Es ist unglaublich wie sehr sich die Schere geöffnet hat. Bei uns in der realen Welt streit man sich jahrelang um ein paar tausend Euro um das Schuldach zu sanieren. Kapitalismus hat auch seine Grenzen. Langsam ist meine Schmerzgrenze erreicht.
SothebysEin Hammerschlag erschüttert die Kunstwelt: Eine Version von Edvard Munchs weltberühmtem Bild "Der Schrei" wurde bei Sotheby's in New York versteigert - für unfassbare 119,9 Millionen Dollar. Das ist der höchste Erlös, den jemals eine Gemälde-Auktion gebracht hat.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...830913,00.html
Es ist unglaublich wie sehr sich die Schere geöffnet hat. Bei uns in der realen Welt streit man sich jahrelang um ein paar tausend Euro um das Schuldach zu sanieren. Kapitalismus hat auch seine Grenzen. Langsam ist meine Schmerzgrenze erreicht.
Wenn ich so viel Geld hätte, würde ich bestimmt für andere Gemälde bieten, obwohl ich Munch schon seit Jugend sehr geschätzt habe. Der Besuch im Munch-Museum in Oslo war schon ein prägendes Erlebnis.
Vielleicht schmückt ja ein neureicher Oligarch damit seine Eingangshalle. Wäre eine nette Reverenz an die Unterdrückten.
Vielleicht trifft das Motiv einen aktuellen Nerv?
Im Kontext der Kunsthistorie ist das Bild sicher wichtig. Aber es ist bestimmt nicht das wertvollste.
Erfreulich ist, dass der nicht genannte Investor sein Geld in den Erwerb von Kunst gesteckt hat, statt Immobilien, Fussballmannschaften oder Yachten zu kaufen.
So wird hoffentlich von dem spektakulären Ergebnis der Versteigerung eine Belebung des Kunstmarktes ausgehen.
in dieser Zeit, es ziehe jeder seine Schlüsse daraus.
zum Grusse
Egal, ob es Fussballer- oder Managergehälter sind, überall scheint der Mensch die Relationen zu verlieren. Nun werden für solch ein "Kunstwerk" halt eben mal dreistellige Millionenbeträge aus dem Ärmel geschüttelt. So what, die Zivilgesellschaft schafft sich ab, Spätrömische Dekadenz allenthalben. Wenn wir aus dem Weltall beobachtet würden, dann würde es vermutlich heißen: "Netter Versuch, aber bitte wieder auf 'Start' zurück."
Über hochbezahlte Manager regt sich die Nation (ungerechtfertigter Weise!) auf - aber was ist mit solchen Kinderkritzeleien von Künstlern die mal eben 120 Millionen Wert sein sollen oder mit hochbezahlten Fußballern?
Ich bin der Meinung das nur der Markt die Preise macht und kann es deswegen weder kritisieren noch ändern, auch wenn ich es nicht verstehe warum dieses Bild 120 Millionen wert ist - Was ich allerdings absolut NICHT VERSTEHE:
Wie kann man sich über 17 Millionen als JAHRESGEHALT für Winterkorn aufregen, (keine Arbeit sei soviel Wert, sagen die Linken Kritiker) wenn gleichzeitig so eine alberne Kritzelei die sicher in ein paar Tagen dahingepfuscht wurde, vermutlich im Suff (wie bei sovielen Künstlern), 120 Millionen wert sein soll?
Komischerweise sind es meist diese ganzen Künstler und langhaarigen Zottels die dann mit dem Finger auf ehrbare Manager und andere Wirtschaftler zeigen, wenn die mal einen Euro "zuviel" bekommen.
Zugegeben, ich habe nicht die rechte Ahnung von Kunst, aber dieser Preis ? und das für ein Bild was mein Sohn mit
8 hätte auch malen können. Tja Kunst kommt nun mal leider nicht von Können.