Cookies zu verhindern. Und in der Standardeinstellung des IE9 funktionmiert dann auch das Google-Gimmick gar nicht, einfach mal ausprobieren! Cookies werden ohne Zustimmung durch den Anwender nicht geschrieben.
JT - #16 22.02.2012 12:05 von
- #17 23.02.2012 17:31 von
Flash austricksen
Das ist die ganz radikale Lösung, und die funktioniert auch. Wer den von Ihnen benannten Nachteil, dass dann einzelne Seiten nicht mehr richtig funktionieren (und Filmchen nicht mehr abgespielt werden) vermeiden will, für den habe ich bei den Ubuntuusers noch einen eleganten Vorschlag gefunden: man belässt die betreffenden Verzeichnisse funktionsfähig, aber lässt sie im Viertelstundentakt löschen!
So genießt man einerseits den vollen Flash-Komfort, aber man verhindert doch das Anlegen von Profilen bei Leuten, die keine anlegen sollen.
Auf Linux lässt man das vom Standardprogramm Cron erledigen, dazu braucht es nur zwei zusätzliche Zeilen in der Datei /etc/crontab:
*/15 * * * * <USER> rm -r /home/<USER>/.macromedia/Flash_Player
*/15 * * * * <USER> rm -r /home/<USER>/.adobe/Flash_Player
Die Zeichenfolge <USER> muss dabei durch den eigenen Benutzernamen im Linux-System ersetzt werden. Man braucht Administratorrechte, um die crontab bearbeiten zu können, also etwa mit „sudo nano /etc/crontab”, und die beiden zusätzlichen Zeilen gehören vor die abschließende Raute # in dieser Datei.
So etwas muss auf Windows doch auch möglich sein, dort gibt es doch einen „Scheduler” oder so ähnlich, wenn ich nicht irre. Vielleicht schreibt hier netterweise mal einer der vielen anwesenden Windows-Experten, wie das da geht.
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