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Aus für "Harald Schmidt Show": Zeigen Sie Haltung, Mann!

dpaHarald Schmidt hört auf - na und? Das ehemalige Ein-Mann-Leitmedium der Republik hat sich ohnehin längst selbst überflüssig gemacht. Jedes Tabu war gebrochen, jeder Gag gerissen. Vor allem aber: Wer will heute noch jemandem dabei zusehen, wie er keine Meinung hat? Und nur Spott?

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,824321,00.html
  1. #140

    Sarah Wiener als Sidekick?

    Zitat von mephisto1997 Beitrag anzeigen
    ...

    ich hoffe inständig, dass das gestern abend ein wink mit dem zaunpfahl war! )))))
    Also das war ein Wink eines Untergehenden mit Hoffnung auf Rettung, sprich neue Sendung!
    Neben seinen unterhaltsamen Bissigkeiten war viel Leerlauf und man hatte den Eindruck, Harald ist müde. Andererseits fehlt er mir jetzt schon, obwohl ich nie verstanden habe, das er in Feuilletons so hochgeschrieben wurde. Ja, ich schätze Harald Schmidt, aber seine Zeit scheint abgelaufen. Wenn Sarah Wiener sich schon als Sidekick anbieten kann ...
  2. #141

    Zitat von GenerationHirn Beitrag anzeigen
    Zu hoffen bleibt, dass er sich nicht erneut von einem ÖR Sender kastrieren lässt.
    Äh, noch kürzer scheiden, meinen Sie? Aber Sie haben schon Recht, Harald Schmidt war eine Prothese seines Selbst. Zu gewollt, zu konstruiert. Und folgerichtig nicht befriedigend.

    Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig ist der Mann der Stunde.
    Als Kabarettist auf jeden Fall der beste hierzulande.

    Und jetzt kommts: Pocher ist der bessere Situationskomiker als Schmidt.
    Schmidt war da nur noch peinlich.
  3. #142

    Unsinniger Gegensatz zwischen Haltung und Unterhaltsamkeit

    Zitat von geopeter Beitrag anzeigen
    O Gott. Das ist doch nicht Ihr Ernst?!? Wenn jemand nach mehreren Versuchen (und als mehr sind seine billigen Formate in den vergangenen Jahren kaum zu bezeichnen) den Absprung einfach nicht findet und mit Langeweile nicht nur droht, sondern diese de facto praktiziert, dann sollte ihm geholfen werden. Und ob Raab und Co eine Meinung haben, spielt dabei keine Rolle. Sie sind zumindest um Einiges unterhaltsamer als diese in sich selbst verlorene One-Man-Show.
    Es ist auch ziemlich unsinnig, einen Gegensatz zwischen Haltung und Unterhaltsamkeit herzustellen - zumal Haltung ja sogar wörtlich den Wortstamm der Unterhaltung bildet. Schmidt ist immer langweiliger und wurschtiger geworden, weil ihm alles immer gleichgültiger und “wurscht“ geworden ist. Originelle unterhaltsame Gags und Pointen können überhaupt nur entstehen, wenn man sich für deren Themen interessiert, sich mit ihnen auseinandersetzt und Meinungen zu ihnen hat. Vor allem wegen dieses Zusammenhangs von Interesse und Originalität sind die meisten bekannten Humorshows wie heute Show, extra 3, TV Total oder Stuckrad inpunkto interessantem, frischem Witz längst an der Schmidt-Show vorbeigezogen.
  4. #143

    yooh

    Zitat von GenerationHirn Beitrag anzeigen
    Nur noch eine Frage an den Redakteur dieses spiegelunwürdigen Kommentares:
    Wie ist eigentlich die politische Gesinnung Stefan Raabs ausgeprägt?
    Oder um es für Sie zielführender auszudrücken:
    Hat Stefan Raab überhaupt eine Meinung zu irgendetwas ausser sich selbst?
    Stefan Raab kann sich nach meiner Meinung ebenso absetzen. Es ist immer dasselbe was irgendwie etwas anders verpackt wurde, aber dadurch wird es nicht besser.
    Zur politischen Ansicht von Raab kann man wirklich nicht all zu viel erkennen, aber dazu sehe ich die Sendung ebenso wenig wie die von Schmidt oder irgendeinem anderen Moderator.
    Aber persönlich sehe ich mir solche Sendungen wegen des Witzes, der Ironie an, kann ruhig auch gegen meine favorisierte Partei sein. Eine politische Meinung habe ich selbst, dazu brauche ich keinen Schmidt oder Raab.
  5. #144

    Wen interessiert es ?

    Zitat von GenerationHirn Beitrag anzeigen
    ...dass gerade Sie wie so viele Ihrer Vorredner als alter Harald Schmidt Fan seinen Neustart auf Sat1 nicht mitbekommen haben und trotzdem eine Meinung dazu haben. Wenn Sie dies nämlich getan hätten, würden Sie seinen Abgang genauso bedauern wie diejenigen, die seine alte Sat1-Show verehrten und die ARD-Panne vergrämten.

    Aber heutzutage darf selbst der Unwissendste in Foren wie diesen seinen Meinungsdurchfall kundtun oder selbst als Spiegel-Redakteur in Form eines viel zu simpel zu veröffentlichen Internetartikels seinen dilettantischen Kommentar ausbrechen.

    Nur noch eine Frage an den Redakteur dieses spiegelunwürdigen Kommentares:
    Wie ist eigentlich die politische Gesinnung Stefan Raabs ausgeprägt?
    Oder um es für Sie zielführender auszudrücken:
    Hat Stefan Raab überhaupt eine Meinung zu irgendetwas ausser sich selbst?

    Schreiben Sie doch hierzu mal einen Kommentar. Thema: Worauf beruht der Erfolg der Stefan Raabs, Mario Barths und Dieter Bohlens dieses Landes?
    Ich möchte nicht alles vorwegnehmen, aber ihre Privatleben und privaten Meinungen werden Sie nur schwer als Grund anführen können.

    Ich sträube mich weiterhin gegen ein "Ein Volk bekommt das Fernsehprogramm, dass es verdient". Wie taten mir doch alle gebildeten und gut informierten US-Amerikaner leid, die ertragen mussten, dass der Alkoholiker und christlich fanatische Kriegstreiber G.W. Bush tatsächlich nach derartig abschreckenden Fehlleistungen während seiner ersten vier Jahre wiedergewählt wurde.
    Wer soll denn jetzt derartige Unfassbarkeiten am späten Abend noch irgendwie erträglich machen?!

    BTW: Hoffnung besteht. Es wundert mich, dass noch niemad auf die gestrige Sendung eingegangen ist, in der er im Gespräch mit der Fernsehköchin sagte, dass seine Sendung lediglich nicht mehr bei Sat1 ausgestrahlt würde. Die Betonung lag auf Sat1.
    Ich denke es wird ein schnelleres Comeback geben, als es hier vielen Hetzern und Abgesängern recht ist.
    Zu hoffen bleibt, dass er sich nicht erneut von einem ÖR Sender kastrieren lässt.
    Respekt. Das sind sehr viele Worte um eine Nebensächlichkeit, die nebensächlicher nicht sein kann.

    Meinen Dank an Herrn Kuzmany.
    Eine große Nachricht ist es nicht.
    Damit ist alles gesagt.
  6. #145

    Naja.
    Ich sehe vor meinem inneren Auge Schmidt im Pappmachebunker auf das Ende warten. Er wankt nicht, er bleibt stehen. ihm ist das Ende durchaus bewusst.
    Aber anders als sein grosses Vorbild richtet er sich nicht selbst, sondern harrt der Dinge die folgen, folgen müssen.

    Er wartet auf Godot, aber Godot kommt nicht. Alles wird zur Groteske. Er wird zur Karikatur seiner selbst. Und so bleibt ihm nur in Führeruniform auf die letzte Szene zu warten. Er wartet darauf, dass der letzte Vorhang fällt.
    Und am Ende erklingt das Lied "Its time to say Goodbye" von Andrea Boccelli und das Licht geht aus.
    *Applaus und Abgang der Schauspieler*


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