Zitat von
zeromancer
Man mag zu Homosexualität stehen, wie man will.
Aber in dem konkreten Fall ist es so, dass die lesbische Frau im Auftrag der Kirche Kinder erziehen soll. Die Stelle hat sie von der Kirche bekommen unter der Voraussetzung, dass sie die Kinder nach katholisch-christlichen Werten erzieht. Dazu hat sie sich selbst verpflichtet, dazu wurde sie nicht gezwungen!
Wenn sie nun diese Werte selbst nicht leben will bzw. kann, und dies auch noch öffentlich bekundet und gutheißt, dann muss sie ihre Stelle in kirchlichem Auftrag aufgeben.
Erschwerend kommt m.E. hinzu, dass sie ja nicht nur lesbisch ist (was für sich genommen KEINE Sünde ist), sondern dass sie ihre Homosexualität auslebt, eine Frau heiratet (!) und ein Kind von wer-weiß-wem hat, das sie zusammen mit ihrer "Ehefrau" aufzieht. Das sind keine Kleinigkeiten mehr.
Zudem hat sie die Kirche jahrelang über ihre wahren Ansichten belogen. Wie kann sich jemand auf Werte verpflichten lassen, im Wissen, das gegebene Versprechen früher oder später zu brechen? Allein das wirft schon Fragen zur Integrität der Frau auf. Wenn ihr ihre Überzeugung und ihr Lebenswandel so viel bedeuten und ihr nun auf einmal Ehrlichkeit wieder wichtig zu sein scheint, warum zeigt sie dann nicht Charakter und gibt die Stelle von sich aus auf? Warum darf die Kirche belogen und hinters Licht geführt werden, ohne sich wehren zu dürfen?