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Auftritt von Saif al-Islam: Gaddafi-Sohn kontert Erfolgsmeldungen der Rebellen
Die Regimegegner hatten bereits seine Festnahme gemeldet, doch jetzt erschien Saif al-Islam vor einem Hotel in Tripolis. Der Sohn von Machthaber Muammar al-Gaddafi bestritt vor Journalisten, dass die Rebellen die Hauptstadt weitestgehend unter ihre Kontrolle gebracht hätten.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...781742,00.html
- #60 23.08.2011 09:22 von
Erschreckend....
...ist für mich, wenn ich in diesen Foren zum Thema Libyen lese was da so jeder (angeblich)weiß und welchen Kommentar ein jeder hier zum besten gibt. Ich lebe und arbeite seit mehreren Jahren in Libyen und habe erfahren was in diesem Land wirklich abgeht. Es ist beängstigend wie naiv die Bürger im ach so demokratischen Deutschland von den Medien mit überwiegend manipulierten und falschen Nachrichten versorgt werden, und das liebe Volk konsumiert,glaubt und kommentiert diesen Schwachsinn auch noch.Die Krone der Verlogenheit setzt dem ganzen noch unsere Regierung auf. Indem Sie in Abständen immer wieder durch selbstsüchtigen Populismus in Aktion zu treten versucht. Durch das AA in Person eines Westerwelle lässt man dann verlauten das Gaddafi nun am Ende sei und den Libyern geholfen werden soll! Mit Geld, mit Bundeswehr mit Polizei usw. Ja merken die denn nicht, das Deutschland sich seit der UN-Resulution selbst aus dem Rennen gekickt hat? Die Arroganz Deutschlands und speziell das unfassbar dumme Verhalten unseres Außenministeriums ist für mich als Deutschen, der das Geschehen aus dem Ausland betrachtet, nicht mehr zu verstehen. Ich schäme mich für Deutschland! Wie geht es dem Rest des deutschen Volkes? Hinterfragen Sie nicht einmal ansatzweise was unsere freien Medien tagtäglich anbieten???
Einen schönen friedlichen und freien demokratischen Tag noch.... - #61 23.08.2011 09:22 von malte71
titel
Wenn man sich mit allen Konsequenzen heraushält... okay. Wenn man sich heraushält, wohlwissend das andere sich die Hände schmutzig machen werden und die Kastanien aus dem Feuer holen... nicht okay. M.E. hätte es zwischen der Enthaltung bei der UN und aktiver Teilnahme am Bombardement auch noch Optionen gegeben, sich zu der Sache selbst und dem Bündnis zu bekennen. Zu aktiver Teilnahme wäre die Bundeswehr bzw. Luftwaffe vermutlich sowieso nicht in der Lage gewesen. Eine Enthaltung in einer Frage, wo man sich zwischen zwei Seiten entscheiden muss, ist eh immer sehr problematisch.
Der Argumentation, man müsse entweder alle Probleme der Welt lösen oder gar keines, kann ich mich aus pragmatischer Sicht nicht anschliessen. Nicht alles, was wünschenwert ist, ist auch machbar. Deshalb muss man aber nicht das Machbare sein lassen.
Der Westen ist nicht über alle Zweifel erhaben, im Gegenteil, aber wenigstens ringen wir darum, das Richtige zu tun - und in diesem Fall wurde es m.E. getan. Viel wichtiger ist es aber, nach gewonnenem Krieg dann nicht wieder den Frieden zu verlieren, wie in Afghanistan und Irak. Dies wird die viel grössere Herausforderung für alle Beteiligten. - #62 23.08.2011 09:22 von
Kampf ums ÖL hat begonnen
Techniker der italienischen Firma ENI sind schon im Osten um die Ölproduktion so schnelle wie möglich zu beginnen.Da haben die Italiener Total und BP gleich am Start abgehängt.
Die Terroristen haben ja gesagt,dass Italiener,Franzosen und Engländer Vorrang haben beim ÖL.
Obwohl der Krieg noch nicht zu Ende ist und Menschen sterben,läuft einige hundert km weiter schon die Aufteilung der Beute. Widerlich !
Von dem Desaster der Fake-Eroberung Tripolis und Verhaftung dreier Söhne Gaddhafis ganz abzusehen.Die ganzen Nato-Lügen kommmen nun zum VOrschein ,da Gaddhafi und die Mehrheit Tripolis sich nicht kampflos ergeben haben,und sich weiter gegen eine Okkupation und Kolonialisierung wehren. - #63 23.08.2011 09:22 von
- #64 23.08.2011 09:29 von
- #65 23.08.2011 09:30 von
- #66 23.08.2011 09:32 von
- #67 23.08.2011 09:32 von
Lage noch sehr unklar
Es spricht nach der dramatischen Entwicklung der letzten 10 Tage immer noch alles dafür, daß NATO und Rebellen diesen Krieg letztendlich gewinnen werden, aber die Ereignisse der letzten Nacht zeigen schon auch, daß nicht alles so ist, wie man es uns in den vergangenen zwei Tagen medial aufbereitet hat.
Die Tatsache, daß Saif al Islam frei ist und im Rixos Hotel auftaucht, war schon erstaunlich genug, seine offensichtliche gute Laune und Unbekümmertheit wirkte sicherlich auf viele irritierend und provozierend, aber die eigentliche Sensation ist meiner Ansicht nach, daß er im Anschluß daran zusammen mit Journalisten aus dem Rixos unangefochten quer durch die Innenstadt bis zur Garnison Bab al Azizia fahren konnte. Die gestrigen Nachrichten hatten hingegen eher das Bild vermittelt, daß die Garnison Bab al Azizia praktisch belagert wäre und außerhalb davon die ganze Innenstadt unter Kontrolle der Rebellen sei.
Zur Lage in Tripolis stehen sich aktuell folgende Einschätzungen gegenüber: Die Rebellen geben (je nach Sprecher) an, daß sie 80% bzw. 95% der Stadt unter ihrer Kontrolle haben, daß die Lage in vielen Stadtteilen aber noch unsicher sei, da es einzelne Widerstandsnester der Regierungstruppen gäbe. Die Regierungseite behauptet, 75% der Stadt zu kontrollieren. Noch gestern hätte man dies nicht weiter ernst genommen, aber nach dieser demonstrativen nächtlichen Fahrt durch eine anscheinend zumindest zum Teil von Regierungstruppen kontrollierte Innenstadt, sollte man darüber noch einmal nachdenken. Bei den Wohngebieten rings um die Innenstadt wird es wohl so sein, daß sie von beiden Seiten für sich reklamiert werden, solange dort noch Kämpfe stattfinden.
Außerhalb von Tripolis wird über schwere Kämpfe entlang der westlichen Küstenstraße von Tripolis nach Tunesien sowie auch aus der Gegend östlich von Tripolis bei Zlitan berichtet. Es scheint aber, daß die Aktivitäten der Regierungstruppen an diesen Stellen nicht darauf zielen, Städte und Ortschaften wiederzuerobern, sondern eher darauf, die Bewegungen der Rebellen auf der Küstenstraße zu stören und Konvois zu attackieren. Die Rebellen verlegen im Moment viele Kämpfer von den anderen Fronten aus nach Tripolis, teilweise über Land, teilweise auch -mit logistischer Unterstützung der NATO- auf dem Seeweg. Die Anlandung erfolgt zurzeit noch mit kleinen Booten von den vor der Küste liegenden Schiffen aus, da auch der Hafen von Tripolis noch von Regierungstruppen gehalten wird.
Es gibt Berichte, daß sich die Regierungstruppen aus Al Khoms (zwischen Tripolis und Zlitan) zurückgezogen haben. In den großen Städte Sirte und Shaba (im Süden) ist die Kontrolle durch die Regierungstruppen hingegen unangefochten. Das weit im Osten liegende Brega ist, abgesehen von dem Vorort New Brega, anscheinend ebenfalls noch unter Kontrolle der libyschen Armee. Wie sinnvoll die aufwändige Verteidigung dieses weit im Osten liegenden Ortes angesichts der desaströsen Lage im Westen ist, kann man sich fragen. Möglicherweise ist aber auch eine Rückverlegung der Truppen wegen der Gefahr von Luftangriffen nicht möglich. - #68 23.08.2011 09:35 von
- #69 23.08.2011 09:37 von
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