Smartphones oder Bildschirme könnten bald teurer werden: China will die Ausfuhr von Seltenen Erden drastisch begrenzen. Die Rohstoffe sind für den Bau vieler Hightech-Geräte unentbehrlich,*Peking hat ein Quasi-Monopol darauf. Mit dem*Export-Limit sollen*die Preise jetzt wieder steigen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...805927,00.html
So Selten sind diese Elemente nicht wie der Name vermuten lässt. Auch in den USA, Kanada usw. gibt es große Vorkommen. Nur ist der Abbau eine riesen Sauerrei für die Umwelt. Da lässt man das lieber die Chinesen machen ;)
Übrigens, die Lagerstätten mit der höchsten Konzentration an diesen Elementen gibt es in Europa, nämlich auf den Müllhalden für Elektroschrott. Vieleicht sollte man da mal suchen :D
Seltene Erden kommen in der Erdkruse ungefähr so häufig vor wie Blei, eingie etwas weniger, andere Seltene Erden sogar mehr. Diese liegen lediglich selten in konzentrierten Lagerstätten vor, weshalb die Förderung meist relativ teuer ist. China kann diese Metalle wiederum sehr günstig fördern, weil sie dort in Lagerstätten zusammen mit Kupfer oder Eisen vorzufinden sind und sozusagen als Abfallprodukt mitgefördert werden. Schränkt China den Export ein, müssen eben wieder Bergwerke in den USA und Kanada geöffnet werden, die zu den chinesischen Dumpingpreisen nicht gewinnbringend fördern konnten. Durch die höheren Grenzkosten dieser Minen steigt der Weltmarktpreis dann etwas, aber nicht dramatisch viel und das bei gleichzeitiger Ausweitung des Angebots und teilweiser Verlagerung der Wertschöpfung in die USA, die derzeit neue Arbeitsplätze gut gebrauchen können. Also alles kein Drama und schon gar kein Grund, sich von Peking erpressen zu lassen.
Es muss doch in westlichen Laendern auch Produkte geben, die China dringend benoetigt, deren Preise man manipulieren kann um sich zu revancheiren.
China muss lernen, dass es zumindest minimal Faierness walten lassen muss, wenn es freien Handel betreiben will, anderenfalls glaubt es die Methoden die es im Inneren einsetzt auch weltweit durchsetzen zu koennen d.h. das Zentralkomitee hat immer Recht.
Wenn die Windkraft schon als Beispiel herhalten muss, könnte man auch den Redaktionsflachapfel nennen...
Zum Thema: das Deckeln der Produktion hat auch viel mit illegalem Abbau in China zu tun - wobei sich natürlich darüber streiten lässt, wer jetzt wem wieviel Pfründe nicht gönnt - auf jeden Fall schlägt die chin. Staatsmacht mehrere Fliegen mit einer Klappe.
Und btw.: einige der Elemente lassen sich auch vortrefflich recyclen, womit auch diese Technik interessanter wird.
(Einzig) positiver Effekt : Das Recycling von Elektroartikeln wird weiter intensiviert werden.
Hä ? Nachdem ja nun die chinesische Ausfuhr weiter gedeckelt und der Preis für seltene Erden damit vermutlich steigen wird, sollten solche Minenprojekte nun doch wieder Sinn machen ? Brachte der Autor im Artikel die Zeiten durcheinander, oder verstehe ich hier etwas falsch ?Die Herstellerfirmen stehen der Entscheidung der Pekinger Regierung recht machtlos gegenüber: Der Preiseinbruch hat viele Minenprojekte ins Wanken gebracht, die Abnehmer unabhängiger von China machen sollten. Vorhaben in den USA, in Australien und Brasilien verzögern sich, weil es für die Minengesellschaften schwieriger wird, angesichts der gefallenen Preise Geldgeber zu finden.
Theoretischer Ausweg:
Asteroid Mining
Müssten wir halt noch einmal darüber nachdenken, ob das in den Relativitätstheorien enthaltene Konzept der kontinuierlichen Bewegung auf Dauer beibehalten werden kann.
Gruss l/d
Im großen Maßstab wurden Seltene Erden auch in FCC-Katalysatoren zum Cracken von Erdölrückstanden verwendet. (Gehalt so ca 3% ) Nach einiger Zeit deaktiviert der Katalysator durch die Aufnahme von Nickel und Vanadium. Für die Raffinerien war es schwierig, das Zeug loszuwerden. Es wurde in Straßenteer und Zement eingearbeitet. Hätten die Raffinerien damals gewußt wie wertvoll der Abfall mal werden würde.
Also Leute, reißt die Straßen auf und die Häuser ab, um wieder an die Seltenen Erden zu kommen.