Aus Wuhan nach Duisburg: "Ich liebe Deutschland"

Simone UtlerDrei Wochen, zwei Nationen, eine Unmenge Erfahrungen: Dong Bo ist zum ersten Mal in Deutschland. Der Koffer ist noch nicht ausgepackt, schon fühlt er sich wie Zuhause. Das liegt an den Menschen, denen er begegnet, an der Musik. Und an viel Fleisch.

Austausch zwischen China und Deutschland: Von Wuhan nach München - SPIEGEL ONLINE
  1. #10

    "Habe ich den Schwerpunkt am ersten Tag wirklich richtig gelegt? Ich möchte ungern meinen chinesischen Gast mit einem Haufen Klischees nach Hause reisen lassen. "

    Dann empfehle ich einen Trip ins KZ Dachau, gefolgt von einer ausführlichen Filmvorführung über die Verbrechen der Nazis. Und um das ganze noch abzurunden, fliegt man kurz in die verschuldete und heruntergekommene Hauptstadt und besucht ein paar dutzend Denkmäler, von denen beinahe jeder zweite Betroffene sein eigenes vorweisen kann. Dann hat der Mann aus Fernost wenigstens gleich den "richtigen" Eindruck von Deutschland.
    Hoffentlich fühlt er sich dann nicht in seinen Klischees bestätigt..
  2. #11

    optional

    Ich kenne das mit Besuch aus Kuba. Deutschland ist nicht so uncool, wie wir immer denken. Das "ich liebe Deutschland" kenne ich auch. Und ich bin auch immer erstaunt, wie gut Königsberger Klopse, Schnitzel, Freakadellen, Eisbein und Bratwurst ankommen. Eigentlich fühlt man sich ja als Deutscher immer, wie in einem kulinarischen Entwicklungsland. Wir sind da manchmal nicht selbstbewußt genug, Deutschland ist schon schön.
  3. #12

    netter Ankömmling ...

    Irgendwie mag ich die Gäste aus Ostasien, auch diejenigen die bleiben wenn es dafür gute Gründe gibt. So nett präsentieren sich nicht alle aus den verschiedenen Werltregionen. Also herzlich willkommen.
  4. #13

    Wer's nötig hat

    Zitat von Niederbayer Beitrag anzeigen
    Doch, sogar das darf man sagen. Genauso wie die Franzosen stolz sind Franzosen zu sein oder die Engländer es toll finden Engländer zu sein.

    Schwierig wird es wenn man anfängt sich einzubilden man sei etwas besseres weil man Deutscher ist.
    Stolz kann man m.E. nur auf Selbsterbrachtes sein. Da ich Deutschland nicht gegründet, gebaut oder gestrickt habe, ist so 'ne Aussage 'ich bin stolz Deutscher zu sein' ca. so sinnig wie 'ich bin ein Auto'. Ist aber kein Problem für mich, ich habe schon genug geleistet um auf mich selbst stolz sein zu können.
  5. #14

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Drei Wochen, zwei Nationen, eine Unmenge Erfahrungen: Dong Bo ist zum ersten Mal in Deutschland. Der Koffer ist noch nicht ausgepackt, schon fühlt er sich wie Zuhause. Das liegt an den Menschen, denen er begegnet, an der Musik. Und an viel Fleisch.

    Austausch zwischen China und Deutschland: - SPIEGEL ONLINE
    Wer das Bekommen von Kindern in einem Sozialstaat wie Deutschland immer nur von außeren Faktoren abhägnig macht, wird wohl nie Kinder haben.

    Leute, es gibt Kindergeld, Erziehungsgeld, den Kinderzuschlag und Wohngeld. Zur Not tut's auch Hartz IV. Und lasst mal Arbeit Arbeit sein. Ein Mensch ist nicht nur durch Arbeit etwas! Vor allem, wenn sie so schlecht bezahlt ist, dass man eh wieder oben genannte Sozialleistungen beantragen muss.
  6. #15

    optional

    Ich kenne das mit Besuch aus Kuba. Deutschland ist nicht so uncool, wie wir immer denken. Das "ich liebe Deutschland" kenne ich auch. Und ich bin auch immer erstaunt, wie gut Königsberger Klopse, Schnitzel, Freakadellen, Eisbein und Bratwurst ankommen. Eigentlich fühlt man sich ja als Deutscher immer, wie in einem kulinarischen Entwicklungsland. Wir sind da manchmal nicht selbstbewußt genug, Deutschland ist schon schön.
  7. #16

    Stimmt

    Zitat von spon-facebook-1425926487 Beitrag anzeigen

    Dann empfehle ich einen Trip ins KZ Dachau, gefolgt von einer ausführlichen Filmvorführung über die Verbrechen der Nazis. Und um das ganze noch abzurunden, fliegt man kurz in die verschuldete und heruntergekommene Hauptstadt und besucht ein paar dutzend Denkmäler, von denen beinahe jeder zweite Betroffene sein eigenes vorweisen kann. Dann hat der Mann aus Fernost wenigstens gleich den "richtigen" Eindruck von Deutschland.
    Hoffentlich fühlt er sich dann nicht in seinen Klischees bestätigt..
    Hoffentlich haben wir auch ein Mahnmal für die getöteten Chinesen, die wir beim Boxeraufstand umgebracht haben.
    Meine Enkeltochter schämt sich heute schon dafür.
  8. #17

    Zitat von Xangod Beitrag anzeigen
    Ich kenne das mit Besuch aus Kuba. Deutschland ist nicht so uncool, wie wir immer denken.
    Das denkt doch kein halbwegs gebildeter Mensch, der seinen Fuss schon mal ins Ausland gesetzt hat.
  9. #18

    optional

    Manchmal muss man sich von außen sehen, um festzustellen, wie gut es einem doch eigentlich geht. In was für einem Land man lebt und wie schön es ist, gute Freunde zu haben.
    Und es ist herzerfrischend, nicht immer nur Kritik a´la "Der weiße König Wumbaba" vorgesetzt zu bekommen, sondern mal eine deftige Schweinshaxe *schmatz*
  10. #19

    Deutschland ist gastfreundlich!!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Drei Wochen, zwei Nationen, eine Unmenge Erfahrungen: Dong Bo ist zum ersten Mal in Deutschland. Der Koffer ist noch nicht ausgepackt, schon fühlt er sich wie Zuhause. Das liegt an den Menschen, denen er begegnet, an der Musik. Und an viel Fleisch.

    Austausch zwischen China und Deutschland: - SPIEGEL ONLINE
    Ja, Deutschland ist auch gastfreundlich! Manchmal eine Service-Wüste, aber immerhin ... . Allerdings sollte Dong Bo nicht "Hart-aber-'Fair'" am 5. Nov. gesehen haben, wo ihm Fremdenhass, Chauvinismus, Überheblichkeit gegen Chinesen und Unkenntnis der übelsten Machart entgegengeschlagen wäre (Warum mach das der Spiegel nicht mal zum Thema) Das hätte er von Deutschland dann nicht mehr erwartet.