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Auftritt in Düsseldorf: Erdogans vergiftete Liebe

Tausende feiern ihn wie einen Popstar: In Düsseldorf umgarnt der türkische Premier Erdogan seine Landsleute in Deutschland* - mit dem Versprechen eines Doppelpasses light und der Warnung vor Assimilation. Ein Auftritt voller Doppeldeutigkeiten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...747496,00.html
  1. #1

    Hoffentlich macht die Frau noch ihren Sommerurlaub

    2Eine Frau steht tränenüberströmt am Ausgang des Stadions: "Ich brauche in diesem Jahr keinen Sommerurlaub mehr. Mit meinem Herzen war ich nämlich eben gerade stundenlang in Anatolien." Na hoffentlich macht sie noch ihren wohlverdienten Urlaub in der Türkei.

    Wie lange wollen wir uns noch von solchen Politikern verarxxhen lassen?
  2. #2

    böse böse...

    Zitat von Koltschak Beitrag anzeigen
    ...Wie lange wollen wir uns noch von solchen Politikern verarxxhen lassen?
    "Russlanddeutsche" würden womöglich auch jubeln, wenn sich mal ein Bundeskanzler bei ihnen sehen lassen würde. Wo ist das Problem?
  3. #3

    Von

    mir wird der Wille zur Akzeptanz verlangt. Wenn man das mitbekommt hat man gar keine Lust sich trotz der immer wiederkehrenden Vorurteilsbestätigungen weiter dazu anzustrengen.
  4. #4

    Von wegen Doppeldeutigkeiten

    Selten so einen geschönten Artikel gelesen.
    Seltsam, das im Artikel Erdogans Aufforderung, die deutschen Behörden sollten gefälligst die türkischen Behörden bei Integrationsfragen berücksichtigen, nicht mal erwähnt wird.
    Der Mann will dieses Land mitregieren.

    Und darauf dürfte ja auch die Aufwertung der "blauen Karte", herauslaufen. Was im Artikel auch verschwiegen wird, ist, das Deutsche türkischer Herkunft mit "blauer Karte" nicht etwa nur "auf Behörden und in Banken die gleichen Rechte haben wie ein türkischer Staatsbürger".
    Sondern auch in den türkischen Staatsdienst aufgenommen können werden.
    Und da der Mann ja die Leutchen offensichtlich in die entsprechenden Positionen bringen will: Ich will, dass ihr Ärzte, Professoren und Politiker in Deutschland werdet"
    haben wir dann -wenns nach Erdogan geht- bald Politiker in Deutschland, die gleichzeitig im türkischen Staatsdienst stehen.
    Und natürlich für den türkischen Staat agieren.
  5. #5

    Herrliche Doppelzüngigkeit ...

    Der Orient lässt grüssen.

    Der tatsächliche Hintergrund für den Auftritt findet sich wohl in der Sorge, die massiven privaten Kapitaltransfers Richtung Türkei könnten abreissen.

    Urplötzlich ist die verwaltungsrechtliche Gleichstellung von inländischen Türken und 'Türken' mit deutschem Pass kein Problem mehr.

    Erdogans Auftritte in der BRD werden den Wunsch, die Türkei in die EU zu integrieren, wohl kaum befördern.

    Hat jemand Zahlen zur Hand, wieviel Geld bei der Veranstaltung 'gesammelt' wurde und zu welchem Zweck?

    Erdogan sieht seine in Deutschland lebenden 'Mitbürger', gleich wo geboren und mit welchem Pass, wohl in erster Linie als Milchkühe.

    In meinen Augen ein höchst peinlicher Auftritt.
  6. #6

    So, so ...

    Deutsche Staatsbürger mit (türkischem) Migrationshintergrund haben in der Türkei mehr Rechte als deutsche Staatsbürger ohne (bzw. mit nicht-türkischen) Migrationshintergrund. Man stelle sich vor, wir würden Staatsbürgern Rechte nicht (nur) anhand der Staatsbürgerschaft geben bzw. nicht geben, sondern auch aufgrund der Herkunft ihrer Vorfahren. Ein Schritt von Europa weiter weg. Von den restlichen Aussagen spreche ich erst gar nicht.
  7. #7

    Hmm

    "... Werdet Politiker...in Deutschland"

    Kann ein Türke oder eine Türkin mit deutschem Migrationshintergrund und in der n-ten Generation in der Türkei lebend, dort eigentlich auch eine politische Karriere machen wie es Türkisch-stämmige Deutsche in Deutschland können und Erdogan es fordert, oder ist das wie so vieles eine Einbahnstrasse?
  8. #8

    Kritische Betrachtung

    Wenigstens nimmt Spiegel.de den Auftritt Erdogans im Gegensatz zu anderen Medien kritisch unter die Lupe.

    Herr Erdogan ist ein Nationalist durch und durch. Er sieht die in Westeuropa lebenden Türken als Machtfaktor. Deswegen ja auch seine permanente Unterscheidung zwischen Assimilation und Integration.

    Eine Aufnahme der Türkei wäre das Ende der Europäischen Union, denn mit ihr würde der Nationalismus des 19.Jahrhunderts nach Europa zurückkehren.
  9. #9

    Hier anders, bei der türkischen Presse anders

    Hier sieht man, was für eine politische Haltung die Frau Özlem Gezer hat. Irgendwie liest man auf den türkischen Seiten eine ganz andere Geschichte. Irgendwie klingt hier alles viel schärfer. Hier fehlen Worte, was bei der türkischen Presse erwähnt wird. Wenn Erdogan provoziert, dann provozieren Sie noch mehr. Ich lade alle ein, die Türkisch können, die Berichte auf den vertraulichen türkischen Seiten (wie z.B. ntvmsnbc) zu lesen. Machen Sie selber den Vergleich...


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