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Ausgeleakt: Whistleblowing nach WikiLeaks
dapdDie einst revolutionäre Enthüllungsplattform WikiLeaks enthüllt nicht mehr, das Konkurrenz-Projekt OpenLeaks ist noch nicht startklar. Auch andere Projekte, zum Beispiel Zeitungsredaktionen, wollen Wistleblowern eine Plattform bieten - doch ein Risiko bleibt.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...814118,00.html
- #1 17.02.2012 10:35 von
- #2 17.02.2012 10:39 von
- #3 17.02.2012 11:15 von
Nicht salonfähig? Stimmt. In Deutschland nicht.
Falsch. Es war IN DEUTSCHLAND nicht salonfähig. Da investigativer Journalismus hier ein Schattendasein spielt. Da politische Enthüllungen lange Zeit in der Mainstream-Presse als Nestbeschmutzung galten. In den USA war das seit jeher anders. Die Pentagon Papers, All the President's Men = so etwas war in Deutschland lange undenkbar. Konsequenterweise tritt Daniel Ellsberg heute für WikiLeaks ein.
OpenLeaks? Wer oder was ist das? - #4 17.02.2012 11:36 von
#OccupyUNESCO
Jetzt hatte ich doch gehofft, hier eine Stellungnahme zur UNESCO zu lesen, die zur internationalen Konferenz über WikiLeaks keinen einzigen Vertreter von WikiLeaks als Redner zugelassen hat.
Statt dessen werden nur die alten Sprüche wiederholt. - #5 17.02.2012 13:30 von
- #6 17.02.2012 23:03 von
Eine Gefahr des Whistleblowing hat der Artikel leider übersehen: Wer über wirklich brisante Informationen verfügt, gehört meistens zu einem verlgleichsweise kleinen Kreis von Personen, denen diese Informationen zugänglich sind. Es dürfte also nicht allzu schwer sein, den "Verräter" über kurz oder lang zu identifizieren.
Die Anonymität, die Plattformen wie Wikeleaks "garantieren" ist also recht brüchig.
Whistleblower vor der Zeit von Wikileaks - der Finanzbeamte, der die Flick-Affaire ins Rollen brachte oder "Deap Throat" in der Watergate-Affaire fallen mir da ein, von mir aus auch der Pfeiffer von der Waterkant - waren sich dessen durchaus bewußt.
Anders Manning: Der plaudert auch noch ausgiebig im Chat über seine "Heldentat", weil er offenbar der Meinung ist, im Netz irgenwie unsichtbar zu sein.
Das kann doch nur heißen: Ob Skandale aufgedeckt werden, hängt nicht von Wikeleaks und schon gar nicht von Figuren wie Assange ab - sondern ausschließlich vom Mut der "Verräter".
Nur daß seit Wikileaks die "Verräter" dazu verleitet werden, jegliche Vorsicht zu vergessen - was nicht der Wahrheit dient, sondern einstweilen nur einem Soziopathen wie Assange, dem einige noch immer am liebsten den Nobelpreis verleihen würden, ungeachtet der Tatsache, daß der demnächst seine Eitelkeit im russischen Staats-TV befriedigen darf. - #7 17.02.2012 23:21 von
Am "tod von whistleblowern" und Wikikleaks ist vor allem Julian Assange "beteiligt", der offenbar davon überzeugt ist, als Einziger in der ganzen Angelegenheit keine Fehler gemacht zu haben und völlig lernresistent ist.
Wobei das mit dem Tod von Whistleblowern gar nicht so metaphorisch sondern nach der unredigierten Veröffentlichung der Botschafts-Mails sondern eher wörtlich zu nehmen ist.
Was aber, wie man hört, Herrn Assange nicht sonderlich kratzt.
Man nennt so Typen gemeinhin Soziopathen. - #8 17.02.2012 23:30 von
Aber von Bob Woodward und Carl Bernstein hört man einstweilen nix in der Richtung. Ich erwähne das nur, weil ich in Erinnerung habe, daß die beiden an der Aufdeckung des Watergate-Skandals nicht ganz unbeteiligt waren.
Übrigens - das haben Sie offenbar übersehen - unter Beteiligugn eines Whistleblowers genannt "Deep Throat" - der sich bis zum Jahr 2005 fröhlicher Anonymität erfreute.
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