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Aus für das "Philosophische Quartett": Sloterdijk ist mit seiner Weisheit am Ende

DPA/ ZDFDie letzte Sendung wird ausgerechnet unter dem Titel "Die Kunst des Aufhörens" stehen: Das ZDF hat nach mehr als zehn Jahren das Ende für das "Philosophische Quartett" rund um Peter Sloterdijk verkündet. Dafür bekommt künftig ein anderer populärer Denker eine Sendung im Zweiten.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,823835,00.html
  1. #20

    Gesetzlich Erzwungene Zwangsverdummung

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Verkehrte Welt.
    Nein, verkehrt - i.S.v. richtungsändernd - ist daran nichts.
    Leider ist es typisch und verurteilenswert. Offensichtlich richten sich die öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten nur nach dem Maßstab "Quote", was Qualität natürlich keinen Raum mehr lassen kann. Das ist nicht neu, und alleinstehend auch nicht verwerflich. Erst, wenn man hinzurechnet, dass dieses Konzept per Zwang staatlich finanziert und kontrolliert wird, erst dann wird es zum Fuchs Teufels wild werden.

    Können mir die Herren Intendanten einmal erklären, woraus sie ihre Daseinsberechtigung beziehen? Wenn es allein um "Quote" geht, und das ist nur allzu offensichtlich, dann fragt doch der geneigte Verbraucher, weshalb er nicht gleich SAT.1-ProSieben, RTL und Konsorten aufsuchen soll, denn das mit der Quote können die nun echt besser.

    Intellektualität ist in dieser Republik nicht mehr gefragt. Nirgendwo.
    Finden wir uns damit ab. Die Menschen sind dumm. Alle. Weshalb sollten ausgerechnet (quasi-)verbeamtete Programmdirektoren oder Intendanten da eine Ausnahem sein?

    Unerträglich ist nur, dass es immer schwerer fällt, diesen Dummköpfen aus dem Weg zu gehen. Es sind einfach so irrsinnig viele davon, und mit Wegfall dieser Sendung wieder ein Luftloch in der Eisschicht weniger.

    Mal sehen, ob es die Piraten schaffen. Denen geht diese kollektive Show im Nicht-Denken scheinbar auch auf den Geist.
  2. #21

    Leider nicht....

    Zitat von h.yurén Beitrag anzeigen
    hab selten zugeschaut. nichts verpasst. das weiß ich von den wenigen kostproben. sloterdijk hat ein überschätztes, aber seinerzeit viel gelesenes buch verbrochen. der rest ist schweigen.
    Leider hat er eben gerade Letzteres nicht getan und nicht geschwiegen, sondern brav jeden Gedanken der dúrch SEINEN Kopf gezuckelt ist, bereits deshalb für hörenswert gehalten.
    Eine wahrlich unerträgliche Sendung und auch wenn seine Zweifel betreffs Prechts haben kann, schlimmer kann es unter gar keinen Umständen werden. Schon allein die Auswahl der Gäste!
    Wie erträgt man das unsägliche politisch Leergeschwafel dieses Heuchlers Fischer eigentlich länger als zwei Sätze?

    Werter Joschka: Seit Du nicht mehr an der Macht bist ist die Gefahr deutlich gesunken, dass in Europa der Frieden kollabiert, weil man ein gescheitertes Experiment, also eine gemeinsame Währung ohne eine gemeinsame Wirtschaftspolitik, wieder einstellt!
  3. #22

    Populärer Denker

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die letzte Sendung wird ausgerechnet unter dem Titel "Die Kunst des Aufhörens" stehen: Das ZDF hat nach mehr als zehn Jahren das Ende für das "Philosophische Quartett" rund um Peter Sloterdijk verkündet. Dafür bekommt künftig ein anderer populärer Denker eine Sendung im Zweiten.

    Aus für "Philosophisches Quartett": Sloterdijk mit seiner Weisheit am Ende - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Eine geschickte Strategie des ZDF. Zuerst wird das Philosophische Quartett auf eine nächtliche Unzeit gelegt, eine Zeit, in der ein normaler Berufstätiger nicht mehr vor dem Fernseher sitzt, um anschließend aufgrund der niedrigen Quote der Sendung den Todesstoß zu verleihen. Was jetzt folgt, läßt sich mit den Worten von Herrn Schnädelbach beschreiben: "die philosophische Exoterik ist längst ausgewandert in das Metier popularisierender Bestesellerautoren und Großliteraten, die in der Öffentlichkeit für die eigentlichen Philosophen gehalten werden". Hoffentlich nicht ein weiterer Schritt in den Medienstumpfsinn, der von den privaten Sendern zunehmend verfolgt wird, a` la "Deutschland sucht den Superstar, Germany's next Top Models usw."
  4. #23

    Zitat von Harmstorf Beitrag anzeigen
    Ich kann es nachvollziehen! In der letzten Sendung sahen die beiden Philosophen neben einem erfrischend streitbaren Joschka Fischer nicht nur alt aus, sondern vertraten auch eine rückwärtsgewandte, ängstliche und wenig visionäre Position zu Europa.
    Die zeit der Visionen ist längst Vorbei. Die Realität hat Europa eingeholt. Safranski hat zurecht Fischer Denkblockaden vorgehalten.

    In Wahrheit ist die Fixierung auf die Europäische Idee rückwärtsgewandt, denn sie ist ein Produkt des europäischen Kriegstraumas und des kalten Krieges.

    Europa ist zunhemend mit Problemen beschäftigt die es selbst hervorgebracht hat.

    Safranski hat zurecht angemerkt dass der Euro keine Stütze sondern eine Gefahr für Europa ist.

    Das Mantra ein Ende des Euro sei gleichbedeutend mit dem Ende der Europäischen Einigung entbehrt jeder Grundlage. Es ist die Angst-Propaganda der Eliten die Europa vorangetrieben haben und die unfähig sind sich von den Denksperren ihrer Europaidelogie zu befreien.

    Damit laufen wir geradewegs in eine europäische Katastrophe.
  5. #24

    Zitat von bird-of-prey Beitrag anzeigen
    Leider ist es typisch und verurteilenswert. Offensichtlich richten sich die öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten nur nach dem Maßstab "Quote", was Qualität natürlich keinen Raum mehr lassen kann.
    Absolut nicht. "arte" - (eine Kooperation aus ARD, ZDF und France Télévisions) bürgt für Qualität.

    Für jeden, der sich - gleich ob intellektuell, halbintellektuell oder "rtlquotiell" - Talk NICHT antun möchte.

    Talkrunden sind etwas für Selbstdarsteller, die sich gern eben - selbst reden oder auch schweigen "hören"... .

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Safranski hat zurecht angemerkt dass der Euro keine Stütze sondern eine Gefahr für Europa ist.

    Das Mantra ein Ende des Euro sei gleichbedeutend mit dem Ende der Europäischen Einigung entbehrt jeder Grundlage. Es ist die Angst-Propaganda der Eliten die Europa vorangetrieben haben und die unfähig sind sich von den Denksperren ihrer Europaidelogie zu befreien.

    Damit laufen wir geradewegs in eine europäische Katastrophe.
    Safranski ist - aufgrund seiner Eindimensionalität - weitgehend isoliert:

    Rüdiger Safranski untersucht die Romantik und das Romantische, doch er vergisst Europa: Von all dem erfährt man bei Safranski nichts. Sicher lässt sich ein Buch über deutsche Romantiker schreiben, das nicht gleichzeitig eines über die europäische Romantik insgesamt ist. Man sollte aber nicht den Eindruck erwecken, als sei Romantik an sich etwas spezifisch und einmalig Deutsches, als hätte sich da etwas in Deutschland getan, was es vergleichbar bei anderen Nationen nicht gab. Was hier fehlt, ist die europäische Kontextualisierung der deutschen Autoren in ihrer Epoche. Die Romantiker, auch die deutschen, hatten zwar ein spezielles Interesse an nationalen Belangen, aber ihr kultureller Horizont war europäisch.WELT ONLINE

    Beliebt ist er allenfalls bei denjenigen, die gerne eine Stärkung des deutschnationalen Gedankengutes befürworteten.
  6. #25

    Precht - neues und besseres Format

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die letzte Sendung wird ausgerechnet unter dem Titel "Die Kunst des Aufhörens" stehen: Das ZDF hat nach mehr als zehn Jahren das Ende für das "Philosophische Quartett" rund um Peter Sloterdijk verkündet. Dafür bekommt künftig ein anderer populärer Denker eine Sendung im Zweiten.

    Aus für "Philosophisches Quartett": Sloterdijk mit seiner Weisheit am Ende - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Sloterdijk und Safranski philosophieren aus dem Elfenbeinturm, sind kauzig und teils verworren. Precht besitzt Realwissen, ist nicht so Weltfremd, kann sich sortierter ausdrücken und ist gut verständlich.
  7. #26

    Zitat von TvanH Beitrag anzeigen
    Sloterdijk und Safranski philosophieren aus dem Elfenbeinturm, sind kauzig und teils verworren. Precht besitzt Realwissen, ist nicht so Weltfremd, kann sich sortierter ausdrücken und ist gut verständlich.
    um einen großen überblick zu haben, muss man von oben auf ein szenario schauen. betrachtet man die welt auf augenhöhe, sieht man nicht weit. soviel zum elfenbeinturm.

    kauzig sind die beiden. na und? verworren erscheint das, was gesagt wird, nur denen, die ihnen nicht bis zum schluss folgen können oder dazu bereit sind. nur weil sich ein herr precht, anbiedernd an eine pseudo-intellektuelle (weibliche) schickeria, flüssiger ausdrücken kann, heißt das noch lange nicht, dass seine inhalte in irgendeiner weise relevant sind für messerscharfe analysen, oder ob er überhaupt noch die fähigkeit aufbringen wird, hypothetisch gedachtes zu diskutieren. es hört sich nur - oberflächlich betrachtet - besser an. aber inhalt - das ist es doch, was eigentlich interessiert, oder?

    er wird quote bringen. das zählt. heul.
  8. #27

    Zitat von tylerdurdenvolland Beitrag anzeigen
    Leider hat er eben gerade Letzteres nicht getan und nicht geschwiegen, sondern brav jeden Gedanken der dúrch SEINEN Kopf gezuckelt ist, bereits deshalb für hörenswert gehalten.
    Eine wahrlich unerträgliche Sendung und auch wenn seine Zweifel betreffs Prechts haben kann, schlimmer kann es unter gar keinen Umständen werden.
    Zustimmung. Hier ist eine gute Einschätzung über ihn Sloterdijk-Debatte: Die Bürger und ihr Recht | Debatte*- Frankfurter Rundschau
    Sofern hier die große Trauer bei manchem Foristen ausbricht, vielleicht schafft es der Herr Philosoph in ein Programm beim Pay-TV.
    Dort könnte das geneigte und auch solvente Publikum seinen Gedanken weiter lauschen!
    Das ist der Wandel der Zeit - Moderatoren kommen und gehen!
  9. #28

    Propaganda der Eliten?......

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen

    Safranski hat zurecht angemerkt dass der Euro keine Stütze sondern eine Gefahr für Europa ist.

    Das Mantra ein Ende des Euro sei gleichbedeutend mit dem Ende der Europäischen Einigung entbehrt jeder Grundlage. Es ist die Angst-Propaganda der Eliten die Europa vorangetrieben haben und die unfähig sind sich von den Denksperren ihrer Europaidelogie zu befreien.

    Damit laufen wir geradewegs in eine europäische Katastrophe.
    Mit dem Euro in die Katastrophe und ohne ihn ebenso.

    Was für eine tolle Aussicht, die Sie hier präsentieren.

    Ich plädiere für den Euro, und für eine Vertiefung Europas.

    In 50 Jahren wird man dankbar sein, nicht Ihren Weg eingeschlagen zu haben. Sie denken zu verkürzt und verzagt.
    Mit solchen Vorgehensweisen kam immer nur Mittelmaß heraus, die bürgerlichen Angsthasen überwinden keine Schluchten, sie fallen immer nur hinein.
  10. #29

    Zitat von Sysiphos110 Beitrag anzeigen
    Absolut nicht. "arte" - (eine Kooperation aus ARD, ZDF und France Télévisions) bürgt für Qualität.
    Da mögen Sie durchaus recht haben. Nur sind arte und 3Sat nicht ein bischen zu wenig, um meine These als Ganzes in Frage zu stellen?
    Oder um auch nur ansatzweise die Finanzierung des Gesamtapparates zu rechtfertigen?
    Lichtblicke werden Sie (hoffentlich) immer finden, nur meine ich, sie werden weniger, auch bei arte:

    Quoten-Offensive bei Arte: Huch, wo ist denn unser Anspruch hin? - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur








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