Rémi Bénali / INRAPInteramna Lirenas galt als Dorf im Alten Rom - doch nun zeigen Radarwellen, dass die Siedlung riesig war. Außerdem im archäologischen Wochenrückblick: Ein Massengrab polnischer Helden, an einem Gletscher lag verschollene Diplomatenpost - und die Quelle kostbarer Taufelskrallen wurde entdeckt.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...854363,00.html
Man kann davon ausgehen, dass es da genug Vermutungen gibt. Allerdings wohl eher ohne konkrete Hinweise bzw. Beweise.
Wobei im Artikel steht das die Stadt etwa ein Jahrhundert ab Beginn des 5 Jhdts. bestand.
Dies würde in die Zeit der Völkerwanderungen passen.
Man könnte nun vermuten, dass Entstehung bzw. Niedergang der Stadt mit eben diesen grossen Umwälzungen in der Region zusammen hängen würde. (Was meinerseits auch nur eine Vermutung ist)
Zur Kritik an fehlenden Vermutung innerhalb des Artikels:
Das ist etwas, dass sonst immer an wissenschaftlichen Artikeln bei Spon kritisiert wird: blosse Vermutungen:
Da empfinde ich es als angenehm, nicht blosse Vermutungen in einem Artikel zu lesen, wenn gesicherte Erkenntnisse noch nicht vorliegen.
Was soll uns dieser eher wirre Beitrag sagen?
"Die Stadt, die römische Siedler im vierten Jahrhundert vor Christus gründeten"..."Um das Jahr 500 wurde Interamna Lirenas dann aufgegeben" steht im Artikel. Sie existierte also nicht 100 Jahre sondern fast 800!Wobei im Artikel steht dass die Stadt etwa ein Jahrhundert ab Beginn des 5 Jhdts. bestand.
??? Ich habe hier im Forum noch nie etwas davon bemerkt, dass die Leser an mehr oder weniger fundierten Vermutungen interessiert wären. Vielmehr wird zurecht und auch hier wieder moniert, dass der Beitrag an Seichtheit und Beziehungslosigkeit kaum zu übertreffen ist.Zur Kritik an fehlenden Vermutung innerhalb des Artikels:
Das ist etwas, dass sonst immer an wissenschaftlichen Artikeln bei Spon kritisiert wird: blosse Vermutungen:
Da empfinde ich es als angenehm, nicht blosse Vermutungen in einem Artikel zu lesen, wenn gesicherte Erkenntnisse noch nicht vorliegen.
SPON sollte die Serie "Ausgegraben" am besten eingraben. Vielleicht ist es der Frau Franz noch nicht aufgefallen, dass es in letzter Zeit jeweils weniger als eine Handvoll Forumsbeiträge gab, letzte Woche gerade mal 2.
Die Serie soll unbedingt beibehalten werden, ich lese sie jedesmal. Und ich muß zu neuen Informationen nicht meinen Senf dazugeben. Daß es wenig Forumsbeiträge gibt, heißt nicht, daß kein Interesse vorhanden ist, sondern daß man noch keine oder keine anderslautenden Informationen hat.
Natürlich wünsche ich mir die Artikel ausführlicher und tiefgründiger, aber oft gibt es noch keine weiteren Erkenntnisse oder man muß sich in Fachzeitschriften orientieren. Ich bin jedenfalls froh, daß ich mitkriege, was in der Welt der Archäologie gerade passiert und bin mir im klaren darüber, daß weiterführende Erkenntnisse vielleicht erst in Jahren zu erwarten sind.
Danke, Spiegel-online, für die Interesse-Wecker.
Da haben Sie mich^^. Ungenau gelesen ;)
Nunja, wie auch immer, der Niedergang an sich vollzog sich trotzdem im angesprochenem zeitlichen Rahmen der Völkerwanderung.
Und ja, es wird sich hier regelmässig darüber beschwert, dass in wissenschaftlichen Artikeln zuviel ´´hätte´´ ´´könnte´´ und ´´mutmaßlich´´ verwendet wird.
Da haben in dem Fall Sie, mMn, in vorhergehenden Forenthreads wohl einiges überlesen.
Aber sei´s drum, der eine empfindet es so, der andere so.
kommen und gehen in Latium Städte und Gemeinden. Auch wenn
sie von einiger Bedeutung waren. 800 Jahre sind eine lange Zeit.
Interamna Lineas, rund 120 km südlich Roms lag direkt am Flüsschen
doch ungünstig zum Verlauf der wichtigen neuen Via Latina. Eine
Siedlung schon früh ausgestattet mit latinischem Recht. Die nahe
gelegene Konkurrenz, Aquinum und auch Venafrum, beides ähnlich
alte Gründungen, jedoch seit 42 v.Chr. im Status einer "colonia"
Cäsars und bestückt mit seinen Veteranen, direkt an der Via Latina
angschlossen: könnten die Vitalität der einst bedeutenderem Stadt
zum Erliegen gebracht haben. Sie sozusagen besiedlungstechnisch
geschwächt oder uninteressant gemacht haben. - Interessant
in diesem Zusammenhang z.B. wäre die Meinung der Archäologen
zum Zustand des Theaters. Sei es ruinöser, eher steinbruchartiger.
Sei es ein völlig intakter. - Spannende Sache. Interessante Nachricht.
Das sehe ich auch so! Es geht doch nur darum, einen oberflächlichen Überblick über neue archäologische Entdeckungen zu geben. Das finde ich immer sehr spannend. Wer Einzelheiten will, kann ja dann weiterrecherchieren.
Und zur Aufgabe der römischen Stadt drängt sich die Interpretation "Völkerwanderung" natürlich geradezu auf.
Und über den Irrtum eines Posters mit den Jahreszahlen muss man sich wirklich nicht aufregen. Zwar hält sich der Artikel an gängige Konventionen ("v. Chr." mit ausdrücklicher Erwähnung, "n. Chr." ohne), aber da kann man schon drüber hinweglesen.