"Ausbeutungsmaschine Journalismus": Sie sind mutig! wollen Sie für uns arbeiten?

Kein Tarifgehalt, dafür steht die Zahl der Überstunden schon fest: Maximiliane Rüggeberg wollte Volontärin bei einer Zeitung werden - und war entsetzt über die Angebote. Ihrem Ärger machte sie im Internet Luft. Es meldeten sich viele bei ihr, die sich das nicht trauen. Und ein Chefredakteur.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...853733,00.html
  1. #1

    Investigativer Journalismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit Jahren sparen Verlage, umgehen Tarifverträge, lagern ganze Redaktionen aus - auch mit Folgen für den Nachwuchs
    aber das merkt man doch ueberhaupt nicht
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kein Tarifgehalt, dafür steht die Zahl der Überstunden schon fest: Maximiliane Rüggeberg wollte Volontärin bei einer Zeitung werden - und war entsetzt über die Angebote. Ihrem Ärger machte sie im Internet Luft. Es meldeten sich viele bei ihr, die sich das nicht trauen. Und ein Chefredakteur.

    Volontariat: Blog über miese Journalisten-Gehälter führt zu Jobangebot - SPIEGEL ONLINE
    und, lieber SPON, wieviele festangestellte haben Sie in den letzten jahren durch kostengünstigere volos ersetzt ?

    tja.
  3. #3

    Ausbeutung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kein Tarifgehalt, dafür steht die Zahl der Überstunden schon fest: Maximiliane Rüggeberg wollte Volontärin bei einer Zeitung werden - und war entsetzt über die Angebote. Ihrem Ärger machte sie im Internet Luft. Es meldeten sich viele bei ihr, die sich das nicht trauen. Und ein Chefredakteur.

    Volontariat: Blog über miese Journalisten-Gehälter führt zu Jobangebot - SPIEGEL ONLINE
    Wenn sich die einzelnen Berufsgruppen endlich zusammentun würden und gegen den Lohndumping allgemein solidarisieren würden, wäre die halbe Miete schon geschafft. Stattdessen preisen die Medien den Aufschwung, die falsch ausgelegte Arbeitslosenstatistik, das Jobwunder. Was soll der Artikel bewirken? Mitleid mit den Journalisten? So geht es allen Berufstätigen bzw. denen, die in Lohn und Brot wollen. Also, schreibt für alle oder haltet den Ball flach.
  4. #4

    richtig wäre es,

    diese Redaktionen/Zeitungen auch beim Namen zu nennen - dann besteht auch Aussicht auf Änderung.
  5. #5

    Wie ist das denn beim Spiegel-Verlag?

    Wäre da doch interessant zu erfahren, wie es der Spiegel-Verlag mit der Bezahlung seiner festen/freien Mitarbeiter hält.
  6. #6

    In der Tat eine Zumutung.
    Die Personaler haben heute keine Ethik und Moral.Solche Eistellungsbedingungen sind so unmoralisch wie Banker-Boni.
    Was bringt man diesen Leuten nur bei?
    Aber auch die Vorstände/Verlagsleiter/Rundfunk- und Fernsehintendanten tragen Schuld an solchen Zuständen.
    So wird auch Altersarmut geschaffen und Menschen verachtet.
    Wir brauchen eine neue Aufklärung.
  7. #7

    Praktikum

    Wenn ihr €1000,-- oder vielleicht noch etwas mehr geboten wurde, kann sie sich glücklich schätzen. Hier in HH werden massenweise Praktikanten von Werbeagenturen gesucht und die werden richtig ausgebeutet und das von namhaften. €600,-- halten die für angemessen! Man muss sich so etwas auf der Zunge zergehen lassen und dann sitzt da in einer Agentur ein Püppchen oder der Inhaber selbst gegenüber und erzählt Geschichten was man man nicht alles erreichen kann. Realität sieht ganz anders aus, z.B. für die gnädige Frau zum Wochenmarkt fahren und Salate, Tomaten und Gurken einkaufen, es kommen heute abend Gäste, ach ja legen sie das Geld doch bitte aus. Tagelang hinterher gerannt, aber Nobelkarosse vor der Tür.Irgendwann habe ich dem Inhaber gesagt was er für
    Kotzbrocken sei und das vor versammelter Mannschaft. Habe meine Tasche genommen und bin gegangen. Solche Unternehmen gibt es in HH massenhaft!!!!
  8. #8

    Die Revolution frisst ihre Kinder

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Maximiliane Rüggeberg wollte Volontärin bei einer Zeitung werden - und war entsetzt über die Angebote.
    So sehen die Auswirkungen der Piratenmentalität halt von Nahem aus. Da die Arbeitsleistung von Journalisten auch leicht kopiert werden kann, sinkt deren Wert ins Bodenlose. Entsprechend sieht die Entlohnung aus.
  9. #9

    optional

    Sie ist weder die einzige, noch die erste, die das tut. Nur interessiert es für gewöhnlich niemanden. Alles, was man sich anhören kann, ist "Selber Schuld, irgendwas mit Medien machen eh nur Idioten. Hätteste mal was ordentliches gelernt".